FW Lehrte: Regionsfeuerwehrbereitschaft des Brandschutzabschnitts 4 trainiert mit Kräften aus Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze die Wasserversorgung bei Vegetationsbränden
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 21:29 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Die Regionsfeuerwehrbereitschaften setzen sich aus Einheiten der Ortsfeuerwehren der 20 Städte und Gemeinden der Region Hannover zusammen und sind den jeweiligen Brandschutzabschnitten zugeordnet. Sie können unter anderem bei Katastrophen, Großschadenslagen und zur überörtlichen Hilfe eingesetzt werden, wenn die örtlichen Einsatzkräfte eine Lage nicht mehr allein bewältigen können. Die Regionsfeuerwehrbereitschaft des Brandschutzabschnitts 4 besteht aus einer Führungsgruppe und fünf Zügen mit Einsatzkräften und Fahrzeugen aus den Stadt- und Gemeindegebieten Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze.
Einsatzbefehl "Schnelle Flackwörde"! Für die Übung hatte Abschnittsbrandinspektor Tim Herrmann die Bereitschaft zu einem angenommenen Vegetations- und Waldbrand in den benachbarten Landkreis Celle beordert. Der für die Übung gewählte Name "Flackwörde" geht auf einen historisch überlieferten Flurnamen im Bereich Hänigsen/Wathlingen zurück, in dem die Übung stattfand. Bis 17 Uhr mussten sich die einzelnen Züge einsatzbereit an der Feuerwache in Hänigsen einfinden. Dort erhielten die Führungskräfte und Zugführer eine Einweisung in die angenommene Lage sowie ihre jeweiligen Einsatzaufträge. Parallel dazu stellte die Führungsgruppe am Feuerwehrgerätehaus in Wathlingen mit dem Einsatzleitwagen 2 die Führungsbereitschaft her und besetzte den dort eingerichteten Stabsraum. Von hier aus wurden die eingesetzten Einheiten koordiniert und die Übungslage geführt. Das Übungsziel bestand nicht allein darin, die eigentliche Brandbekämpfung bei Vegetations- und Waldbränden zu trainieren. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie auch in Gebieten ohne unmittelbar verfügbare Löschwasserversorgung über einen längeren Zeitraum ausreichend Wasser an die Einsatzstelle gebracht werden kann. Dafür waren zwei voneinander unabhängige Übungsszenarien vorbereitet worden. Beim ersten Szenario kamen Einheiten der Bereitschaft im Bereich der Fuhse zum Einsatz. An der Fuhsebrücke richteten die Einsatzkräfte zunächst eine Wasserentnahmestelle ein. Von dort musste das benötigte Löschwasser über zwei Schlauchleitungen und einer Strecke von rund 1.600 Metern entlang des Triftweges bis zu einem Waldstück im Bereich der Straße Schwarzer Weg gefördert werden. Am Ende der Förderstrecke hatten die Einsatzkräfte zwischenzeitlich einen Wasserübergabepunkt mit einem Ausgleichsbehälter eingerichtet und von dort aus die angenommene Brandbekämpfung aufgebaut. Dass bei solchen Einsatzlagen neben einer guten Planung auch Improvisationsvermögen gefragt sein kann, zeigte sich im Verlauf der Schlauchstrecke. Ein breiter Graben musste überwunden werden, ohne den Wassertransport zu beeinträchtigen. Die Einsatzkräfte errichteten deshalb aus Steckleiterteilen eine provisorische Brücke, über die die Leitung sicher über das Hindernis geführt werden konnten. Ein anderes Vorgehen trainierten die Einsatzkräfte beim zweiten Szenario. Hier musste die Wasserversorgung mit mehreren Tanklöschfahrzeugen im sogenannten Pendelverkehr sichergestellt werden. Im Bereich des Sportvereins VfL Wathlingen hatte die Ortsfeuerwehr Bröckel eine Wasserentnahmestelle eingerichtet. Gleichzeitig wurde in der Nähe des Kaliberges ein weiterer Wasserübergabepunkt aufgebaut und die Brandbekämpfung vorbereitet. Die eingesetzten Tanklöschfahrzeuge nahmen an der Wasserentnahmestelle Löschwasser auf und transportierten es anschließend zu dem etwa einen Kilometer entfernten Übergabepunkt. Dort speisten sie das Wasser in zwei Ausgleichsbehälter ein, aus denen wiederum die Löschfahrzeuge an der angenommenen Brandstelle versorgt wurden. Die besondere Herausforderung bestand darin, die Fahrbewegungen der einzelnen Tanklöschfahrzeuge genau aufeinander abzustimmen. Nur durch einen gleichmäßigen Pendelverkehr zwischen Wasserentnahme- und Wasserübergabestelle konnte gewährleistet werden, dass kontinuierlich ausreichend Löschwasser für die Brandbekämpfung zur Verfügung stand. Damit trainierten die Einsatzkräfte ein Verfahren, das insbesondere dann zum Zuge kommt, wenn sich Einsatzstellen weit entfernt von Wasserentnahmestellen befinden.
Übungsziele vollständig erreicht! Nach Abschluss der beiden Szenarien zog Abschnittsbrandinspektor Tim Herrmann gemeinsam mit den Zugführern eine positive Bilanz. Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Einheiten funktionierte reibungslos und die vorgegebenen Übungsziele konnten erreicht werden. Gegen 19 Uhr wurde die Übung offiziell beendet und mit dem Rückbau der Einsatzstellen begonnen. Im Anschluss trafen sich die beteiligten Einsatzkräfte am Feuerwehrgerätehaus in Uetze. Dort hatte der 5. Zug, Logistik und Versorgung, bereits die Verpflegung für die Mannschaften vorbereitet. Nach der gemeinsamen Stärkung rückten die Einheiten schließlich wieder selbstständig in ihre jeweiligen Heimatstandorte ein.
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Christian Urban
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