Kriminalität, Polizei

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen - Polizeipräsidium Rheinpfalz beteiligt sich zum sechsten Mal an der Aktion Orange the World

21.11.2025 - 13:44:03 | presseportal.de

Ludwigshafen - Der 25. November, der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, erinnert jährlich an die weltweite Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen. Gewalt kann viele Formen annehmen - von Beleidigungen und Einschüchterungen bis hin zu körperlichen und sexuellen Übergriffen. Oft schweigen Betroffene aus Scham oder Angst.

POL-PPRP: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen - Polizeipräsidium Rheinpfalz beteiligt sich zum sechsten Mal an der Aktion Orange the World - Foto: presseportal.de
POL-PPRP: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen - Polizeipräsidium Rheinpfalz beteiligt sich zum sechsten Mal an der Aktion "Orange the World" - Foto: presseportal.de

Vom 25.11.2025 bis 10.12.2025 (Tag der Menschenrechte) beteiligt sich das Polizeipräsidium Rheinpfalz bereits zum sechsten Mal an der UN-Kampagne "Orange the World". In diesem Zeitraum wird das Polizeipräsidium mit orangefarbenen Lichtakzenten illuminiert - ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Ein Bild des beleuchteten Gebäudes aus den Vorjahren ist ab 25.11. auf unserer Internetseite unter https://s.rlp.de/86q zu finden.

In unserem Zuständigkeitsbereich, in der Vorder- und Südpfalz, wurden im Jahr 2024 insgesamt 2.449 Fälle partnerschaftlicher Gewalt registriert, rund 78% der Opfer waren Frauen. Betroffene sollen wissen: Sie sind nicht allein - die Polizei hilft und vermittelt Unterstützungsangebote.

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz nimmt im Bereich der Intervention bei partnerschaftlicher Gewalt eine Vorreiterrolle ein. Das 2014 gestartete Pilotprojekt Hochrisikomanagement feierte im vergangenen Jahr sein 10-jähriges Jubiläum und hat landesweit neue Standards zum Schutz besonders gefährdeter Opfer gesetzt.

In allen Polizeiinspektionen- und wachen gibt es speziell beschulte Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter für partnerschaftliche Gewalt, die mit der Bearbeitung dieser Delikte beauftragt sind und als feste Ansprechperson für Betroffene und externe Stellen fungieren. Es besteht ein bewährtes Netzwerk zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft, Justiz, Unterstützungseinrichtungen sowie u. a. den Interventions- und Fachberatungsstellen sowie weiteren präventiven Gremien und Kooperationspartnern. Bei Hochrisikofällen wird die Gefährdung wissenschaftlich bewertet, um Gewalt frühzeitig zu verhindern - im Jahr 2024 wurde dieses Verfahren in über 200 Fällen angewandt.

Die Polizei kann verschiedene Schutzmaßnahmen treffen, z. B. Wohnungsverweise oder Kontaktverbote für Täter. Der Opferschutz steht dabei im Mittelpunkt. Betroffene Frauen werden direkt vor Ort beraten und auf Wunsch an eine Interventionsstelle vermittelt.

Neben den Ansprechpersonen in den jeweiligen Polizeidienststellen berät auch die polizeiliche Opferberatung unter 0621 963-21160 Betroffene häuslicher Gewalt.

In akuten Fällen gilt: Wählen Sie den Notruf 110!

Ab dem 20. November wird in den rheinland-pfälzischen Kinos im Vorprogramm der Spot "Lost Lifetime" zum Thema "Gewalt gegen Frauen" ausgestrahlt. Der ehrenamtlich produzierte Film zeigt, dass es manchmal sehr lange dauern kann, sich aus einer gewaltvollen Beziehung zu befreien. "Mit meinem Film möchte ich zumindest einen kleinen Teil dazu beitragen, Betroffenen zu helfen und ihnen Mut zu machen", sagt Studentin Ayleen Vorberg von der Hochschule Wismar, Studiengang Kommunikationsdesign und Medien, die den Spot realisiert hat. Gefördert und unterstützt wurde der Film durch das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern. Für Rheinland-Pfalz wird der Film präsentiert durch Förderung und in Kooperation mit dem Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz. Er ist auch zu sehen auf dem YouTube-Kanal der Polizei Rheinland-Pfalz: https://youtu.be/9T8YwnxP5DA

Weitere Informationen zu Thema Gewalt gegen Frauen finden Sie hier:

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Rheinpfalz
Thorsten Mischler
Telefon: 0621 963-20022
E-Mail: pprheinpfalz.presse@polizei.rlp.de
https://s.rlp.de/86q

Original-Content von: Polizeipräsidium Rheinpfalz übermittelt durch news aktuell

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