HZA-GI: Rund 3.500 eingeleitete Strafverfahren und ein Gesamtschaden von rund 13 Millionen Euro festgestellt / Die Arbeit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Gießener Zolls in Zahlen
05.03.2026 - 08:15:47 | presseportal.de
Gießen - Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls zieht eine erfolgreiche Bilanz für das Jahr 2025. Die FKS führte umfassende Überprüfungen durch, bei denen bundesweit 25.765 Arbeitgeber und 298.255 Personen kontrolliert wurden. Dabei wurden Gesamtschäden von mehr als 675 Millionen Euro aufgedeckt. Auch die Zöllnerinnen und Zöllner der FKS des Hauptzollamtes Gießen sind im vergangenen Jahr entschlossen gegen Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Sozialleistungsbetrug in Nord-, Ost- und Mittelhessen vorgegangen und haben insgesamt 858 Arbeitgeber und 11.670 Personen überprüft. Dabei deckten sie Schäden für die Sozialversicherungs- und Steuerkassen von rund 13 Millionen Euro auf. Schwerpunktmäßig wurden dabei das Baugewerbe, Hotel- und Gaststättengewerbe, Spedition-, Transport- und Logistikgewerbe sowie Gebäudereinigungsgewerbe unter die Lupe genommen. Auch Nagelstudios sowie weitere von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung betroffene Branchen wurden verstärkt geprüft. Die Ergebnisse dieser Kontrollen sind bemerkenswert. Insgesamt leiteten die Ermittler 3.543 Strafverfahren und 2.094 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Allein 104 dieser Verfahren betrafen Verstöße gegen das Mindestlohngesetz. Die Zöllnerinnen und Zöllner führten dabei verdachtsunabhängige, hinweisbezogene oder risikoorientierte Prüfungen durch, stets nach dem Grundsatz "Qualität vor Quantität". Meist schlossen sich Geschäftsunterlagenprüfungen oder gar umfangreiche, langwierige und komplexe Ermittlungen an. Im Jahr 2025 verhängten die Gerichte aufgrund der Gießener Ermittlungserfolge Geldstrafen in Höhe von rund 830.000 Euro und Freiheitsstrafen von insgesamt 260 Monaten. Zudem wurden Geldbußen und Verwarngelder in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro ausgesprochen. Ein besonderer Schwerpunkt lag im Jahr 2025 in der Bekämpfung der organisierten Formen von Schwarzarbeit. "Ziel ist es, die oftmals komplexen Begehungsweisen und Täterstrukturen zu erkennen und zu zerschlagen, da diese regelmäßig hohe Sozialversicherungs- und Steuerschäden verursachen und gesetzestreue Mitbewerber durch unlautere Wettbewerbsvorteile verdrängen", erklärt die Leiterin des Hauptzollamtes Uta Ruge. Die Zusammenarbeit mit der Polizei, der Steuerfahndung sowie weiteren Behörden ist dabei von großer Bedeutung, um konsequent gegen die Drahtzieher vorzugehen. "Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung haben viele Facetten", betont die Leiterin weiter. "Mit unseren Kontrollen und intensiver Ermittlungsarbeit gegen Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Sozialleistungsbetrug leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Fairness in der heimischen Wirtschaft und erhöhen den Verfolgungsdruck", fügt sie hinzu.
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