Kriminalität, Polizei

Schnelle Festnahme im Kontext Falsche Polizeibeamte: Vorwurf des Betruges gegen 21-Jährigen

30.12.2025 - 16:18:45

Gelnhausen / Gründau - (lei) Polizeibeamte haben am Montagnachmittag einen 21-Jährigen vorläufig festgenommen, gegen den nun Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs eingeleitet wurden. Dem jungen Mann werden zwei Fälle zur Last gelegt, an denen er zumindest beteiligt gewesen sein soll.

Zunächst hatte ein hochbetagter Mann aus Gelnhausen gegen 13 Uhr einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten erhalten. Der Unbekannte täuschte dem Senior vor, dass ein Mitarbeiter der Bank, bei der er Kunde sei, mit Falschgeld handele und überführt werden müsse. Dazu benötige man jedoch die Hilfe des Rentners, so der Vorwand. Der Angerufene holte daraufhin auf Anweisung Geld bei seiner Bank ab, das auf Echtheit überprüft werden sollte. Zu Hause überreichte der Senior eine hohe vierstellige Summe an einen zunächst unbekannten Mann, der daraufhin verschwand. In diesem Zusammenhang wurde ein roter BMW mit HF-Kennzeichen (Kreis Herford, NRW) auffällig.

Wenig später kam es zu einer weiteren Tat in Gründau. Dort klingelte das Telefon bei einem Rentner, auch ihm wurde diese Masche erzählt. Er wurde jedoch misstrauisch und informierte die richtige Polizei. Diese stellte dann den roten BMW an der Wohnanschrift fest; offenbar sollte dort ebenfalls Geld abgeholt werden. Dazu kam es jedoch nicht. Der 21-Jährige, der sich in diesem Zusammenhang auffällig verhielt, wurde daraufhin von Beamten festgenommen. In dem BMW fanden die Polizisten eine Bargeldsumme, die in etwa dem Betrag aus der vorherigen Tat in Gelnhausen entsprach.

In einer ersten Befragung gab der Tatverdächtige an, dass es sich tatsächlich um das Geld aus Gelnhausen handele. Da der 21-Jährige unter Alkohol- und vermutlich auch Drogeneinfluss stand, musste er für weitere Maßnahmen mit auf die Wache. Dort erfolgten unter anderem eine Blutentnahme und eine erkennungsdienstliche Behandlung. Neben dem aufgefundenen Bargeld wurde auch der BMW sichergestellt und eine Wohnungsdurchsuchung bei dem aus Nordrhein-Westfalen stammenden Beschuldigten durchgeführt, ehe er wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.

Die Kriminalpolizei, die übrigens noch Zeugen sucht (Telefonkontakt: 06051 827-0), rät aus diesem Anlass einmal mehr:

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