Kriminalität, Rauschgift

HZA-R: Verdächtige Geschenksendung aus der Schweiz: Zoll in Weiden leitet Strafverfahren ein

04.02.2026 - 08:00:13

Regensburg - Letzte Woche stellten Zöllner am Dienstort Weiden des Zollamts Oberpfalz bei der Abholung einer Postsendung aus der Schweiz eine verdächtige Ware fest. Ein Drogenschnelltest reagierte positiv auf Opiate. Gegen die Abholerin wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Die Postkundin wollte beim Zollamt Oberpfalz - Dienstort Weiden ihre Sendung aus der Schweiz abholen. Laut Zollinhaltserklärung handelte es sich um eine Geschenksendung. Als Inhalt waren unter anderem "1x Incense Powder" und "1x Incense Water" angegeben.

Bei der genaueren Überprüfung der Sendung gab die Frau an, dass es sich bei den Waren um Augentropfen sowie ein Tabakpulver handeln solle. Zur weiteren Kontrolle führten die Zöllner einen Drogenschnelltest durch, der positiv auf Opiate reagierte.

Gegen die Beschuldigte wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Die Waren wurden sichergestellt. Der Vorgang wurde zur weiteren Sachbearbeitung an die Kontrolleinheit Verkehrswege Waidhaus übergeben. Die Ermittlungen dauern an.

"Der Fall zeigt, dass vermeintliche Geschenksendungen aus dem Ausland keineswegs harmlos sein müssen. Die Erfahrung zeigt, dass Zollinhaltserklärungen häufig unvollständig oder falsch sind. Der Zoll setzt deshalb auf risikoorientierte Prüfungen", erklärte Sibylle Wohlmann, stellvertretende Leiterin des Zollamts Oberpfalz.

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