Kriminalität, Polizei

Weniger Tote, mehr Drogenverstöße und E-Scooter-Unfälle: Polizei hat die Unfallstatistik 2025 vorgestellt

12.03.2026 - 12:18:38 | presseportal.de

Märkischer Kreis - Die Polizei hat gestern Mittag die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2025 vorgestellt. Die Gesamtzahl der Unfälle stagniert. Es gab weniger Tote, weniger Schwer-, dafür etwas mehr Leichtverletzte. Die vermehrte Nutzung von E-Scootern und Missachtung der hier geltenden Regeln und der Konsum von Drogen im Straßenverkehr bereiten der Polizei Kopfzerbrechen.

POL-MK: Weniger Tote, mehr Drogenverstöße und E-Scooter-Unfälle: Polizei hat die Unfallstatistik 2025 vorgestellt - Foto: presseportal.de
POL-MK: Weniger Tote, mehr Drogenverstöße und E-Scooter-Unfälle: Polizei hat die Unfallstatistik 2025 vorgestellt - Foto: presseportal.de

Landrat Ralf Schwarzkopf und Polizeioberrat Guido Bloch hatten nach Lüdenscheid geladen, um die Zahlen bekannt zu geben. Die Gesamtzahl der Unfälle hat sich mit +26 kaum verändert (14.343). Sieben Menschen starben und damit weniger als noch im Jahr 2024 (11). 192 Menschen (-15%) wurden schwer und 945 (+6,4%) leicht verletzt. Zwar verunglückten weniger Kradfahrende auf den märkischen Straßen (98, davon drei Tote). Dafür kamen mehr Kinder auf ihren Wegen zur Schule zu Schaden (142 zu 128). Ein 10-jähriges Mädchen aus Ihmert starb. Bloch: "Weniger Tote sind zwar eine positive Entwicklung, aber jeder einzelne Mensch, der auf unseren Straßen ums Leben kommt, ist uns einer zuviel."

Bei den Hauptursachen für Unfälle mit schwerstem Ausgang sind vor allem Geschwindigkeitsverstöße und solche gegen Vorfahrt/Vorrang sowie Fehler beim Abbiegen von Relevanz und daher auch Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit. Doch es gibt weitere bedenkliche Entwicklungen.

Zwar gab es in Summe weniger Alkoholverstöße im Straßenverkehr. Dafür stieg die Zahl der Menschen, die wegen Drogenverstößen zu Blutproben mussten stark an. Aus 915 im Jahr 2024 wurden 1.367 im vergangenen Jahr. Die Polizei wird hier weiter konsequent gegen vorgehen.

Ein weiteres Feld, das in den kommenden Jahren die Aufmerksamkeit der Polizei Bedarf, zeigt sich bei sog. "E-Scootern". Seit 2020 ist die Zahl der Unfälle unter ihrer Beteiligung kontinuierlich gestiegen. Aus sechs Verunglückten in 2020 wurden im zurückliegenden Jahr 49. Für die Nutzung von E-Scooter gelten klare Regeln, wie die Versicherungspflicht und die Erlaubnis zum Gebrauch erst ab 14 Jahren. Da die Regeln nach polizeilicher Beobachtung häufig ignoriert werden, zeichnet sich hier ein weiterer Themenschwerpunkt ab.

Auch die Nachwehen der Sperrung der Rahmedetalbrücke sind noch nicht vom Tisch. Guido Bloch hierzu: "Der Druck auf den Straßen wird uns trotz intakter Brücke erhalten bleiben. Schon kommendes Jahr werden nach uns vorliegenden Informationen viele wichtige Streckenabschnitte im Kreis gesperrt werden müssen. Es steht zu befürchten, dass die von Baustellen geplagten Verkehrsteilnehmer sich verbotene Schleichwege suchen oder die verlorene Zeit durch Geschwindigkeit wieder reinzuholen versuchen. Das müssen wir im Blick behalten."

Die vollständigen Zahlen, inklusive der lokalen Besonderheiten, sind auf der Internetseite der Polizei MK abrufbar: https://maerkischer-kreis.polizei.nrw/artikel/unfallentwicklung-im-maerkischen-kreis (dill)

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