Kriminalität, Polizei

Ausstellungseröffnung im Polizeipräsidium Osthessen: Ja, DAS ist Antisemitismus! Jüdische Erfahrungen in Hessen

20.01.2026 - 11:36:30 | presseportal.de

Osthessen - Osthessen. Am vergangenen Donnerstag (15.01.) wurde im Polizeipräsidium Osthessen die Ausstellung der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS Hessen) "Ja, DAS ist Antisemitismus! Jüdische Erfahrungen in Hessen" eröffnet. Sie ist bis zum 13. Februar 2026 zu sehen und richtet sich in erster Linie an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeipräsidiums. Im Mittelpunkt der Eröffnungsveranstaltung standen die Auseinandersetzung mit aktuellen Erscheinungsformen von Antisemitismus sowie die Rolle staatlicher und zivilgesellschaftlicher Institutionen im Kampf gegen Hass und Diskriminierung.

POL-OH: Ausstellungseröffnung im Polizeipräsidium Osthessen: Ja, DAS ist Antisemitismus! Jüdische Erfahrungen in Hessen - Foto: presseportal.de
POL-OH: Ausstellungseröffnung im Polizeipräsidium Osthessen: "Ja, DAS ist Antisemitismus! Jüdische Erfahrungen in Hessen" - Foto: presseportal.de

Polizeipräsident Michael Tegethoff begrüßte neben Mitarbeitenden des Präsidiums auch Gäste aus der Jüdischen Gemeinde Fuldas, Vertreterinnen und Vertreter der Schulamtsleitungen, die DEXT- Fachstellen sowie weitere zahlreiche regionale Netzwerkpartner und betonte in seiner Eröffnungsrede die besondere Bedeutung der Ausstellung im Polizeipräsidium. Antisemitismus, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit stellten eine ernsthafte Bedrohung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt dar. Die Polizei trage eine besondere Verantwortung, diesen Entwicklungen entschieden entgegenzutreten, Betroffene zu schützen und Vertrauen in den Rechtsstaat zu stärken.

Frau Dr. Susanne Urban, Projektleiterin von RIAS Hessen, hob in ihrem Grußwort die Relevanz antisemitischer Vorfälle im Alltag hervor - unabhängig davon, ob diese strafrechtlich relevant sind oder nicht. Sie gab einen Einblick in die Perspektive Betroffener und stellte dar, wie RIAS Hessen diesbezüglich konkret unterstützt.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion vor rund 100 Gästen standen Erscheinungsformen und Folgen von Antisemitismus, notwendige präventive und repressive Maßnahmen, gesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten sowie Entwicklungen an Schulen, Hochschulen und Universitäten im Fokus. Daran beteiligten sich Herr Daniel Neumann (Vorsitzender des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden Hessen), Frau Hamberger (Vorstand Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Fulda), Frau Dr. Sunik (Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit) und Frau Dr. Urban, die allesamt mit authentischen und sehr persönlichen Schilderungen das Publikum bis zum Schluss fesselten. Einigkeit bestand darin, dass Antisemitismus in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen konsequent benannt, dokumentiert und bekämpft werden müsse. Der Austausch verdeutlichte zudem die Bedeutung von Vernetzung, Fortbildung und Sensibilisierung - auch innerhalb der Polizei.

Viele Teilnehmende nutzten danach die Gelegenheit, die Ausstellung gemeinsam zu besichtigen. Sie dokumentiert anhand von grafisch aufgearbeiteten Fallbeispielen die Lebensrealität Betroffener und macht antisemitische Vorfälle sichtbar. Ergänzend werden begleitete Ausstellungsbesuche für interessierte Schulklassen im Zuständigkeitsbereich der Staatlichen Schulämter Fulda, Bebra (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) und Gießen (Landkreis Vogelsberg) sowie für interessierte Behörden angeboten.

Zum Abschluss der Veranstaltung hob Polizeipräsident Tegethoff die gute Zusammenarbeit mit den Netzwerk- und Kooperationspartnern nochmals hervor und dankte den Podiumsteilnehmenden für die offene und sachliche Diskussion sowie den Gästen für das Interesse.

Informationen zu RIAS Hessen: www.rias-hessen.de

(PB)

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