FW-PI: Wohnhausbrand in Quickborn - Über 100 Einsatzkräfte mehrere Stunden im Einsatz
24.06.2026 - 08:20:04 | presseportal.de
Quickborn - Gegen 21:00 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Quickborn zu einem gemeldeten Feuer in die Hasloher Twiete alarmiert. Aufgrund zahlreicher Notrufe bereits in der frühen Einsatzphase erhöhte die Kooperative Regionalleitstelle West in Elmshorn das Alarmstichwort auf "Feuer, zwei Löschzüge".
Bereits auf der Anfahrt war für die Einsatzkräfte eine weithin sichtbare Rauchwolke über dem Stadtgebiet von Quickborn erkennbar. In der frühen Anfangsphase der Brandbekämpfung veranlasste Zugführer Björn Fehrs aufgrund der vorgefundenen Lage die Erhöhung des Alarmstichwortes auf "Feuer, drei Löschzüge". Zur Unterstützung wurde daraufhin die Freiwillige Feuerwehr Hasloh nachalarmiert. Bereits während der Notrufphase meldeten zahlreiche Anrufer immer wieder Explosionen aus dem betroffenen Gebäude. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Einfamilienhaus in Holzbauweise bereits in Vollbrand. Umgehend wurde die Brandbekämpfung eingeleitet, um eine Ausbreitung des Feuers auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Durch den gezielten Einsatz mehrerer handgeführter Strahlrohre konnte das Feuer zügig unter Kontrolle gebracht und eine Brandausbreitung erfolgreich verhindert werden. Im Verlauf der Löscharbeiten wurde ein Gastank mit einem Fassungsvermögen von 1.000 Litern festgestellt. Aufgrund der besonderen Gefahrenlage mussten umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet werden. Der Gastank wurde kontinuierlich gekühlt, bis das Gas über das Sicherheitsventil vollständig kontrolliert abgeblasen war.
Zusätzlich wurden durch die Einsatzkräfte mehrere Gasflaschen sowie Benzinkanister aus dem Brandobjekt geborgen und aus dem Gefahrenbereich gebracht. Anschließend wurden diese Behälter kontrolliert gekühlt, um eine weitere Gefährdung der Einsatzkräfte sowie der Umgebung auszuschließen.
Durch die hohe thermische Belastung wurden die eingesetzten Atemschutzgeräteträger regelmäßig ausgetauscht. Um ausreichend Personal unter Atemschutz bereitstellen zu können, wurden weitere Kräfte nachalarmiert. Aufgrund der aufwendigen Wasserversorgung wurde zudem die Feuerwehrbereitschaft des Kreises Pinneberg alarmiert. Diese unterstützte die Einsatzkräfte bei der Sicherstellung der Löschwasserversorgung sowie mit zusätzlichem Personal und Material. Neben den Feuerwehren Hasloh, Bilsen und Tangstedt kamen auch Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks Ortsverband Barmstedt sowie des Kreisfeuerwehrverbandes Pinneberg zum Einsatz. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über die Warn-App NINA informiert. Die Anwohnerinnen und Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.
Der stellvertretende Kreisbrandmeister Christian Grundorf verschaffte sich vor Ort ein Bild der Lage.
Um sämtliche Glutnester erreichen und ablöschen zu können, musste das Gebäude im weiteren Einsatzverlauf mithilfe eines Baggers kontrolliert eingerissen werden. Durch das schrittweise Öffnen der Gebäudestruktur konnten versteckte Brandstellen freigelegt und gezielt abgelöscht werden. Gegen 02:00 Uhr konnten die letzten Maßnahmen abgeschlossen und die Einsatzstelle an die Polizei zur Brandursachenermittlung übergeben werden.
Zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen hierzu werden von der Polizei geführt.
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