Kriminalität, Polizei

Bundespolizeidirektion München: Kind während stundenlanger Autofahrt auf Schoß der Mutter / Mutmaßlicher Schleuser mit fünf bosnischen Migranten bei Grenzkontrollen gestoppt

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 13:56 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS

Kiefersfelden (A93) / Rosenheim - Die Bundespolizei hat Mittwochnacht (30. September) an der A93 nahe Kiefersfelden einen montenegrinischen Pkw-Fahrer vorläufig festgenommen. Im Wagen des 44-Jährigen fuhren mehrere Migranten mit. Von diesen fand ein Kind nur noch auf dem Schoß der Mutter Platz. Einreisepapiere hatten die bosnischen Mitfahrer nicht. Der Fahrzeugführer wird beschuldigt, als Schleuser tätig gewesen zu sein.

Bundespolizeidirektion München: Kind während stundenlanger Autofahrt auf Schoß der Mutter / Mutmaßlicher Schleuser mit fünf bosnischen Migranten bei Grenzkontrollen gestoppt - Bild: presseportal.de
Bundespolizeidirektion München: Kind während stundenlanger Autofahrt auf Schoß der Mutter / Mutmaßlicher Schleuser mit fünf bosnischen Migranten bei Grenzkontrollen gestoppt - Bild: presseportal.de

Bei der grenzpolizeilichen Kontrolle der Insassen eines in Deutschland zugelassenen Autos fiel den Beamten sofort auf, dass sich mehr Personen als Sitzplätze im Fahrzeug befanden. Ein Kleinkind musste während der Fahrt ungesichert auf dem Schoß der Mutter sitzen und von dieser gehalten werden. Ein Angurten war somit nicht möglich.

Den Bundespolizisten gegenüber konnte der Mann am Steuer seine vorläufige Aufenthaltserlaubnis für Deutschland nachweisen. Er führte sogar einen deutschen Führerschein mit. Seine Begleiter hingegen verfügten über keine Papiere, die für die Einreise oder den Aufenthalt in der Bundesrepublik erforderlich gewesen wären.

Eigenen Angaben zufolge habe die gemeinsame Fahrt in Italien begonnen. Ob die von den Kontrollbeamten im Pkw aufgefundenen rund 1.500 Euro als Schleuserlohn vorgesehen waren, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Erste Nachforschungen der Bundespolizei haben ergeben, dass die bosnischen Staatsangehörigen sich bis April dieses Jahres noch legal in Deutschland aufhalten konnten; dann war allerdings die jeweilige Geltungsdauer ihrer Duldungen abgelaufen. Insofern besteht der Verdacht des illegalen Einreiseversuchs. Die fünf wurden an die für sie zuständige Ausländerbehörde weitergeleitet. Diese wird über ihren weiteren Verbleib im Land zu entscheiden haben.

Der Fahrer, der ursprünglich aus Montenegro stammt und in Schleswig-Holstein einen festen Wohnsitz hat, konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seine Reise in Richtung Norddeutschland fortsetzen. Er wurde wegen Einschleusens von Ausländern unter gefährdenden Bedingungen angezeigt und muss voraussichtlich schon bald mit einem Strafverfahren rechnen.

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Dr. Rainer Scharf

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sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450
Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze
besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem
etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen
Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern
sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt
die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern
und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
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