260618.1 Kiel: Sicher durch die Kieler Woche 2026 - Klare Kante gegen Klinge
18.06.2026 - 09:22:13 | presseportal.de
Das Sommerfest beginnt inoffiziell bereits morgen und damit einen Tag vor der offiziellen Eröffnung am Samstag. Die Polizei ist gut vorbereitet und setzt auf ein bewährtes Einsatzkonzept, das auf Grundlage der Erfahrungen der vergangenen Jahre weiter optimiert wurde.
Die Polizeidirektion Kiel hat sich gemeinsam mit der Landeshauptstadt Kiel intensiv auf die Großveranstaltung vorbereitet. Ziel ist es, veranstaltungstypische Gefahren frühzeitig zu erkennen, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten konsequent zu verfolgen und allen Besucherinnen und Besuchern einen sicheren und friedlichen Aufenthalt zu ermöglichen. Dazu gehört jedoch auch das verantwortungsvolle Verhalten jedes Einzelnen.
Die Kieler Woche steht seit Jahrzehnten für Weltoffenheit, Begegnungen und maritime Lebensfreude. Menschen unterschiedlichster Herkunft feiern hier gemeinsam friedlich eines der größten Sommerfeste Europas. Damit die Erinnerungen an diese Tage von Segelschiffen, Musik, dem Duft der Förde und fröhlichen Begegnungen geprägt bleiben, leisten die Einsatzkräfte der Polizei gemeinsam mit vielen weiteren Partnern ihren Beitrag für ein sicheres und unbeschwertes Fest.
Ein besonderer Fokus liegt erneut auf der Bekämpfung von Gewaltkriminalität im öffentlichen Raum, insbesondere auf Straftaten unter Verwendung von Messern und anderen Waffen. Derartige Delikte bergen ein erhebliches Gefährdungspotenzial und beeinträchtigen das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nachhaltig.
Die Polizeidirektion Kiel weist daher ausdrücklich darauf hin, dass das Mitführen von Waffen auf den Veranstaltungsflächen gemäß § 42 Waffengesetz verboten ist. Hierunter fallen neben Schusswaffen auch Hieb- und Stoßwaffen sowie Messer. Verstöße können Straftaten darstellen und werden konsequent verfolgt. Die Polizei wird entsprechende Kontrollen durchführen.
Sicherheits- und Einsatzkonzept
Die Polizei hat die Landeshauptstadt Kiel bei der Erstellung ihres Sicherheitskonzeptes beraten und ein umfangreiches Einsatzkonzept entwickelt. An einzelnen neuralgischen Punkten wird es zu Straßensperrungen und weiteren verkehrsregelnden Maßnahmen kommen.
Zur Minimierung der Gefahr von Überfahrtaten hat die Stadt Kiel verschiedene Sperrsysteme eingerichtet. Gleichzeitig bleiben wichtige Flucht- und Rettungswege jederzeit frei.
Die bereits aus den Vorjahren bekannte Einbahnstraßenregelung an der Kiellinie zwischen Ostseekai und Reventlouschleife wird täglich ab 17 Uhr und an den Wochenende ab 12 Uhr eingerichtet. Abhängig vom Besucheraufkommen können die Maßnahmen lageangepasst erweitert oder verändert werden.
Ansprechbarkeit und Präsenz
Die Polizei wird auf den Veranstaltungsflächen mit zwei mobilen Wachen sowie zahlreichen Fußstreifen präsent und ansprechbar sein. Die mobilen Wachen befinden sich am Hauptbahnhof und am Bootshafen und sind täglich ab 16 Uhr bis Veranstaltungsende besetzt. An der Kiellinie befindet sich beim Wasserschutzpolizeirevier eine weitere Anlaufstelle. Sofern die Einsatzlage es erfordert, werden die mobilen Wachen auch früher besetzt.
Darüber hinaus ist die Polizei selbstverständlich rund um die Uhr über den Notruf 110 erreichbar. Der reguläre Dienstbetrieb der Polizeireviere und Polizeistationen bleibt während der Kieler Woche uneingeschränkt gewährleistet.
