Katastrophe, Feuerwehr

FW Horn-Bad Meinberg: CO2-Austritt verletzt fünf Personen - zwei bewusstlose Personen durch Feuerwehr gerettet - komplexer Einsatz dauert 15 Stunden

05.03.2026 - 05:12:48 | presseportal.de

Horn-Bad Meinberg - Am gestrigen Mittwoch, den 04. März 2026, wurde die Feuerwehr Horn- Bad Meinberg um 07:52 Uhr mit dem Stichwort "ABC 2-Gasautritt im Gebäude" alarmiert. Aufgrund neuerer Erkenntnisse wurde bereits kurze Zeit später eine Stichworterhöhung auf "ABC3-Austritt Gefahrgut" durchgeführt. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle wurden im Foyer des Kurgastzentrum zwei bewusstlose Personen vorgefunden. Diese wurden durch Kräfte unter schwerem Atemschutz gerettet. Hierbei konnte die Auslösung einer im Keller installierten CO2-Warnanlage bestätigt werden. Durch eine erhöhte Kohlendioxid-Konzentration auch im Aussenbereich wurden drei weitere Personen verletzt. Alle fünf Personen wurden dem Rettungsdienst zur medizinischen Versorgung übergeben. Aufgrund der unklaren Ursache und der massiv erhöhten Konzentration von Kohlenstoffdioxid in der Einatemluft wurde durch die Feuerwehr, mit Unterstützung des städtischen Baubetriebshof, der Zugang zu dem historischen Kurpark gesperrt und abgeriegelt. Im Absperrbereich befindliche Gebäude, u.a. eine Arztpraxis sowie eine Praxis für Ergotheraphie, wurden durch die Feuerwehr geräumt. Um eine Gefährdung für umliegende Wohngebäude sowie mehrerer Pflegeeinrichtungen und eine Reha-Klinik auszuschließen, wurden umfangreiche Messungen, u.a. auch in der Kanalisation, durchgeführt. Hier konnten jedoch keine erhöhten Werte festgestellt werden. Im weiteren Verlauf konnte die Ursache ausfindig gemacht werden. An einer in unmittelbarer Nähe zum Kurgastzentrum befindlichen Mofette, einer natürlichen, vulkanischen Austrittsstelle, strömte aus bislang ungeklärter Ursache massiv Kohlenstoffdioxid aus. Durch den vor Ort befindlichen ABC-Zug des Kreis Lippe wurden daraufhin umfangreiche Messungen im Nahbereich des Kurgastzentrum sowie im Kurpark durchgeführt. Dies bedingte einen massiven Bedarf und Einsatz an Atemschutzgeräteträgern. Unter Hinzuziehung von mehreren Fachfirmen, Vertretern des Landesverband-Lippe und Fachberatern wurden mehrere Möglichkeiten und Maßnahmen erörtert. Die Durchführung von hierfür erforderlichen Arbeiten mussten größtenteils ebenfalls unter schwerem Atemschutz stattfinden. Problem war die weiterhin statthafte massive, hör- und sichtbare CO2-Ausströmung. Gegen Abend konnte dann der Gasaustritt weitestgehend kontrolliert werden. Abschließend wurde damit begonnen, die betroffenen Gebäude zu be- und entlüften. Hierfür wurden, ebenfalls unter Atemschutz, mehrere Be- und Entlüftungsgeräte an den Gebäuden eingesetzt werden. Die gesamten Maßnahmen konnten letztendlich mit Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft gegen 23 Uhr abgeschlossen werden. Von Seiten der Feuerwehr befanden sich ca. 120 Einsatzkräfte vor Ort. Der Kreis Lippe unterstützte mit dem ABC-Zug, dem Abrollbehälter Atemschutz sowie dem stellvertretenden Kreisbrandmeister vor Ort. Ebenfalls war der Rettungsdienst mit fünf Rettungswagen, einem Notarzt sowie dem organisatorischem Leiter Rettungsdienst und dem Leitenden Notarzt an der Einsatzstelle. Die Polizei sowie der kommunale Ordnungsdienst unterstützten die Maßnahmen mit mehreren Fahrzeugen. Auch der städtische Baubetriebshof war bis zum späten Abend an der Einsatzstelle. Mehrfach machte sich auch der Bürgermeister der Stadt Horn- Bad Meinberg einen Überblick der komplexen Lage.

FW Horn-Bad Meinberg: CO2-Austritt verletzt fünf Personen - zwei bewusstlose Personen durch Feuerwehr gerettet - komplexer Einsatz dauert 15 Stunden - Foto: presseportal.de
FW Horn-Bad Meinberg: CO2-Austritt verletzt fünf Personen - zwei bewusstlose Personen durch Feuerwehr gerettet - komplexer Einsatz dauert 15 Stunden - Foto: presseportal.de

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Freiwillige Feuerwehr Horn-Bad Meinberg
Jan Strüßmann
Telefon: 01716883856
E-Mail: jan.struessmann@web.de
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