Kriminalität, Polizei

Polizeidirektion Göttingen zeigt Wanderausstellung Was ich anhatte zum Thema sexualisierte Gewalt vom 24. bis zum 28. November in der Stadthalle Northeim

24.11.2025 - 12:37:15 | presseportal.de

Northeim - Es sind zwölf Exponate, die verschiedene Outfits zeigen, Alltagskleidung von Frauen und Mädchen - Kleidung, die sie trugen, während sie Opfer eines sexuellen Übergriffs wurden: Auf Einladung der Polizeidirektion Göttingen gastiert die Ausstellung "Was ich anhatte" noch bis zum 28. November in der Stadthalle Northeim. Am Montag (24. November) wurde sie offiziell im Rahmen einer Vernissage von Polizeipräsidentin Tanja Wulff-Bruhn eröffnet. Die Ausstellung ist Teil und gleichzeitig Höhepunkt eines Aktionsmonats gegen sexualisierte Gewalt, den die Göttinger Polizeibehörde im November ausgerufen hat.

POL-GOE: Polizeidirektion Göttingen zeigt Wanderausstellung Was ich anhatte zum Thema sexualisierte Gewalt vom 24. bis zum 28. November in der Stadthalle Northeim - Foto: presseportal.de
POL-GOE: Polizeidirektion Göttingen zeigt Wanderausstellung "Was ich anhatte" zum Thema sexualisierte Gewalt vom 24. bis zum 28. November in der Stadthalle Northeim - Foto: presseportal.de

Im Jahr 2024 sind allein im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen mehr als 600 Frauen Opfer einer Vergewaltigung, eines sexuellen Übergriffs, einer Nötigung oder einer sexuellen Belästigung geworden. Für das laufende Jahr zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung der Fallzahlen ab. Und dabei handelt es sich nur um das sogenannte Hellfeld - wie viele Taten nicht angezeigt werden, kann nur geschätzt werden. Um auf die noch immer hohen Fallzahlen aufmerksam zu machen und das Thema sexualisierte Gewalt in den Fokus zu rücken, hat die Polizeidirektion Göttingen die bewegende, viel beachtete Ausstellung in ihren Zuständigkeitsbereich geholt. Sie zeigt nicht nur zwölf Outfits von Frauen, sondern stellt deren persönliche Geschichten in den Mittelpunkt. "Was ich anhatte" gibt den Opfern eine Stimme und legt den Finger in die Wunde, denn noch immer wird Gewalt gegen Frauen verharmlost und relativiert und den Betroffenen mitunter eine Mitschuld an der Tat unterstellt. Die Ausstellung macht das Gegenteil deutlich: Die Kleidung spielt keine Rolle, Schuld hat immer der Täter - niemals das Opfer.

Im Rahmen der Vernissage am Montag konnten etwa 80 geladene Gäste aus dem öffentlichen Leben, dem Bereich der Opferhilfe, von Beratungsstellen und von weiterführenden Schulen aus dem Landkreis Northeim die Ausstellung bereits besuchen. Begleitet wurde die Vernissage von Grußworten und einem Beitrag der Podcasterin Isabel Moss, die selbst sexualisierte Gewalt erlebt hat und heute Präventionsarbeit in Schulen leistet (Spotify: https://open.spotify.com/show/5Bu5ASVCCmGu0Rs7ibpfXE).

"Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, diese besondere Ausstellung nach Northeim zu holen und damit im Rahmen unseres Aktionsmonats ein sichtbares Zeichen gegen sexualisierte Gewalt zu setzen. Jedes Kleidungsstück erzählt seine eigene Geschichte, jede Geschichte zeichnet ein persönliches Schicksal, jedes Exponat zeugt aber auch von Mut, das Erlebte nicht länger im Verborgenen zu halten, sondern sichtbar zu machen. Die Ausstellung leistet damit einen wichtigen Beitrag gegen das sogenannte Victim Blaming - also die Schuldumkehr - und räumt mit gesellschaftlichen Vorurteilen auf. Ein starkes Signal", sagt Polizeipräsidentin Tanja Wulff-Bruhn. "Ich kann nur jedem empfehlen, die Ausstellung zu besuchen und die Exponate und die Geschichten auf sich wirken zu lassen - die Perspektive zu wechseln."

Die Ausstellung ist noch bis Freitag in der Zeit von 14 bis 17 Uhr in der Stadthalle Northeim zu sehen. Der Eintritt ist frei. Während der Öffnungszeiten stehen kostenlose Interventionsangebote sowie Informationsmaterial zur Verfügung. Auch die Polizei ist in den Ausstellungsräumen ansprechbar. Da die Inhalte und Eindrücke auf Menschen mit ähnlichen Erfahrungen belastend wirken können, wird empfohlen, die Ausstellung nicht allein, sondern mit einer vertrauten Person zu besuchen.

Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Göttingen
Natalia Bornemann-Zarczynska
Telefon: 0551/491-1004
E-Mail: pressestelle@pd-goe.polizei.niedersachsen.de
http://www.pd-goe.polizei-nds.de

Original-Content von: Polizeidirektion Göttingen übermittelt durch news aktuell

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