Kriminalität, Polizei

Warnung vor Betrugsmasche Falsche Bankmitarbeiter

10.02.2026 - 13:46:03 | presseportal.de

Osthessen - Osthessen. Ein einziger Anruf: geschürte Angst und der Druck, sofort handeln zu müssen - so bringen Betrüger ahnungslose Menschen um ihr mühsam Erspartes! Das bittere Erwachen kommt oft erst, wenn der Schaden nicht mehr rückgängig zu machen ist.

POL-OH: Warnung vor Betrugsmasche Falsche Bankmitarbeiter - Foto: presseportal.de
POL-OH: Warnung vor Betrugsmasche "Falsche Bankmitarbeiter" - Foto: presseportal.de

Unterschiedliche Vorgehensweisen

Die Polizei warnt aktuell vor einer Betrugsmasche, bei der sich Täter als angebliche Mitarbeiter von Banken ausgeben. Ziel der Betrüger ist es, an sensible Bankdaten zu gelangen, unberechtigte Überweisungen von den Konten der Geschädigten auszulösen oder die EC-Karte der Opfer zu erlangen.

Alles beginnt mit einem Anruf

In zahlreichen Fällen werden Bürgerinnen und Bürger telefonisch kontaktiert. Die Anrufer geben sich dabei als Bankmitarbeiter aus und berichten beispielsweise von angeblich verdächtigen Kontobewegungen oder Sicherheitsproblemen. In gezielt geführten Gesprächen setzen sie ihre Opfer unter Druck und bewegen diese dazu, vertrauliche Informationen wie PINs, TANs oder andere sensible Zugangsdaten preiszugeben. In der Folge tätigen die Täter eigenständig Überweisungen.

Ein Unbekannter überzeugte am Freitagnachmittag (06.02.) mit dieser Vorgehensweise einen 84-Jährigen aus Alsfeld, der im guten Glauben mehrere TANs übermittelte und so dem falschen Bankmitarbeiter die Überweisung eines mittleren vierstelligen Betrags ermöglichte.

Betrug mittels "Fernzugriff"

In anderen Fällen überreden die Betrüger ihre Opfer, spezielle Apps oder Software auf dem Smartphone, Tablet oder Computer zu installieren. Dadurch erhalten die Täter Zugriff auf den Bildschirm oder das Online-Banking der Geschädigten und können selbst Überweisungen von den Konten ausführen.

Am Donnerstag (05.02.) wurde ein 62-Jähriger aus der Gemeinde Künzell Opfer dieser Masche. Der vermeintliche Bankmitarbeiter am Telefon überzeugte ihn in einem geschickt geführten Gespräch, sich einen App herunterzuladen und so durch Fernzugriff eine vermeintliche Sicherheitslücke im Online-Banking des Manns schließen zu lassen. Der 62-Jährige durchschaute die Vorgehensweise jedoch rechtzeitig, kontaktierte seine Bank und verhinderte so im letzten Moment die Transaktion eines mittleren fünfstelligen Betrages.

Täter versuchen EC-Karten zu erlangen

Die Täter entwickeln dabei immer wieder andere Szenarien, um an das Vermögen ihrer Opfer zu gelangen. Dabei schrecken sie auch nicht davor zurück, die Wohnanschriften aufzusuchen und sich Wertgegenstände oder Bankkarten persönlich aushändigen zu lassen.

Am Montagmittag (09.02.) erhielt eine 82-Jährige aus der Gemeinde Hilders einen Anruf eines vermeintlichen Bankmitarbeiters. In dem professionell geführten Gespräches, teilte der Anrufer der Frau mit, dass es zu Abbuchungen auf ihrem Konto gekommen sei. Aus Sicherheitsgründen müsse daher kurzfristig ihre EC-Karte abgeholt werden. Als es kurze Zeit später an der Haustür klingelte, verhinderte der aufmerksame Ehemann der Seniorin glücklicherweise die Übergabe der EC-Karte und wandte so einen finanziellen Schaden ab.

"Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen!

Die Täter spielen gezielt mit den Ängsten ihrer Opfer, handeln routiniert, überzeugend und nutzen gezielt Fachbegriffe, um Vertrauen aufzubauen und Druck zu erzeugen. Ziel ist es, Betroffene zu überstürzen und zu folgenschweren Entscheidungen zu verleiten.

Tipps Ihrer Polizei: - Seien Sie grundsätzlich misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon oder an Ihrer Haustür als Bankangestellter ausgibt, den Sie nicht eindeutig als solchen erkennen können. - Legen Sie sofort auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld, Wertsachen, PINs, TANs oder Überweisungen von Ihnen fordert. - Geben Sie niemals vertrauliche Bankdaten telefonisch oder per Nachricht weiter. - Rufen Sie im Zweifel Ihren Ihnen bekannten Bankmitarbeiter unter der Ihnen bekannten Telefonnummer oder die Polizei unter der 110 an. Achtung: Nutzen Sie hierfür nicht die Wahlwiederholungstaste. Wählen Sie die ihnen bekannte Telefonnummer neu. - Lassen Sie sich nicht von angezeigten Rufnummern täuschen. Durch sogenanntes Call-ID-Spoofing können Betrüger beliebige Rufnummern - auch die Ihrer Bank - auf dem Telefondisplay anzeigen lassen.

Sollten Sie Opfer eines solchen Betrugs geworden sein oder einen entsprechenden Anruf erhalten haben, wenden Sie sich umgehend an Ihre Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Seien Sie wachsam - im Zweifel: A U F L E G E N !

(Marc Leipold)

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