Mittelhessen: MITTELHESSEN: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Gießen und des Polizeipräsidiums Mittelhessen - Cold Case: Vermisstenfall Azime Sisek - Wiederaufnahme der Ermittlungen
28.04.2026 - 11:00:25 | presseportal.de
Cold Case: "Vermisstenfall Azime Sisek" - Wiederaufnahme der Ermittlungen
Wetteraukreis: Die damals 23-jährige Azime Sisek verschwand im Jahr 1993 spurlos. Polizei und Staatsanwaltschaft haben nunmehr die Ermittlungen wieder aufgenommen und in Limeshain und Ortenberg zwei Grundstücke durchsucht.
Die am 10.10.1969 geborene Vermisste reiste Anfang August 1993 aus ihrer Heimat Türkei aufgrund eines Heiratsversprechens zu einem Landsmann nach Deutschland. Am 10.09.1993 sandte sie einen Brief an ihre Familie. Hierbei handelt es sich um das letzte Lebenszeichen von Azime Sisek.
Frau Sisek wurde im September 1995 von Angehörigen als vermisst gemeldet. Schon damals ergab sich mit Blick auf die Gesamtumstände - insbesondere angesichts einer Vielzahl sich widersprechender Angaben mehrerer befragter Personen - der Verdacht, dass die Vermisste Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist.
Trotz intensiver Ermittlungen konnte das Schicksal der Vermissten in der Folgezeit nicht aufgeklärt werden, sodass das Verfahren 1998 von der Staatsanwaltschaft Gießen eingestellt wurde.
Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen wegen des Verdachts des Mordes zwischenzeitlich wieder aufgenommen und einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss für zwei Wohnanschriften erwirkt, an denen sich Frau Sisek zuletzt mutmaßlich aufgehalten hat. Im Rahmen der in der 16. + 17. Kalenderwoche durchgeführten Durchsuchungen konnten der Leichnam leider nicht aufgefunden werden. Dennoch werden die Ermittlungen - insbesondere in Gestalt von Zeugenvernehmungen - unvermindert fortgeführt.
Es wird ausdrücklich betont, dass die Eigentümer bzw. Besitzer der betroffenen Liegenschaften nicht als Beschuldigte gelten.
Polizei und Staatsanwaltschaft fragen:
Eine Abbildung der Vermissten Azime Sisek ist dieser Presseerklärung beigefügt.
Für Hinweise, die in begründeten Fällen auch vertraulich behandelt werden können, hat die Polizei Friedberg eine Erreichbarkeit unter der Telefonnummer 06031/601-326 (08:00 bis 15:00 Uhr) oder im Internet unter der Mail-Adresse K10-WE.PPMH@polizei.hessen.de eingerichtet.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass zu den möglichen Tathintergründen und etwaigen tatverdächtigen Personen derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben gemacht werden können.
Bei sonstigen Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Staatsanwaltschaft Gießen, Herrn Oberstaatsanwalt Hauburger (Tel. 0641/934-3230 oder pressestelle@sta-giessen.justiz.hessen.de).
Thomas Hauburger, Oberstaatsanwalt und Pressesprecher
Tobias Schwarz, Kriminalhauptkommissar und Pressesprecher
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