Verkehrsunfallstatistik 2025 der Polizeiinspektion Bingen
15.04.2026 - 12:28:25 | presseportal.deUnfallursachen
Bei den Unfallursachen ist zu beachten, dass sich aufgrund geänderter Erfassungskriterien eine Verschiebung bei der Hauptunfallursache ergeben hat. Häufigste Ursache war im Jahr 2025 die Kategorie "andere Fehler des Fahrzeugführenden" mit 429 Fällen. Es folgen Verkehrsunfälle aufgrund "ungenügenden Sicherheitsabstands" (391 Fälle), "Fehler beim Wenden, Abbiegen sowie Ein- und Ausfahren" (265 Fälle) und "Vorfahrts- und Vorrangverstöße" (79 Fälle). Darüber hinaus wurden 187 Verkehrsunfälle mit Wild im Jahr 2025 im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Bingen registriert.
Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen
Die Zahl der Verkehrsunfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel ist leicht zurückgegangen. Insgesamt wurden 28 entsprechende Unfälle erfasst (2024: 30), davon führten 15 zu Personenschäden. Es konnten dennoch 133 folgenlose Fahrten nach Drogen-oder Alkoholeinwirkung festgestellt werden. Darüber hinaus wurden 38 Fahrten unter solcher Einwirkung durch frühzeitige Kontrollmaßnahmen verhindert.
Relevante Risikogruppen
Im Bereich der Risikogruppen in Bezug auf das Alter des Fahrzeugführenden zeigt sich überwiegend eine positive Entwicklung: Die Zahl der Unfälle unter Beteiligung junger Erwachsenen (18 bis 24 Jahre) sank von 225 auf 219 Fälle. Auch bei Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren wurde ein Rückgang von 366 auf 357 Unfälle verzeichnet. Lediglich bei der Beteiligung von Kindern kam es zu einem Anstieg von 10 auf 12 Verkehrsunfälle. Auffällig ist, dass die genannten Risikogruppen im Durchschnitt in 69,4 Prozent der Fälle als Hauptverursachende registriert wurden. Bei den Risikogruppen in Bezug auf die Verkehrsbeteiligungsarten ist ebenfalls überwiegend ein Rückgang festzustellen. So sank die Zahl der Unfälle unter Beteiligung von Elektrokleinstfahrzeugen von 13 auf 9, bei Lastkraftwagen von 166 auf 164 sowie bei Rad- und Pedelecfahrenden von 44 auf 35. Demgegenüber stieg die Zahl der Unfälle mit motorisierten Zweirädern deutlich von 23 auf 33 Fälle an.
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
Deutlich positiv entwickelte sich die Zahl der Verkehrsunfallfluchten. Diese sanken von 410 Verkehrsunfälle im Jahr 2024 auf 338 im Jahr 2025. Die Aufklärungsquote lag bei 34,6 Prozent. Die Polizei ist zur Ermittlung der flüchtigen Unfallverursachenden weiterhin auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen und wird entsprechende Verkehrsunfälle auch zukünftig mit Pressemeldungen begleiten.
Die PD Bad Kreuznach bzw. die PI Bingen setzt sich mit unterschiedlichen ursachen-und zielgruppenorientierten Schulungen und Maßnahmen für steigernde qualitative und quantitative Verkehrsüberwachung sowie Präventionsarbeit ein. Durch die Jugendverkehrsschule der PD Bad Kreuznach nahmen im Zuständigkeitsbereich der PI Bingen im Jahr 2025 insgesamt 555 Kinder an der Radfahrausbildung teil. Weiterhin wurden im Rahmen der AG "Junge Fahrende" unter anderem Präventionsvorträge an Schulen gehalten. Das Verkehrsunfalllagebild zeigt weiterhin die hohe Relevanz der Verkehrssicherheitsarbeit. Die Polizeiinspektion Bingen wird auch im laufenden Jahr ihre Maßnahmen zur Überwachung des Straßenverkehrs fortsetzen und gezielt ausbauen. Schwerpunkte liegen dabei insbesondere auf der Bekämpfung von Alkohol- und Drogeneinfluss im Straßenverkehr, der Ahndung rücksichtslosen Verkehrsverhaltens sowie der zielgruppenorientierten Präventionsarbeit.
Bingen am Rhein, 15.04.2025
Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Bingen
Telefon: 06721 905-0
E-Mail: pibingen@polizei.rlp.de
Website: https://s.rlp.de/6qMj62o
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