Schwarzarbeit

HZA-UL: Zoll-Ermittlungen / Arbeitnehmer nicht zur Sozialversicherung gemeldet / Mutmaßlicher Schaden: 2,8 Mio. Euro

10.02.2026 - 10:30:00

Ulm/Günzburg - Im Rahmen eines bei der Staatsanwaltschaft Ulm anhängigen Ermittlungsverfahren vollstreckten Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Ulm am 03.02.2026 in den frühen Morgenstunden einen Haftbefehl gegen einen mittlerweile im Landkreis Günzburg ansässigen Dachdeckerunternehmer. Der Beschuldigte befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Er steht im Verdacht, gegenüber den Einzugsstellen bei den Krankenkassen Sozialversicherungsbeiträge vorenthalten und veruntreut zu haben. Fällige Beiträge an die Sozialkasse Dach und Berufsgenossenschaft soll er ebenfalls nicht bzw. nicht in richtiger Höhe abgeführt haben. Dabei soll ein Schaden von insgesamt ca. 2,8 Millionen Euro entstanden sein.

Mit der Absicht, strafrechtliche Verantwortlichkeiten zu verschleiern, soll der Beschuldigte mehrere Unternehmen, welche abwechselnd von dem Beschuldigten und formell unter den Namen von Familienmitgliedern geführt wurden, genutzt haben. Nach derzeitigem Ermittlungstand ist anzunehmen, dass es sich bei diesen Unternehmen lediglich um "Firmenhüllen" handelte und der Geschäftsbetrieb durchgehend unter der Gesamtleitung des Beschuldigten fortgeführt wurde.

Bei der Vollziehung des Haftbefehls wurden die Zollbeamten von Polizeibeamten des Polizeipräsidiums Ulm unterstützt.

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