FW-BN: 1. Folgemeldung: EU-Waldbrandmodul in den Niederlanden eingesetzt.
01.05.2026 - 18:35:08 | presseportal.deNachdem das angeforderte Modul um 10:00 Uhr den Sammelraum am Flughafen Eindhoven erreicht hatte, ging es für die erste Gruppe direkt in den Einsatz. Der Personaltausch wurde vor Ort um 15:30 Uhr bereits vollzogen und anschließend das Camp aufgebaut. Mindestens bis Sonnenuntergang werden die Maßnahmen aufrechterhalten.
Bei mehreren aktiven Brandstellen im Gebiet lag der Fokus der deutschen Kräfte an Tag 1 im Bereich der Gemeinde Weert, Provinz Limburg. Seit Donnerstagnachmittag ist dort eine Naturfläche von ca. 50ha betroffen. Das Gelände dient dem Militär für die Fahrerausbildung und besteht größtenteils aus sandigem, trockenem Boden mit entsprechend gut brennbarer Auflage. Böen und steigende Temperaturen begünstigen immer wieder das Aufsteigen von brennbarem Material, welches sich über größere Distanz als Spotfeuer niederlässt. Elementar wichtig ist somit das Aufspüren von aktiven Flächen und gezielte Nachlöscharbeiten, teils im Pump&Roll-Verfahren mit den geländegängigen Tanklöschfahrzeugen, aber auch mit Handwerkzeugen und Löschrucksäcken. Hier werden insbesondere die Randbereiche und Begrenzungslinien aufbereitet. Das Modul ist gleichzeitig mit lokalen Kräften sowie einem weiteren Modul aus Frankreich an den Flanken eingesetzt.
Während Team A im Feld eingesetzt wurde, konnte Team B das Camp beziehen. Genutzt wird ein Gebäude auf einem Kasernengelände, welches in Teilen schon über die erforderliche Infrastruktur verfügt. Der Aufbau des kompletten Feldlagers blieb den Einsatzkräften somit erspart. Im Anschluss fand der Personalaustausch vor Ort statt. Am Standort der lokalen Einsatzleitung in unmittelbarer Nähe zum betroffenen Übungsplatz werden sowohl die Arbeitsaufträge vermittelt als auch Verpflegung gereicht. Den ausländischen Einheiten steht dabei immer ein ortskundiger, lokaler Feuerwehrmann zur Seite.
Die Einsatzdauer in den Niederlanden ist noch nicht absehbar und hängt einerseits vom Erfolg der Löschmaßnahmen, andererseits von einer möglichen Wetter- und/oder Lageänderung ab.
Nach der finalen Bestätigung des hilfeersuchenden Landes waren die deutschen Einsatzkräfte am Freitagmorgen um 07:00 Uhr mit 53 Kräften, 18 Fahrzeugen und drei Anhängern in Bonn gestartet. Im Vergleich zu den Einsätzen in Griechenland (2021), Frankreich (2022) und Spanien (2025) sowie der Zertifizierungsübung in Portugal (2023) spielt hier die vergleichsweise kurze Wegstrecke ins Nachbarland den Kräften in die Karten. Die Zeitspanne zwischen Alarmierung und Einleiten der ersten Maßnahmen war somit sehr kurz.
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