Notfallrettung, Feuerwehr

FW Dresden: Extreme Hitze verschärft Rekordbelastung für den Rettungsdienst

28.06.2026 - 07:47:57 | presseportal.de

Dresden - Die anhaltend hohen Temperaturen haben die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes am gestrigen Samstag zusätzlich an ihre Belastungsgrenzen gebracht. Mit 318 Rettungsdiensteinsätzen innerhalb von 24 Stunden verzeichnete das Brand- und Katastrophenschutzamt Dresden den bislang einsatzstärksten Tag des Jahres. Zum Vergleich: An einem gewöhnlichen Samstag rücken die Rettungsmittel im Leitstellenbereich durchschnittlich zwischen 200 und 250 Mal aus.

FW Dresden: Extreme Hitze verschärft Rekordbelastung für den Rettungsdienst - Bild: presseportal.de
FW Dresden: Extreme Hitze verschärft Rekordbelastung für den Rettungsdienst - Bild: presseportal.de

Insgesamt wurden rückten im Stadtgebiet die Rettungswagen zu 317 Einsätzen aus. In 86 Fällen kam ein Notarzt zum Einsatz. Acht Einsätze wurden durch den Rettungshubschrauber Christoph 38 unterstützt. Darüber hinaus führten die Einsatzkräfte 54 qualifizierte Krankentransporte durch. Das Einsatzspektrum entsprach dem einer Großstadt an einem heißen Sommertag. Neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen, Verkehrsunfällen und Stürzen wurden auch Notfälle registriert, die im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen stehen könnten. Rund 18 Einsätze wurden anhand des Meldebildes durch die Disponentinnen und Disponenten der Integrierten Regionalleitstelle als möglicherweise hitzebedingt eingestuft. Hierbei handelte es sich überwiegend um Kreislaufdysregulationen, Schwindelanfälle und Dehydratationen. Diese Einordnung basiert auf den Angaben der Anrufenden im Rahmen der Notrufabfrage. Eine abschließende medizinische Bewertung, ob die Wetterlage tatsächlich ursächlich für den jeweiligen Notfall war, ist auf dieser Grundlage nicht möglich.

Neben der außergewöhnlich hohen Anzahl an Einsätzen stellte vor allem die Hitze selbst eine erhebliche zusätzliche Belastung für die Einsatzkräfte dar. Rettungsdienstpersonal sowie Notärztinnen und Notärzte waren über viele Stunden hinweg unter sommerlichen Höchsttemperaturen im Einsatz.

Auch die Einsatzkräfte der Berufs- und Stadtteilfeuerwehren waren gefordert. Sie rückten im gleichen Zeitraum zu acht Brandeinsätzen, 29 technischen Hilfeleistungen sowie drei Einsätzen aufgrund ausgelöster automatischer Brandmeldeanlagen aus. Den Schwerpunkt der technischen Hilfeleistungen bildeten Personenrettungen aus steckengebliebenen Aufzügen, Tragehilfen für den Rettungsdienst sowie Türöffnungen bei vermuteten hilflosen Personen in Wohnungen. Zwei gemeldete Vegetationsbrände bestätigten sich vor Ort nicht. Um 03:58 Uhr wurde am heutigen Morgen ein Brand in der Nähe eines Zirkus am Bischofsweg gemeldet. Die Einsatzkräfte stellten einen brennenden Müllcontainer fest, der sich etwa 100 Meter vom Zirkus entfernt befand. Das Feuer konnte mit einem Strahlrohr schnell gelöscht werden.

Einer hohen Belastung waren auch die Kolleginnen und Kollegen der Integrierten Regionalleitstelle Dresden ausgesetzt. Aufgrund der außergewöhnlich hohen Zahl eingehender Notrufe musste zeitweise zusätzliches Personal von Feuer- und Rettungswachen zur Unterstützung in die Leitstelle entsandt werden, um die Vielzahl der Hilfeersuchen zeitnah bearbeiten zu können. Im gesamten Leitstellenbereich, der neben der Landeshauptstadt Dresden auch die Landkreise Meißen sowie Sächsische Schweiz-Osterzgebirge umfasst, wurden 39 Rettungsdiensteinsätze anhand des Meldebildes als möglicherweise hitzebedingt eingestuft. Davon entfielen 18 Einsätze auf die Landeshauptstadt Dresden. Die Einordnung basiert auf den Angaben der Anrufenden im Rahmen der Notrufabfrage und lässt keine abschließende medizinische Bewertung der tatsächlichen Ursache zu. Parallel beschäftigten zahlreiche Wald- und Vegetationsbrände in den Landkreisen Meißen sowie Sächsische Schweiz-Osterzgebirge die Leitstelle. Der Großbrand in der Gohrischheide erforderte auch am gestrigen Tag umfangreiche Koordinierungsmaßnahmen. Auf Anforderung der Einsatzleitung wurde gestern Abend gegen 20:00 Uhr die Drohnenstaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes Dresden zur Unterstützung in das Einsatzgebiet entsandt.

Die Feuerwehr Dresden appelliert angesichts der anhaltenden Hitze an die Bevölkerung, sich umsichtig zu verhalten. Dazu gehören ausreichendes Trinken, das Vermeiden körperlicher Anstrengungen während der Mittagshitze sowie besondere Aufmerksamkeit für ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen. Ebenso sollte im Wald und auf Freiflächen konsequent auf offenes Feuer und andere mögliche Zündquellen verzichtet werden.

Umsichtiges Verhalten schützt nicht nur Menschen und die Umwelt, sondern entlastet auch Feuerwehr und Rettungsdienst. Jeder vermeidbare Einsatz bedeutet gerade an Tagen mit extremer Hitze eine zusätzliche körperliche Beanspruchung für die Einsatzkräfte, die ohnehin unter außergewöhnlichen Bedingungen Höchstleistungen erbringen.

Rückfragen bitte an:

Feuerwehr Dresden
Pressestelle Feuerwehr Dresden
Michael Klahre
Telefon: 0351/8155-295
Mobil: 0160-96328780
E-Mail: feuerwehrpressestelle@dresden.de
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