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Starke Führung, starke Demokratie: Wie die Polizei Vertrauen und Handlungsfähigkeit stärkt

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 15:05 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Hann. Münden - Rund 120 Führungskräfte diskutierten in Hann. Münden über demokratische Resilienz und handlungsfähige staatliche Organisationen
POL-AK NI: Starke Führung, starke Demokratie: Wie die Polizei Vertrauen und Handlungsfähigkeit stärkt - Bild: presseportal.de

Wie bleibt die Polizei auch in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung und wachsender Herausforderungen eine starke demokratische Institution? Mit dieser Frage beschäftigten sich am 3. und 4. November rund 120 Führungskräfte aus den Polizeien des Bundes und der Länder beim zweiten bundesweiten Symposium "Starke Führung. Starke Demokratie." an der Polizeiakademie Niedersachsen in Hann. Münden.

Ziel des Symposiums war es, Führungskräfte über Länder- und Behördengrenzen hinweg zu vernetzen, unterschiedliche Erfahrungen aus Wissenschaft, Politik und polizeilicher Praxis zusammenzubringen und Impulse für das eigene Führungsverständnis zu geben. Im Mittelpunkt standen die Widerstandsfähigkeit demokratischer Organisationen, das Vertrauen in staatliche Institutionen und die Frage, wie Führung Orientierung geben und eine offene, lernfähige Organisationskultur fördern kann.

"Die Polizei schützt die Demokratie nicht nur nach außen. Sie gestaltet sie auch durch ihr tägliches Handeln und die Kultur, die innerhalb der Organisation gelebt wird", betonte Niedersachsens Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens. "Demokratiestarke Führung bedeutet, Verantwortung bewusst wahrzunehmen, Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen sowie unterschiedliche Perspektiven und Kritik ernst zu nehmen."

Carsten Rose, Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen, unterstrich die besondere Verantwortung von Führungskräften: "Führung zeigt sich besonders dann, wenn unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen und Entscheidungen unter Druck getroffen werden. Gerade dann braucht es Klarheit, Haltung und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen."

Das Symposium brachte unterschiedliche Perspektiven aus Politik, Wissenschaft und polizeilicher Praxis zusammen. Zu den Impulsgebenden gehörten unter anderem Bundesminister a. D. Dr. Thomas de Maizière, der Historiker Prof. em. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer sowie die Führungsexpertin Anja Förster. Auch Erfahrungen aus der Polizeipraxis - unter anderem aus Münster und Mittelhessen - gaben Anstöße, vertraute Sichtweisen zu hinterfragen und neue Zugänge zu Führung und Zusammenarbeit zu diskutieren.

Die Beiträge und Gespräche eröffneten unterschiedliche Perspektiven auf eine zentrale Frage: Wie bleiben demokratische Institutionen auch unter Druck handlungsfähig und vertrauenswürdig? Dabei wurde deutlich, dass demokratiestarke Führung mehr verlangt als gute Entscheidungen und funktionierende Strukturen. Sie zeigt sich im Alltag - darin, Orientierung zu geben, Widerspruch zuzulassen und Entscheidungen nachvollziehbar zu machen.

Der Austausch über Länder- und Behördengrenzen hinweg bot den Teilnehmenden Gelegenheit, die eigene Führungspraxis zu hinterfragen und neue Lösungsansätze kennenzulernen. Die gewonnenen Perspektiven und Erfahrungen können nun in die jeweiligen Organisationen getragen werden. Denn eine demokratische Polizei lebt nicht allein von ihrem gesetzlichen Auftrag, sondern auch davon, wie sie Verantwortung wahrnimmt, mit Kritik umgeht und Vertrauen schafft.

Das Symposium ist ein gemeinsames Vorhaben des Polizeipräsidiums Münster, des Polizeipräsidiums Mittelhessen und der Polizeiakademie Niedersachsen. Die Durchführung in Niedersachsen erfolgte in Kooperation mit Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V. und wurde durch die Stiftung Mercator gefördert.

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