Kriminalität, Polizei

NeBeDeAgPol: Grenzüberschreitender Kontrolleinsatz deckt zahlreiche Verstöße auf

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 15:00 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS

Aachen/Düren/Euskirchen/Heinsberg/Euregio Maas Rhein - Am vergangenen Freitag (9. Oktober 2026) fand im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Niederländisch-Belgisch-Deutschen Arbeitsgemeinschaft der Polizei (NeBeDeAgPol) ein gemeinsamer Kontrolleinsatz in der StädteRegion Aachen sowie in den Kreisen Heinsberg, Euskirchen und Düren statt. Im Mittelpunkt standen die Erhöhung der Verkehrssicherheit, die Kontrolle des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs sowie die Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität.

POL-AC: NeBeDeAgPol: Grenzüberschreitender Kontrolleinsatz deckt zahlreiche Verstöße auf - Bild: presseportal.de
POL-AC: NeBeDeAgPol: Grenzüberschreitender Kontrolleinsatz deckt zahlreiche Verstöße auf - Bild: presseportal.de

Neben dem Polizeipräsidium Aachen, dem Polizeipräsidium Köln, dem Polizeipräsidium Trier und den zuständigen Kreispolizeibehörden waren unter anderem auch das Hauptzollamt Aachen und die Bundespolizei in den Einsatz involviert. Auf niederländischer Seite waren Beamtinnen und Beamte der Politie Limburg und der Koninklijke Marechaussee im Einsatz. In Belgien wurden die Kontrollen durch Polizeikräfte der Polizeizonen Weser-Göhl und Eifel und der Föderalen Polizei Eupen durchgeführt. Unterstützt wurden diese Kräfte auch von der Autobahnpolizei Lüttich und vom Zollamt Eupen.

Ziel der Kontrollen war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und insbesondere Hauptunfallursachen wirksam zu bekämpfen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Überprüfung der Fahrtüchtigkeit von Fahrzeugführenden, insbesondere im Hinblick auf Fahrten unter dem Einfluss von Alkohol und Betäubungsmitteln. Darüber hinaus standen die Einhaltung der Vorschriften im gewerblichen Personen- und Güterverkehr sowie die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität im Fokus des Einsatzes.

Im örtlichen Zuständigkeitsbereich der Polizei Aachen fanden Kontrollen an den Grenzübergängen an der Eupener und der Lütticher Straße statt.

Insgesamt wurden 1.075 Fahrzeuge und 2.326 Personen kontrolliert. Dabei wurden 25 Fahrzeugführende unter Alkohol- oder Drogeneinfluss festgestellt. In 21 Fällen wurden Blutproben entnommen. Fünf Personen waren ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs. Zudem wurden 270 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Die höchste gemessene Geschwindigkeit lag bei 159 km/h bei erlaubten 100 km/h. Darüber hinaus registrierten die Einsatzkräfte 173 weitere Ordnungswidrigkeiten.

Neben den Verkehrsverstößen wurden elf Verstöße im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln und sechs ausländerrechtliche Verstöße festgestellt. Darüber hinaus fertigten die Einsatzkräfte acht Strafanzeigen wegen Urkundenfälschung. Zudem wurden zwei Haftbefehle vollstreckt.

Bei weiteren Maßnahmen stellten die Einsatzkräfte Waffen und Betäubungsmittel sicher. Darunter befanden sich zwei Messer und eine Softair-Pistole.

Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch die europäische Arbeitsbehörde "European Labour Authority" (ELA). Die ELA kontrolliert grenzüberschreitend die Einhaltung von Arbeits- und Sozialrechten von LKW- und Busfahrern. Dabei wurden unter anderem die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sowie die Vorschriften zur Ladungssicherung kontrolliert. Insgesamt wurden 20 Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten sowie elf Verstöße bezüglich der Ladungssicherung festgestellt.

Die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten dient insbesondere dazu, Lkw- und Busfahrende vor Übermüdung zu schützen und damit das Unfallrisiko zu verringern. Ausreichende Ruhezeiten sind ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit und schützen zugleich alle Verkehrsteilnehmenden.

Die Planung und Durchführung gemeinsamer Einsätze gehört zu den Kernaufgaben der NeBeDeAgPol. Der Kontrolleinsatz ist ein Beispiel für diese Zusammenarbeit. Auch künftig sind weitere gemeinsame Schwerpunktkontrollen vorgesehen, um die Sicherheit in der Euregio Maas-Rhein nachhaltig zu stärken.(KPB Euskirchen)

Die Fotos können im Rahmen der Berichterstattung rechtefrei genutzt werden.

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