Kriminalität, Polizei

Polizei Hagen stellt neues Projekt zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Polizei vor

04.03.2026 - 11:00:23 | presseportal.de

Hagen - Mit der Orientierung an aktuellen Kriminalitätsentwicklungen hat die Polizei Hagen ein Projekt zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Polizei ins Leben gerufen. Gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil sind Kinder und Jugendliche überproportional unter polizeilich registrierten Tatverdächtigen vertreten.

POL-HA: Polizei Hagen stellt neues Projekt zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Polizei vor - Foto: presseportal.de
POL-HA: Polizei Hagen stellt neues Projekt zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Polizei vor - Foto: presseportal.de

In Nordrhein-Westfalen machen Minderjährige rund 18 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Ihr Anteil an den polizeilich erfassten Tatverdächtigen liegt jedoch seit mehreren Jahren bei etwa 25 Prozent und damit erkennbar höher als ihr Bevölkerungsanteil. Auch in Hagen zeigt sich ein vergleichbares Bild. Dort betrug der Anteil minderjähriger Tatverdächtiger im Jahr 2024 rund 24 Prozent, im Jahr 2023 lag er bei 25 Prozent und erreichte damit den bisherigen Höchststand. Der "Tatort Schule" spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle.

Bereits seit vielen Jahren setzt sich die Polizei Hagen für eine enge Kooperation mit verschiedenen Schulformen ein. Dabei fließt die Expertise verschiedener polizeilicher Fachbereiche in die Maßnahmen an den Schulen ein. Mit der Intensivierung des Austauschs soll die Zusammenarbeit gestärkt werden. Es wird angestrebt, die objektive und subjektive Sicherheit an Schulen zu erhöhen. Außerdem soll mittels regelmäßiger Präsenz sowie des intensivierten Austauschs die Vertrauensbildung zwischen Polizei, Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften gestärkt werden.

Das neue Projekt berücksichtigt alle weiterführenden Schulformen in Hagen und ist zunächst auf fünf weiterführende Schulen begrenzt, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Dabei handelt es sich um die Ernst-Eversbusch-Schule (Hauptschule), die Realschule Hohenlimburg, die Liselotte-Funcke-Schule (Sekundarschule), die Fritz-Steinhoff-Gesamtschule sowie das Theodor-Heuss-Gymnasium. Die Maßnahmen starteten im Februar dieses Jahres und sind zunächst auf eineinhalb Jahre ausgelegt, um ein vollständiges Schuljahr abzubilden (2026/27). Das Projekt kann im Anschluss auch verlängert oder ausgeweitet werden.

Seitens der Polizei beteiligen sich verschiedene Dienststellen. Unter anderem führen die Beamtinnen und Beamten des Bezirksdienstes monatlich sogenannte Schulhofstreifen durch. Auch die polizeilichen Verkehrssicherheitsberaterinnen und -berater organisieren Aktionstage, um Gewalt im Straßenverkehr vorzubeugen und um für eine deeskalierende und rücksichtsvolle Fahrweise zu sensibilisieren. Zudem stehen die Jugendkontaktbeamtinnen und -beamten, die sogenannten "JuCops", Expertinnen und Experten aus dem Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz, des Staatsschutzes sowie der Kontaktbeamte für interkulturelle und -religiöse Angelegenheiten für einen engeren Austausch zur Verfügung. Die Polizei Hagen freut sich auf den intensiven Austausch. (rst)

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