Kriminalität, Polizei

Mord verjährt nicht. Der Niederrhein erinnert sich. | Raubmord an Sonja K. im Lidl: Neue DNA-Spuren gesichert

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 08:59 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS

Mönchengladbach - Bei den Ermittlungen im Fall der getöteten Lidl-Filialleiterin Sonja K. (24) ist die Polizei Mönchengladbach einen großen Schritt vorangekommen: Die Ermittelnden haben neue DNA-Spuren sichern und auswerten können.

POL-MG: Mord verjährt nicht. Der Niederrhein erinnert sich. | Raubmord an Sonja K. im Lidl: Neue DNA-Spuren gesichert - Bild: presseportal.de
POL-MG: Mord verjährt nicht. Der Niederrhein erinnert sich. | Raubmord an Sonja K. im Lidl: Neue DNA-Spuren gesichert - Bild: presseportal.de

Am Mittwochmorgen, 25. Januar 1995, hatten unbekannte Täter die junge Frau in dem Supermarkt an der Hochstraße 33-35 in St. Tönis erdrosselt und den Tresor ausgeraubt. Zur ursprünglichen Pressemeldung: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/30127/6355622

Mit modernen Methoden, die vor 30 Jahren noch nicht zur Verfügung standen, ist es nun gelungen, DNA-Spuren zu sichern, die die Ermittlelnden zu dem oder mehreren Tätern führen könnten.

Die Polizei hat eine Vielzahl von DNA-Vergleichsproben genommen. Rettungskräfte, Polizeivollzugsbeamte sowie Personen aus dem persönlichen und dem beruflichen Umfeld von Sonja K. haben eine Speichelprobe abgegeben. Darunter auch Angestellte von Fremdfirmen wie beispielsweise Lieferanten, Ladendetektive oder Reinigungskräfte.

Einen Teil der DNA-Spuren konnten die Ermittlelnden bereits zuordnen und die dazugehörigen Personen als Täter ausschließen. Noch wurden nicht alle Proben abgeglichen. Die Auswertung läuft weiter - bis die Polizei den oder die Mörder gefunden hat.

"Wir möchten den Fall lösen und den Angehörigen Gewissheit geben, wer Sonja K. getötet hat", sagt Kriminalhauptkommissarin Stefanie Kohnen aus der Ermittlungsgruppe Cold Case der Polizei Mönchengladbach.

Sonja K. hatte Zukunftspläne. Sie wollte im Sommer 1995 ihren Lebensgefährten heiraten und mit ihm eine Familie gründen. Doch Sonja K. wurde nur 24 Jahre alt.

Sie wurde bereits als junge Frau zur Filialleiterin befördert und von den Mitarbeitern des Lidl-Marktes als engagierte und geschätzte Chefin beschrieben. Angehörige, Freunde und Kollegen beschrieben sie als fleißig, zuverlässig, ehrlich und freundlich.

Sonjas Eltern sind mittlerweile verstorben, ohne zu wissen, wer ihre Tochter getötet hat. Laut Aussage der beiden Brüder von Sonja K. hat die Mutter den Verlust bis zu ihrem eigenen Tod im Jahr 2009 nie überwinden können und ihre Tochter jeden Tag schmerzlich vermisst.

Die beiden Brüder des Opfers hoffen, dass der Fall geklärt werden kann und die Mörder ihrer Schwester endlich gefunden werden, damit wenigsten sie Gewissheit erhalten.

Sie fragen: Wer hat unsere kleine Schwester getötet?

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02161-290 sowie per E-Mail an mk.lidl.Moenchengladbach@polizei.nrw.de entgegen.

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat und zur Ermittlung des Täters führen, wird eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt. Über die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtsweges entschieden. Die Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für solche Personen bestimmt, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört.

Über die Kampagne

Dieser Cold Case ist Teil der Öffentlichkeitskampagne "Mord verjährt nicht. Der Niederrhein erinnert sich." Die Polizei Mönchengladbach hat die Ermittlungen zu ungeklärten Tötungsdelikten aus den vergangenen Jahrzehnten in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen und der zuständigen Staatsanwaltschaft Krefeld wieder aufgenommen. Unterstützt wird die Kampagne außerdem von den Polizeibehörden in Krefeld und im Kreis Viersen.

Die Ermittlungsgruppe Cold Case der Polizei Mönchengladbach sucht stetig nach neuen Chancen, um lange zurückliegende Kapitalverbrechen zu klären, Tatverdächtige zu identifizieren und den Hinterbliebenen Gewissheit zu verschaffen. Wir stellen mit dieser Kampagne ausgewählte Fälle vor. Die Internetseite zur Öffentlichkeitskampagne: https://moenchengladbach.polizei.nrw/mord-verjaehrt-nicht-der-niederrhein-erinnert-sich (km)

Rückfragen von Journalisten bitte an:

Polizei Mönchengladbach
Pressestelle

Telefon: 02161-2910222
E-Mail: pressestelle.moenchengladbach@polizei.nrw.de
https://moenchengladbach.polizei.nrw

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