Kriminalität, Polizei

sicher.mobil.leben - Polizei nimmt Zweiräder in den Blick

29.04.2026 - 12:51:57 | presseportal.de

Rhein-Sieg-Kreis - Am Dienstag (28. April) beteiligte sich die Polizei Rhein-Sieg-Kreis an der länderübergreifenden Verkehrssicherheitsaktion "sicher.mobil.leben". Der diesjährige Schwerpunkt lag auf Zweiradfahrende. Ziel des Aktionstages war es, die Verkehrssicherheit für Zweiradfahrende nachhaltig zu erhöhen und für besondere Risiken im Straßenverkehr zu sensibilisieren.

POL-SU: sicher.mobil.leben - Polizei nimmt Zweiräder in den Blick - Foto: presseportal.de
POL-SU: sicher.mobil.leben - Polizei nimmt Zweiräder in den Blick - Foto: presseportal.de

Zweiradfahrende zählen zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmenden, da sie im Falle eines Unfalls deutlich häufiger schwere Verletzungen erleiden.

Eine häufige Ursache für Verkehrsunfälle ist unter anderem die Ablenkung - etwa durch Smartphones, Kopfhörer oder andere äußere Einflüsse. Bereits kurze Momente fehlender Aufmerksamkeit können zu gefährlichen Situationen führen.

Eine weitere Hauptunfallursache ist das Abbiegen. Gerade Radfahrende, Pedelec-Nutzende sowie Fahrerinnen und Fahrer von E-Scootern (Elektrokleinstfahrzeuge) werden beim Abbiegen oder im Bereich des sogenannten toten Winkels häufig übersehen. Hier sind gegenseitige Rücksichtnahme, Aufmerksamkeit und defensives Verhalten besonders wichtig.

Auch nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit bleibt ein zentrales Risiko. Dies betrifft nicht nur Kraftfahrzeuge und Motorräder, sondern zunehmend auch Pedelecs, die höhere Geschwindigkeiten erreichen können. Mit steigender Geschwindigkeit nehmen Unfallfolgen regelmäßig zu.

Ebenso stellt das Führen von Fahrzeugen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss weiterhin eine erhebliche Gefahr dar. Vielen Verkehrsteilnehmenden ist nicht bewusst, dass entsprechende Regelungen auch für Fahrräder und E-Scooter gelten.

Darüber hinaus tragen Helm, Schutzkleidung, funktionierende Beleuchtung und gute Sichtbarkeit wesentlich zur eigenen Sicherheit bei. Gleichzeitig appelliert die Polizei auch an Zweiradfahrende, Verkehrsregeln konsequent einzuhalten, etwa bei Rotlicht, Fahrtrichtung oder der Nutzung vorgesehener Verkehrsflächen.

Unter der Leitung von Polizeihauptkommissar Stefan Hedemann waren mehr als 20 Polizistinnen und Polizisten der Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis sowie Einsatzkräfte der Bundespolizei an mehreren Standorten im Kreisgebiet im Einsatz.

Im Rahmen der Kontrollen überprüften die Beamtinnen und Beamten rund 170 Zweiräder, darunter Motorräder, Fahrräder und E-Scooter. Dabei wurden etwa 50 Verstöße festgestellt. Besonders häufig nutzten Radfahrende und E-Scooter-Fahrende unzulässige Verkehrsflächen oder befuhren die falsche Straßenseite. Darüber hinaus ahndeten die Einsatzkräfte mehrfach die Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt sowie das unerlaubte Mitnehmen einer zweiten Person auf einem E-Scooter.

In drei Fällen stellten die Polizistinnen und Polizisten Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz bei E-Scootern fest. Entweder fehlte das Versicherungskennzeichen oder es war abgelaufen.

An einem Motorrad wurde eine technisch veränderte Abgasanlage festgestellt, wodurch die Betriebserlaubnis erloschen war. Der Fahrzeugführer musste sein Krad stehen lassen. Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Auf der Alten Kölner Straße in Troisdorf kontrollierten Einsatzkräfte zudem einen 20-jährigen Motorradfahrer. Dieser war nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnisklasse für die von ihm geführte 200-PS-Maschine. Auch er durfte die Fahrt nicht fortsetzen und muss sich nun wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.

In der Fußgängerzone in Siegburg informierten Beamtinnen und Beamte der Verkehrsunfallprävention zu den Themen sicheres Verhalten im Straßenverkehr sowie verantwortungsvoller Umgang mit Pedelecs und E-Scootern. Rund 50 Bürgerinnen und Bürger nutzten das Beratungsangebot.

Auch an überwachten Bahnübergängen kam es zu Verstößen. Zwei Fußgänger überquerten trotz Rotlicht die Gleisanlage. Die Schranken waren zu diesem Zeitpunkt noch geöffnet. Nachdem die Beamten die Verkehrsteilnehmer über die damit einhergehenden Gefahren sensibilisiert und die beiden Fußgänger ein Verwarnungsgeld bezahlt hatten, wurden sie aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Polizeihauptkommissar Stefan Hedemann zog ein positives Fazit: "Die heutige Aktion hat gezeigt, wie wichtig Kontrollen und Prävention gleichermaßen sind. Unser Ziel ist es nicht nur, Verstöße zu ahnden, sondern vor allem das Bewusstsein für Gefahren zu schärfen und so Unfälle zu verhindern." #sichermobilleben (Re)

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