Bundesgebiet/ Duisburg: Bundesweite Aktionswoche Gewässer- und Umweltschutz (BAGU) - Bilanz
23.04.2026 - 13:25:00 | presseportal.de
Wir berichteten: https://duisburg.polizei.nrw/20260410bundesgebiet
Der Betrieb von Schiffen - egal ob auf Flüssen, Seen oder dem Meer - erzeugt verschiedene Abfallarten. Dazu gehören Ölschlämme, Rückstände aus der Abgasreinigung, Abfälle aus dem Maschinenraum sowie Abwässer aus Bordtoiletten. Diese Stoffe müssen fachgerecht entsorgt werden. Um die Umweltbelastung möglichst gering zu halten, gelten dafür klare Regeln auf nationaler und internationaler Ebene. Wer sich nicht an diese Vorschriften hält, belastet die Umwelt erheblich. Daher überprüften die Wasserschutzpolizeien im Rahmen der Aktionstage bundesweit die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen. Verstöße wurden und werden künftig auch konsequent verfolgt. Neben Kontrollen setzten die Behörden auch auf Aufklärung: In Gesprächen mit den Schiffsverantwortlichen wurden Informationen vermittelt und das Bewusstsein geschärft, um Umweltverschmutzung schon im Vorfeld zu verhindern.
Insgesamt führten die Wasserschützer an die 1000 Kontrollen zum Umwelt- und Gewässerschutz durch. Hierunter fielen unter anderem die gewerbliche See- und Binnenschifffahrt, die Sportschifffahrt sowie umwelt- und abfallrechtliche Bestimmungen in den Häfen und Naturschutzgebieten.
In einigen Fällen wurden die Schiffe beanstandet. Neben 13 Strafanzeigen schrieben die Einsatzkräfte auch 236 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und erhoben zahlreiche Verwarngelder. In sechs Fällen mussten die Beamten Weiterfahrverbote aussprechen und 57 Mängelberichte fertigen.
Drei Fälle im Detail:
Im Bereich Passau (Bayern) hatte ein Flusskreuzfahrtschiff einen technischen Defekt der bordeigenen Kläranlage. In Folge dessen floss ungeklärtes Abwasser in die Donau. Nach der Kontrolle der Wasserschutzpolizei wurde die Anlage verplombt und das Schiff konnte seine Reise mit rund 130 Fahrgästen unter entsprechenden Auflagen fortsetzen.
Bei einer Schiffskontrolle in Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) wurde am 17. April ein Schiff festgestellt, welches in einem Emissionsüberwachungsgebiet Kraftstoff mit einem zu hohen Schwefelgehalt verbrannte. Die Polizisten erhoben gegen den Kapitän eine Sicherheitsleistung.
Die Dienstgruppe Maritimer Umweltschutz der Wasserschutzpolizei Hamburg kontrollierte auf der Außenelbe-Reede ein Schiff, welches die international verbindlichen Standards beim Einleiten von Ballastwasser in das Gewässer missachtete. In diesem Fall mussten der Kapitän und der erste Offizier jeweils mit einem Bußgeld in Höhe einer niedrigen fünfstelligen Summe rechnen.
Die bundesweite Aktionswoche mit dem Schwerpunkt des Gewässer- und Umweltschutzes unterstreicht die Verantwortung aller Akteure in der Schifffahrt für den Erhalt eines sauberen und gesunden Ökosystems.
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