Kriminalität, Polizei

Bundespolizeidirektion München: 64 Fahndungstreffer am Wochenende

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 14:11 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Freilassing - Auch am vergangenen Freitag und dem Wochenende (16. - 18. Oktober 2026) erzielten die Beamten der Bundespolizei in Freilassing wieder etliche Fahndungstreffer und vollstreckten Haftbefehle.
Bundespolizeidirektion München: 64 Fahndungstreffer am Wochenende - Bild: presseportal.de

Den Start machte Freitagnacht ein 23-jähriger Rumäne, der bei Grenzkontrollen der Bundespolizei auf der A8 überprüft wurde. Das Amtsgericht Gera suchte nach ihm, da er als Angeschuldigter wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung einer Hauptverhandlung unentschuldigt ferngeblieben war. Diese dürfte nun nachgeholt werden können. Er wurde durch Einsatzkräfte der Bundespolizei verhaftet und dem Richter vorgeführt, der die Haft bestätigte.

An der Anschlussstelle Neuötting auf der A94 wurde Freitagmorgen ein Reisebus durch Beamte des Bundespolizeireviers in Mühldorf überprüft. Eine 37-jährige Ungarin durfte ihre Reise nicht fortsetzen. Die Staatsanwaltschaft Traunstein suchte nach Urteil des Amtsgerichts Laufen wegen Erschleichens von Leistungen nach der Frau, die inklusive Verfahrenskosten über 3.500 Euro Strafe zu zahlen hatte. Selbst wenn sie den Betrag hätte entrichten können, wäre sie verhaftet worden. Der Grund: Die Staatsanwaltschaft München I suchte nach der 37-Jährigen, die rechtskräftig durch das Amtsgericht München zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr Freiheitsstrafe wegen Diebstahls verurteilt worden war. Sie wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Freitagmorgen wurde ein 37-jähriger Rumäne in der Kontrollstelle der Bundespolizei auf der A8 überprüft. Dabei wurde ermittelt, dass die Staatsanwaltschaft Hof nach dem Mann sucht, gegen den das Amtsgericht Hof Ende 2025 einen Strafbefehl wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis erlassen hatte. Demnach war noch eine Geldstrafe in Höhe von 2.400 Euro zu bezahlen, die der 37-Jährige vor Ort gezahlt hat. Er konnte seine Reise fortsetzen.

Samstagmorgen wurde bei Neuötting auf der A94 ein 43-jähriger Bulgare einer Einreisekontrolle unterzogen. Das Amtsgericht Frankfurt suchte nach dem Mann wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz mit einer Aufenthaltsermittlung. Die postalische Erreichbarkeit kann dem Amtsgericht mitgeteilt werden, da auch die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main nach dem Bulgaren suchte. Seine 10-monatige Bewährungsstrafe wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde widerrufen, sodass er durch Bundespolizisten verhaftet und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht wurde.

Bei Grenzkontrollen am Bahnhof Freilassing wurde ein 30-jähriger Albaner in einem grenzüberschreitenden Einreisezug festgestellt. Die Staatsanwaltschaft München I suchte nach dem Mann wegen Diebstahls mit einer Aufenthaltsermittlung. Die Ausländerbehörde der Stadt München hatte zudem Ende 2025 ein Einreise- und Aufenthaltsverbot gegen den Albaner erlassen. Dieses ist noch gültig. Er steht daher im Verdacht des Versuchs der unerlaubten Einreise nach Deutschland und wurde nach Österreich zurückgewiesen.

Ganz ähnlich erging es einem 42-jährigen bosnisch-herzegowinischen Staatsangehörigen, den Bundespolizisten in der Nacht zu Sonntag auf der Saalbrücke kontrollierten. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth suchte nach ihm wegen Diebstahls mit Waffen mit einer Aufenthaltsermittlung. In diesem Zuge wurde ihm auch der Strafbefehl ausgehändigt, wonach er 4.500 Euro Geldstrafe innerhalb von zwei Wochen zu zahlen hat. Seine Weiterreise war ihm dennoch nicht gestattet. Die Stadt Erlangen hatte gegen den 42-Jährigen ein Einreise- und Aufenthaltsverbot verfügt. Auch er steht daher im Verdacht der versuchten unerlaubten Einreise. Er wurde nach Österreich zurückgewiesen.

Ein 41-Jähriger Kosovare wurde Sonntagvormittag durch Einsatzkräfte der Bundespolizei bei Grenzkontrollen auf der A8 mit gleich drei Fahndungstreffern festgestellt. Wegen Erschleichens von Leistungen suchte die Amtsanwaltschaft Frankfurt am Main nach dem Mann mit einer Aufenthaltsermittlung. Die Landeshauptstadt München fahndete nach dem Mann wegen Entziehung der Fahrerlaubnis. Den Führerschein hatte er zuvor bei der Kontrolle vorgelegt. Dieser wurde eingezogen. Weiterfahren konnte der Kosovare aber ohnehin nicht. Die Staatsanwaltschaft Coburg suchte nach Strafbefehl des Amtsgerichts Lichtenfeld wegen Unterschlagung nach ihm. 8.000 Euro Geldstrafe, die er vor Ort nicht zahlen konnte, waren fällig. Er wurde durch Bundespolizisten verhaftet und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Am Bahnhof Traunstein wurde Sonntagabend ein 19-jähriger Türke durch Einsatzkräfte der Bundespolizei verhaftet. Gegen ihn war noch eine Jugendstrafe von einem Jahr und 10 Monaten zu vollstrecken, die das Amtsgericht Traunstein gegen ihn verhängt hatte. Der Verurteilte war aufgefordert seine Jugendstrafe bis Anfang September 2026 in einer Justizvollzugsanstalt anzutreten. Dieser Aufforderung kam er nicht nach, sodass er verhaftet wurde.

Mit 64 Fahndungstreffern, diversen Verstößen gegen das Waffen, Betäubungsmittel- und Konsumcannabisgesetz sowie migrationsrelevanten Feststellungen, wie der unerlaubten Einreise, hatten die Beamten der Bundespolizeiinspektion Freilassing wieder einiges zu tun.

Rückfragen bitte an:

Jan-Uwe Vogt
Telefon: 08654 7706-104
E-Mail: bpoli.freilassing.presse@polizei.bund.de
http://www.bundespolizei.de


Die Bundespolizeiinspektion Freilassing gewährleistet die Sicherheit
in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting und
Mühldorf. Sie ist an 21 Grenzübergängen und einer Grenzlänge von
insgesamt 225 Kilometer zuständig. Ferner fallen 72 Bahnhöfe und
Haltepunkte in den Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion
mit einem Personalbestand von knapp 400 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern. Neben dem Inspektionssitz in Freilassing besteht ein
weiterer Standort beim Bundespolizeirevier in Mühldorf am Inn.

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