Die Einsatzkräfte der Polizeidirektion Kiel werden durch Kolleginnen und Kollegen aus der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung unterstützt. Neben deutlich erkennbaren uniformierten Streifen sind auch zivile Einsatzkräfte auf den Veranstaltungsflächen unterwegs. Darüber hinaus werden verstärkte Personen- und Taschenkontrollen durchgeführt, teilweise gemeinsam mit dem Kommunalen Ordnungsdienst. Ziel ist es, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und Verstöße konsequent zu ahnden.
Alle Veranstaltungsflächen sind für die Dauer der Kieler Woche Kontrollbereiche. Durch diese temporäre Einstufung als Kontrollbereich sind unsere Einsatzkräfte zu anlasslunabhängigen Kontrollen von Personen und deren mitgeführten Sachen befugt.
In Ergänzung zu den bereits bestehenden Kontrollorten, Waffen- und Messerverbotszonen sowie den bestehenden Führungsverboten von Waffen und Messern im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPV) gem. der Landesverordnung SH (ÖPNV) und Waffengesetz (ÖPFV) hat die Bundespolizei für die jeweiligen Wochenenden der Kieler Woche zusätzlich eine Allgemeinverfügung (AGV) zum Mitführverbot von gefährlichen Gegenständen für den Bahnhof Kiel erlassen. Diese entfaltet jeweils freitags von 16:00 Uhr bis sonntags 06:00 Uhr ihre Wirkung. Gefährliche Gegenstände sind Gegenstände, die nicht als Waffe konstruiert sind, aber bei der konkreten Verwendung geeignet sind, erhebliche Verletzungen hervorzurufen, wie z.B. Scheren, Schraubendreher, Kampfsportgeräte, Reizstoffe u.v.m. Zuwiderhandlungen können mit einem Zwangsgeld von bis 25.00 EUR belegt werden. Siehe hierzu auch Pressemitteilung der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt vom 15.06.2026, 15:03 Uhr.
Jugendschutzstreifen
Auch in diesem Jahr führen die Polizeidirektion Kiel und die Landeshauptstadt Kiel gemeinsam Jugendschutzstreifen durch. Dabei stehen insbesondere der Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie die Einhaltung jugendschutzrechtlicher Bestimmungen im Fokus.
Videoübertragung und Besucherlenkung
Zur Beobachtung und Bewertung der Lage auf einzelnen Veranstaltungsflächen hat die Stadt Kiel eine Videoübertragung eingerichtet.
Die Live-Bilder ermöglichen einen schnellen Überblick über das Veranstaltungsgeschehen. Insbesondere können Besucherströme frühzeitig erkannt und gezielt gelenkt werden. Gleichzeitig unterstützt die Videoübertragung dabei, potenzielle Gefahrenlagen rechtzeitig zu erkennen und Einsatz- sowie Rettungskräfte bedarfsgerecht zu koordinieren.
Verkehrskontrollen
Im Umfeld der Veranstaltungsflächen werden Einsatzkräfte verstärkt Verkehrskontrollen durchführen. Diese richten sich insbesondere auch an Nutzerinnen und Nutzer von E-Scootern sowie Fahrrädern.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Führen von Fahrzeugen unter dem Einfluss von Alkohol, Betäubungsmitteln oder anderen berauschenden Mitteln. In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass bereits ab einem Alkoholwert von 0,3 Promille strafrechtliche Konsequenzen drohen können, wenn zusätzlich Fahrfehler oder alkoholbedingte Ausfallerscheinungen festgestellt werden.
Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen betont die Polizeidirektion Kiel, dass die Kieler Woche eine sichere Veranstaltung ist. Auch für viele Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte gehört die Kieler Woche längst zum Sommer in Schleswig-Holstein. Während einige ihren Dienst auf den Veranstaltungsflächen verrichten, besuchen viele Kolleginnen und Kollegen das Fest später selbst mit ihren Familien und Freunden. Gerade deshalb ist es unser gemeinsames Ziel, dass alle Besucherinnen und Besucher die Kieler Woche so erleben können, wie sie sein soll: friedlich, fröhlich und sicher.
Die Kolleginnen und Kollegen der Polizeidirektion Kiel freuen sich auf das zehntägige Sommerfest und wünschen allen Besucherinnen und Besuchern eine friedliche Kieler Woche 2026 mit unvergesslichen Momenten, maritimen Erlebnissen und fröhlichen Begegnungen.
Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel
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