FW Mainz: Wenn der Notruf ausfällt: Landeshauptstadt Mainz richtet Notfallmeldestellen ein
30.03.2026 - 16:41:35 | presseportal.de
Die Standorte wurden bewusst so gewählt, dass sie für die Bevölkerung leicht auffindbar sind, darunter Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehren, Rettungswachen, Polizeidienststellen sowie vereinzelt bekannte öffentliche Orte, wie Supermärkte oder Apotheken. Die Notfallmeldestellen sind entsprechend gekennzeichnet und ausgestattet. Sie dienen dazu, Notfallmeldungen aufzunehmen und über Funk an die Leitstellen weiterzuleiten, falls Telefon- und Mobilfunknetze ausfallen. "Mit den Notfallmeldestellen schaffen wir für die Mainzer und Mainzerinnen eine verlässliche Struktur in außergewöhnlichen Lagen. Unser Ziel ist es, die Erreichbarkeit von Hilfe auch unter schwierigen Bedingungen sicherzustellen", erklärt Oberbürgermeister Nino Haase.
Wichtig ist dabei die klare Abgrenzung der Funktion: Die Notfallmeldestellen dienen ausschließlich der Aufnahme und Weiterleitung von Notrufen.
"Die Notfallmeldestellen sind keine Versorgungsstellen. Sie dienen nicht dazu, die Bevölkerung beispielsweise mit Strom oder anderen Ressourcen zu versorgen, sondern ausschließlich der Sicherstellung der Notrufabgabe", betont Stefan Behrendt, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur.
Die Eigenvorsorge spielt in solchen Lagen eine wichtige Rolle. "Haushalte, die sich im Notfall für mindestens 72 Stunden selbst versorgen können, sind eine große Entlastung für alle Beteiligten", betont Behrendt. "So können sich Einsatzkräfte gezielt um Menschen kümmern, die auf unmittelbare Hilfe angewiesen sind, und gleichzeitig wichtige Infrastrukturen schneller wiederherstellen."
Zur grundlegenden Vorsorge zählen unter anderem ausreichend Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, notwendige Medikamente sowie ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio, das im Idealfall auch als Ladegerät für das Mobiltelefon genutzt werden kann. Weiterführende Informationen stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bereit: https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/ratgeber-checkliste_node.html
Die Umsetzung der Notfallmeldestellen erfolgt in enger Zusammenarbeit verschiedener Organisationen, darunter Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei und weitere Behörden. Die Ausstattung umfasst unter anderem Funkgeräte, Ersatzakkus sowie standardisierte Meldeformulare.
Mit dem Konzept reagiert die Stadt Mainz auf mögliche Szenarien wie großflächige Stromausfälle oder Störungen der Kommunikationsnetze und stärkt gezielt ihre Krisenresilienz.
Die Notfallmeldestellen werden im Bedarfsfall entsprechend gekennzeichnet und ausgestattet.
Ziel des Konzepts ist es, auch unter außergewöhnlichen Bedingungen eine schnelle und strukturierte Notfallkommunikation sicherzustellen.
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