Kriminalität, Polizei

251106.3 Kiel: Dienstag 11.November 2025 Bombenentschärfung Schleuseninsel Holtenau

06.11.2025 - 13:31:46 | presseportal.de

Kiel - Dienstag entschärft der Kampfmittelräumdienst in Kiel-Wik auf der Schleuseninsel eine Fliegerbombe. 665 Personen aus 375 Haushalten müssen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Insgesamt liegen 179 Adressen (inkl. Wirtschaftsgebäude und sonstigen Gebäude) in dem Evakuierungsgebiet.

POL-KI: 251106.3 Kiel: Dienstag 11.November 2025 Bombenentschärfung Schleuseninsel Holtenau - Foto: presseportal.de

Bei geplanten Sondierungsarbeiten stießen die Mitarbeiter einer Kampfmittelbergungsfirma auf eine amerikanische 250 kg schwere Bombe und zogen die Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes hinzu.

Bei der zu entschärfenden Bombe handelt es sich um einen sogenannten "Zerscheller", bei dem der Körper beschädigt ist. Das noch vorhandene vordere Teil des Bombenkörpers verfügt über einen Aufschlagzünder. Die Bombe muss vor Ort durch die Kampfmittelentschärfer unschädlich gemacht werden. Sie befindet sich aktuell in ca. 2-2,5 Meter Tiefe und liegt in einer Baugrube.

In einem gemeinsamen Gespräch legten Vertreterinnen und Vertreter des Kampfmittelräumdienstes, der Polizei, der Stadt Kiel und weiteren beteiligten Stellen fest, dass die Bombe am Dienstagvormittag entschärft wird. Bis 10:00 Uhr müssen alle Anwohnerinnen und Anwohner im auf der Karte gekennzeichneten Bereich ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Zur gleichen Zeit richtet die Polizei die Straßensperrungen ein.

Auch die Schifffahrt ist von der Sperrung betroffen. Die Schleuse ist für die Zeit der Entschärfung nicht passierbar. Die Personenfähre Kiel-Holtenau über den Nord-Ostsee-Kanal darf jedoch den Betrieb aufrechterhalten.

Sobald sichergestellt ist, dass sich niemand mehr im Sperrbereich aufhält, beginnen die Experten des Kampfmittelräumdienstes mit der Entschärfung der Bombe. Angaben zur Dauer können nicht gemacht werden. Anwohnerinnen und Anwohner sollten sich jedoch auf eine mehrstündige Abwesenheit einstellen und an Nahrung, Getränke und benötigte Medikamente denken.

Für diejenigen, die während der Entschärfung nicht anderweitig unterkommen können, stehen Räumlichkeiten ab 8 Uhr in der Kastanienallee 18 in 24159 Kiel-Holtenau zur Verfügung.

Anwohnerinnen und Anwohner, die Hilfe beim Verlassen ihrer Wohnungen benötigen, werden gebeten, sich frühzeitig unter 0431 / 5905 555 beim Servicetelefon der Kieler Berufsfeuerwehr zu melden. Die Nummer ist Montag im Zeitraum 8 Uhr bis 16 Uhr sowie Dienstag ab 8 Uhr erreichbar.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Kiel verteilen ab morgen mehrsprachige Handzettel an alle betroffenen Haushalte. Darüber hinaus wird die Bevölkerung über Warn-Apps informiert. Da erfahrungsgemäß nicht alle Betroffenen durch Medien und Handzettel erreicht werden, bitten wir darum, sich gegenseitig zu informieren. Insbesondere soll an die Menschen gedacht werden, die kein Deutsch sprechen. Weitere Informationen zur Entschärfung stellt die Stadt Kiel auf ihrer Homepage www.kiel.de/entschaerfung zur Verfügung.

Etwaige Fahrplanänderungen des ÖPNV teilt das betroffene Unternehmen auf ihrem Online-Auftritt (www.kvg-kiel.de) mit.

Die Polizei wird am Evakuierungstag in den Sozialen Medien über den Fortlauf des Einsatzes informieren. Die Facebook-Seite der Polizei Kiel und Plön ist unter http://t1p.de/pdkielfacebook abrufbar, der Twitter-Account lautet @SH_Polizei.

Ein Presseteam der Polizeidirektion Kiel ist am Einsatztag unter der Rufnummer 0431-160-2010 erreichbar und befindet sich ab 8:30 Uhr an der Ersatzunterkunft. Pressevertreterinnen und -vertreter haben nach der Entschärfung die Möglichkeit, am Entschärfungsort O-Töne der Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes zu erhalten.

Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel

Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Kiel

Pressestelle
Gartenstraße 7
24103 Kiel

Tel. +49 (0) 431 160 2010
E-Mail pressestelle.kiel.pd@polizei.landsh.de

Original-Content von: Polizeidirektion Kiel übermittelt durch news aktuell

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