(40) Mordfall Marion Baier - Kriminalpolizei Fürth überprüft Cold Case aus dem Jahr 1973
16.01.2026 - 07:19:48Ein Arbeiter fand die Leiche von Marion Baier am Montagmorgen, den 02. Juli 1973 auf einer der Flächen des damaligen Neubaugebiets an der Hainbergstraße in Oberasbach. Das Mädchen war erschlagen worden. Aufgrund des teilweise entkleideten Leichnams gingen die Ermittler davon aus, dass Marion Baier einem Sexualstraftäter zum Opfer gefallen war.
Die Polizei hatte im Rahmen der Ermittlungen rekonstruieren können, dass sich Marion Baier am Sonntagabend (01. Juli 1973) auf dem Fischerfest im benachbarten Zirndorf aufgehalten hatte. Dort war sie zuletzt gegen 20:00 Uhr von einer Schulfreundin gesehen worden.
Bereits im Dezember des Jahres 1974 veröffentlichte das ZDF in der Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst" einen Beitrag zum Mordfall Marion Baier. Während der damaligen Ermittlungen standen vor allem folgende Beweismittel im Fokus der Polizei:
Die Sendung thematisierte außerdem zwei Fahrzeuge, die Zeugen im relevanten Zeitraum in der Hainbergstraße aufgefallen waren. Darüber hinaus bat die Polizei im Rahmen der Ausstrahlung um Hinweise zu einem jungen Mann, mit dem sich Marion Baier nach Angaben einer Schulfreundin in dieser Zeit getroffen haben sollte. Inwieweit diese Wahrnehmungen bzw. Angaben für den Fall relevant sind, ließ sich durch die Polizei bis zum heutigen Tag nicht zweifelsfrei klären, weshalb diese Aspekte auch im Rahmen der neuaufgenommenen Ermittlungen überprüft werden. Zu diesem Zweck wurde bei der Kriminalpolizei Fürth die Arbeitsgruppe "Hainberg" eingerichtet.
Im Rahmen der Überprüfung des über 52 Jahre alten Cold Case liegt den Beamten mittlerweile ein neuer Ermittlungsansatz vor. Im Regierungsbezirk Schwaben ermittelt die Kriminalpolizei Kempten in einem Mordfall, der Parallelen zur Tat in Oberasbach aufweist. Die Kriminalbeamten aus Kempten wenden sich am kommenden Mittwoch (21.01.2026) in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst" mit dem Mordfall Sonja Hurler aus dem Jahr 1981 an die Öffentlichkeit. Der Beitrag richtet sich aufgrund der Parallelen sowohl an Personen aus dem Raum Kempten als auch der Region rund um Zirndorf und Oberasbach.
Unabhängig davon bittet die Kriminalpolizei Fürth um Hinweise aus der Bevölkerung. Dieser Aufruf richtet sich vor allem an Zeitzeugen aus dem Jahr 1973. Personen, die sich in der Nacht von Sonntag auf Montag (01./02. Juli 1973) auf dem Fischerfest in Zirndorf oder anderweitig im angrenzenden Oberasbach aufgehalten haben, kommen als wichtige Zeugen in Betracht. Für die Ermittler der Arbeitsgruppe "Hainberg" ergeben sich derzeit folgende Fragen:
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat oder zur Festnahme des Täters führen, hat das Bayerische Landeskriminalamt im Mordfall Marion Baier eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt. Es wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass über die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung unter Ausschluss des Rechtsweges entschieden wird. Zudem ist die Belohnung ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Amtsträger bestimmt, zu deren Berufspflicht die Verfolgung von strafbaren Handlungen gehört.
Hinweise jeglicher Art nimmt die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 0911 2112-3333 entgegen. Zur Übermittlung von Fotomaterial hat die mittelfränkische Polizei außerdem ein Upload-Portal eingerichtet:
https://medienupload-portal04.polizei.bayern.de/
Erstellt durch: Michael Konrad
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Mittelfranken
Präsidialbüro - Pressestelle
Richard-Wagner-Platz 1
D-90443 Nürnberg
E-Mail: pp-mfr.pressestelle@polizei.bayern.de
Erreichbarkeiten:
Montag bis Donnerstag
07:00 bis 16:00 Uhr
Freitag
07:00 bis 15:00 Uhr
Sonntag
11:00 bis 14:00 Uhr
Telefon: +49 (0)911 2112 1030
Außerhalb der Bürozeiten:
Telefon: +49 (0)911 2112 1553
Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Mittelfranken im Internet:
http://ots.de/P4TQ8h
Original-Content von: Polizeipräsidium Mittelfranken übermittelt durch news aktuell


