Schwarzarbeit

HZA-SB: Fluchtversuch bei Zollkontrolle gescheitert; Zoll stoppt illegale Beschäftigung im Raum Kusel und Kaiserslautern

04.02.2026 - 07:30:00

Saarbrücken - Im Rahmen gezielter Maßnahmen zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung haben Bedienstete der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Saarbrücken am Samstag mehrere Baustellen und Gewerbeobjekte im Raum Kusel und Kaiserslautern überprüft. Dabei wurden zahlreiche Verstöße gegen aufenthalts- und sozialversicherungsrechtliche Vorschriften festgestellt.

Am Vormittag kontrollierten die Einsatzkräfte eine größere Baustelle in Kusel. Dort wurden sieben rumänische Arbeitskräfte angetroffen, im Zuge der Überprüfungen ergaben sich in fünf Fällen konkrete Anhaltspunkte bzgl. Verstöße aufgrund unterlassener Meldungen zur Sozialversicherung. Die Ermittlungen hierzu wurden unmittelbar aufgenommen.

Im weiteren Verlauf des Tages überprüften die Zöllner ein größeres Gewerbeobjekt in Kaiserslautern. Bereits beim Eintreffen der Einsatzkräfte versuchte sich eine männliche Person durch Flucht der Kontrolle zu entziehen. Durch das schnelle und entschlossene Eingreifen der Beamten konnte der Fluchtversuch jedoch erfolgreich unterbunden werden.

Die anschließenden Überprüfungen brachten den mutmaßlichen Grund für das Verhalten ans Licht: Von insgesamt acht angetroffenen Personen verfügten sieben nicht über den erforderlichen Aufenthaltstitel zur Ausübung einer Beschäftigung in Deutschland. Es handelte sich um Männer zwischen 20 und 30 Jahren aus Belarus, der Ukraine und Serbien, die sich somit illegal in Deutschland aufhielten.

"Der gescheiterte Fluchtversuch verdeutlicht, dass den Betroffenen die Unrechtmäßigkeit ihres Aufenthalts und ihrer Beschäftigung bewusst war. Unsere Kontrollen sind ein wirksames Mittel, um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung konsequent aufzudecken und zu unterbinden", betont Karin Schmidt, Pressesprecherin des Hauptzollamts Saarbrücken.

Gegen die betroffenen Personen wurden noch vor Ort entsprechende Strafverfahren eingeleitet. In enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern wurden weitere Maßnahmen veranlasst. Auch gegen die verantwortlichen Arbeitgeber wird nun ermittelt.

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