Feuerwehr, Brand

FW Uedem: Abschlussbericht: Großbrand einer landwirtschaftlichen Halle

22.06.2026 - 12:17:21 | presseportal.de

Uedem - Am Freitag, den 19.06.2026, wurde die Freiwillige Feuerwehr Uedem um 01:16 Uhr zu einem gemeldeten Scheunenbrand auf der Straße "An der Ley" im Ortsteil Uedemerbruch alarmiert.

FW Uedem: Abschlussbericht: Großbrand einer landwirtschaftlichen Halle - Bild: presseportal.de
FW Uedem: Abschlussbericht: Großbrand einer landwirtschaftlichen Halle - Bild: presseportal.de

Bereits auf der Anfahrt war ein deutlicher Feuerschein sichtbar. Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter wurde der Leitstelle gemeldet, dass eine etwa 40 × 25 Meter große landwirtschaftliche Halle in Vollbrand stand. In der Halle befanden sich rund 850 Stroh- und Heuballen sowie der gesamte Maschinenpark des landwirtschaftlichen Betriebes.

Unverzüglich wurden umfangreiche Löschmaßnahmen eingeleitet. Diese gestalteten sich zunächst schwierig, da keine ausreichende Wasserversorgung zur Verfügung stand. Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurde daher der Schlauchwagen 2000 der Feuerwehr Goch alarmiert, der eine Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke aufbaute. Des Weiteren wurde die Drehleiter der Feuerwehr Weeze hinzugezogen, um die Brandbekämpfung von oben zu unterstützen.

Im weiteren Einsatzverlauf wurden der Abrollcontainer Atemschutz sowie der Gerätewagen Logistik des Kreises Kleve nachalarmiert, um die Einsatzkräfte mit ausreichend Atemschutzgeräten und weiterer Ausrüstung zu versorgen.

Nachdem die ersten Löschmaßnahmen Wirkung gezeigt hatten, wurde ein örtliches Lohnunternehmen hinzugezogen. Mit Radladern und Baggern wurden die brennenden Stroh- und Heuballen aus der Halle geborgen, ins Freie transportiert, dort auseinandergezogen und anschließend gezielt abgelöscht. Bei diesen Arbeiten unterstützten auch mehrere Landwirte aus der Nachbarschaft mit ihren Maschinen.

Aufgrund der hohen Außentemperaturen stieg der Brandrauch nicht wie üblich auf, sondern legte sich über die gesamte Einsatzstelle. Dies führte insbesondere im Inneren der Halle zu erheblich eingeschränkten Sichtverhältnissen. Daher wurde der Einsatz eines LUF (Löschunterstützungsfahrzeugs) der Feuerwehr Kleve geprüft und anschließend veranlasst. Mithilfe des Hochleistungslüfters konnte der Brandrauch aus der Halle gedrückt und die Sichtverhältnisse deutlich verbessert werden.

Aufgrund der hohen Belastung durch Rauchgase entschied sich der Einsatzleiter frühzeitig, die Bevölkerung über das MoWaS-System, insbesondere über die NINA-App, zu warnen. Dabei wurde die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Während des Einsatzes wurde der Grundschutz in der Gemeinde Uedem durch die Feuerwehren Weeze und Goch sichergestellt. In den frühen Morgenstunden wurde die Feuerwehr Weeze zudem zu einer Türöffnung in Keppeln alarmiert.

Da sich der Einsatz über viele Stunden erstreckte und die hohen Temperaturen die Einsatzkräfte zusätzlich belasteten, wurden die Einsatzkräfte mehrfach ausgetauscht. Hierbei unterstützten die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren Weeze und Kalkar, die die Einsatzkräfte vor Ort jeweils nach etwa vier Stunden ablösten. So konnten sich die eingesetzten Kräfte nach dem anstrengenden Einsatz erholen und regenerieren.

Nachdem die Halle vollständig geräumt worden war, wurde ein Beregnungssystem aufgebaut, um das bereits abgelöschte Stroh und Heu dauerhaft zu kühlen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Gegen 20:00 Uhr konnte der Einsatz erfolgreich beendet werden. Derzeit finden in regelmäßigen Abständen Brandnachschauen statt. Darüber hinaus werden das Stroh und Heu weiterhin mithilfe des Beregnungssystems gekühlt. Diese Maßnahmen werden voraussichtlich noch mehrere Tage aufrechterhalten.

Insgesamt waren rund 120 Einsatzkräfte an diesem aufwendigen Einsatz beteiligt.

Die Freiwillige Feuerwehr Uedem bedankt sich herzlich bei allen Feuerwehren und Organisationen, die uns bei diesem herausfordernden Einsatz unterstützt haben. Unser besonderer Dank gilt den Feuerwehren aus Goch, Weeze, Kalkar und Kleve, der Bundeswehr-Feuerwehr, dem Ordnungsamt Uedem, dem Bauhof Uedem, der Polizei einschließlich des Polizeipressesprechers sowie den Mitarbeitenden des Kreises Kleve.

Ebenso bedanken wir uns beim EDEKA Markt Puleo, der Bäckerei Büsch sowie Mettwurst Thoenes für die hervorragende Unterstützung bei der Verpflegung unserer Einsatzkräfte während des lang andauernden Einsatzes.

Vielen Dank an alle Beteiligten für die hervorragende Zusammenarbeit und den unermüdlichen Einsatz.

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