Polizei

Sondereinsatz im Rahmen des Projektes zOOm: Behörden kontrollierten Park & Fly-Anbieter - 2605089

27.05.2026 - 10:50:27 | presseportal.de

Ratingen - In Ratingen haben am Freitag (22. Mai 2026) Einsatzkräfte der Polizei und des Hauptzollamtes Düsseldorf bei einem gemeinsamen Schwerpunkteinsatz im Rahmen des Projektes "zOOm" so genannte "Park & Fly"-Anbieter kontrolliert und hierbei mehrere Verstöße festgestellt.

POL-ME: Sondereinsatz im Rahmen des Projektes zOOm: Behörden kontrollierten Park & Fly-Anbieter - 2605089 - Foto: presseportal.de
POL-ME: Sondereinsatz im Rahmen des Projektes "zOOm": Behörden kontrollierten "Park & Fly"-Anbieter - 2605089 - Foto: presseportal.de

Das sind die Ergebnisse:

Im Zeitraum von 8 bis 16 Uhr kontrollierten Polizei und Zoll in Ratingen-West und Tiefenbroich insgesamt 32 Fahrzeuge und Shuttle-Transporter, die augenscheinlich Park-Service-Anbietern zugeordnet werden konnten. Bei sieben der kontrollierten Shuttle-Transporter konnte festgestellt werden, dass keine Genehmigung zum Transport von Personen vorlag - entsprechende Berichte an das Straßenverkehrsamt waren die Folge.

Zudem konnten im Rahmen des Einsatzes insgesamt 26 Fahrzeuge festgestellt werden, die von den "Park & Fly"-Anbietern entgegen der Vereinbarungen mit ihren Kundinnen und Kunden nicht in einem Parkhaus, sondern im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt worden waren. Hier wurden 26 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen gefertigt und an das Ordnungsamt der Stadt Ratingen übermittelt.

Einer der angetroffenen Fahrer stand zudem augenscheinlich unter dem Einfluss von Drogen: Er führte Cannabis mit sich und hatte Amphetamine konsumiert. Gegen ihn wurden entsprechende Verfahren eingeleitet.

Im Rahmen des Sondereinsatzes konnten die Einsatzkräfte ferner "Zahlungsstreitigkeiten" zwischen einem Park-Service-Anbieter und einem Kunden feststellen. Hier fertigte die Polizei eine Strafanzeige wegen Nötigung gegen den Betreiber. Bei weitergehenden Ermittlungen konnte zudem ein Finanzverstoß (Rechnung ohne angegebene Mehrwertsteuer) festgestellt werden. Hier wurde ein entsprechender Bericht an das zuständige Finanzamt gefertigt. Weiter gab der Inhaber der betroffenen Firma vor Ort an, Kunden per Shuttle-Transport zum Flughafen transportiert zu haben. Er konnte hierzu keinerlei Genehmigung vorweisen. Ein entsprechende Ordnungswidrigkeiten-Anzeige wurde gefertigt.

Außerdem stellte der Zoll während der Kontrollen mehrere Mindestlohn- und Meldeverstöße fest.

Zum Hintergrund des Einsatzes:

Immer mehr Reisende nutzen so genannte "Park-Service"- oder "Park & Fly"-Anbieter: Kundinnen und Kunden übergeben dabei beispielsweise am Flughafen ihr Auto an einen Dienstleister, der das Fahrzeug dann gegen eine Gebühr für die Dauer der Reise an einem zuvor vereinbarten Stellplatz abstellt.

In jüngerer Vergangenheit ergab sich für die Polizei in Ratingen jedoch der Verdacht, dass einzelne Anbieter ihre Dienstleistungen nicht ordnungsgemäß betreiben und die Fahrzeuge ihrer Kundinnen und Kunden missbräuchlich benutzen - zum Beispiel für private Fahrten, für Shuttle- oder Taxi-Fahrten, bis hin zur Begehung von Straftaten wie zum Beispiel der Durchführung illegaler Straßenrennen.

So wurden im Bereich Ratingen vermehrt betroffene Fahrzeuge mit zum Teil erheblich erhöhten Kilometerständen oder Fahrzeugschäden an Kundinnen oder Kunden dieser Dienstleister zurückgegeben. Ferner kam es insbesondere im Bereich Ratingen-West zu Anwohnerbeschwerden, da die betroffenen Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt wurden und somit den Parkraum belasteten.

Vor diesem Hintergrund führten die Kreispolizeibehörde Mettmann, die Stadt Ratingen sowie der Zoll bereits mehrere gemeinsame Kontrolleinsätze durch (siehe dazu zuletzt unsere Pressemeldung OTS https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43777/6254469).

Polizei gibt Tipps für Reisende

Die Polizei empfiehlt Reisenden, bei der Wahl eines Park-Service-Anbieters achtsam zu sein und diese aufmerksam zu prüfen. Dokumentieren Sie bei der Fahrzeugübergabe den Zustand Ihres Autos und den Kilometerstand - zum Beispiel durch Fotos. Seriöse Anbieter erkennen Sie daran, dass sie Fahrzeuge in bekannten Parkhäusern oder auf registrierten Flächen parken. Seien Sie vorsichtig bei ungewöhnlich günstigen Angeboten oder unklaren Firmenstrukturen.

Wer nach einer Reise ungewöhnliche Kilometerstände, Schäden oder sonstige Auffälligkeiten an seinem Fahrzeug feststellt, sollte dies bei der Polizei anzeigen.

Die Behörden kündigen an, entsprechende Kontrollen auch künftig fortzuführen. Ziel ist es, unseriöse Anbieter zu identifizieren um sowohl Verbraucherinnen und Verbraucher als auch den Straßenverkehr zu schützen.

Was bedeutet das "zOOm-Projekt"?

Die Abkürzung "zOOm" steht für "Zielorientierte operative Maßnahmen" und ist ein Projekt zur Kriminalitätsbekämpfung der Kreispolizeibehörde Mettmann. Angelehnt ist die Idee an die Zoom-Funktion einer Kamera: Mit der Funktion können Situationen und Motive genauer betrachtet und in den Fokus der Aufmerksamkeit genommen werden. Im Rahmen von zOOm nehmen die Polizistinnen und Polzisten der örtlichen Wachen und der Polizeisonderdienste verschiedene Viertel und Stadteile ihres Wachbereiches ganz besonders in den polizeilichen Fokus. Die Pressestelle berichtet in unregelmäßigen Abständen über Einsätze und Maßnahmen des zOOm-Projekts.

Fragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Mettmann
Polizeipressestelle
Adalbert-Bach-Platz 1
40822 Mettmann

Telefon: 02104 982-1010
Telefax: 02104 982-1028

E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de

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