Kriminalität, Polizei

Offenburg - Kooperation zwischen dem Polizeipräsidium Offenburg und den französischen Partnern der Gendarmerie Nationale und der Police Nationale - Im Fokus: Dunkle Jahreszeit ist Einbruchssaison

12.11.2025 - 14:40:34

Offenburg - Am 22. Oktober 2025 trafen sich die Leiter des Polizeipräsidiums Offenburg, der Gendarmerie Nationale (GGD 67) und der Police Nationale (DIPN 67) zu ihrem sechsten operativen Meeting, um die aktuellen Sicherheitsfragen zu erörtern und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.

Das Treffen, zu dem von französischer Seite der Leiter der Police Nationale Contrôleur Général Hayet und der Leiter der Gendarmerie Nationale Général Gwendal Durand kamen, fand dieses Mal auf Einladung des Polizeipräsidenten Jürgen Rieger im Polizeipräsidium Offenburg statt.

Neben den zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten, zum Beispiel der gemischten Streifen und gemeinsamen Kontrollen auf beiden Rheinseiten, wurden auch aktuelle, jeweilige Kriminalitätslagen thematisiert. Obwohl die Kriminalitätszahlen derzeit noch rückläufig sind, bleibt die Zahl der Einbruchsdiebstähle, insbesondere der Tageswohnungseinbrüche - auch wenn die Zahlen derzeit besser sind wie in den vergangenen Jahren - dennoch zu hoch.

Auch die französischen Partner berichteten von ähnlichen Entwicklungen, da deren Fallzahlen bei Tageswohnungseinbrüchen seit Herbst ebenfalls wieder ansteigen.

Einvernehmlich vereinbarten die Polizeichefs eine noch engere grenzüberschreitenden Bekämpfung von Tageswohnungseinbrüchen. Der Entschluss zu einem gemeinsamen und standardisierten Lageautausch zur Bekämpfung von Einbrüchen und Tageswohnungseinbrüchen wurde in die Tat umgesetzt. In enger Zusammenarbeit sollen dabei deutsche und französische Ermittlungsbeamte wöchentliche Treffen abhalten, um sich zu aktuellen Lageentwicklungen, Erkenntnissen, ermittlungstaktischem Vorgehen samt möglicher operativer Maßnahmen auszutauschen. Erste Treffen werden hierzu schon geplant. Dies ist ein weiterer Baustein innerhalb der engen deutsch-französische Polizeikooperation.

In der ersten Novemberwoche kamen im gesamten Präsidiumsbereich bereits 12 Wohnungseinbrüche zur Anzeige. Schon vor Beginn der Einbruchssaison zur dunklen Jahreszeit hat das Polizeipräsidium bereits seine Maßnahmen zur Eindämmung von Einbruchsdelikten gestartet. Gemeinsam mit benachbarten Bundesländern werden zu dieser Zeit vermehrt abgestimmte Fahndungsmaßnahmen zu diesem Deliktsfeld betrieben. Im Rahmen dieser Fahndungen kam es, unterstützt durch Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz, auch bereits zu Kontrollaktionen in Baden-Baden. Neben einer Kontrollstelle in der Fremersbergstraße, um an- beziehungsweise abreisende Täterschaften zu identifizieren, wurden auch intensiv Wohngebiete bestreift. Vergangene Woche waren Kräfte der Bereitschaftspolizei mit einem Schwerpunkt in Achern eingesetzt. Sämtliche Polizeireviere sind darüber hinaus mit ihren Streifen in Wohngebieten präsent. Neben den Einsatzmaßnahmen vor Ort und zum Teil verdeckten Maßnahmen in Brennpunktbereichen, wurden auch kriminalpolizeiliche Maßnahmen an die Einbruchssaison angepasst. Beispielhaft hierfür ist die priorisierte Bearbeitung und Auswertung von Einbruchsspuren, um Täter und Tatzusammenhänge schneller festzustellen und Ermittlungen zu begünstigen.

Informationen, wie sich Bürgerinnen und Bürger vor Einbrüchen schützen können, finden sich auf der Beratungsseite der Polizei: www.k-einbruch.de

Polizeipräsident Rieger erklärte: "Das Ziel des gemeinsamen Projektes ist es, den Tätergruppen ein klares Zeichen zu setzen, dass wir grenzüberschreitend zusammenarbeiten, um die Einbruchskriminalität gemeinsam zu bekämpfen. Es geht darum, die tatsächliche Sicherheit und das Sicherheitsgefühl unserer Bürgerinnen und Bürger zu stärken und grenzüberschreitend noch enger zusammenzuarbeiten."

Auch die bevorstehenden Einsätze anlässlich des Weihnachtsmarktes in Straßburg sowie zu Silvester wurden thematisiert. Die gegenseitige Unterstützung bei der Sicherung von Veranstaltungen dieser Größe sind von enormer Bedeutung, um Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Auch in diesem Jahr werden daher wieder Angehörige des Polizeipräsidiums Offenburg im Elsass mit ihren französischen Kollegen auf Streife sein. Zum fünften Mal wird diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit der gemeinsamen Weihnachtsmarktstreifen nun fortgesetzt und die Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange.

"Das sechste operative Meeting zwischen dem Polizeipräsidium Offenburg und unseren französischen Sicherheitspartnern setzte wichtige Akzente für eine noch engere Zusammenarbeit im Bereich der grenzüberschreitenden Kriminalitätsbekämpfung." so der Offenburger Polizeipräsident Jürgen Rieger zur gemeinsamen Verantwortung für die Sicherheit über die Grenze hinweg. "Besonders im Hinblick auf die Bekämpfung von Einbrüchen wird der Austausch zwischen unseren Behörden intensiviert, um den Tätergruppen wirksam entgegenzuwirken" so der Polizeipräsident weiter.

/rs

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Offenburg
Telefon: 0781 - 211211
E-Mail: offenburg.pp.sts.oe@polizei.bwl.de
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