Zverev schlägt Shelton und gewinnt erstmals die US Open
Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 23:53 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAlexander Zverev hat sich mit einer nervenstarken Vorstellung erstmals zum US-Open-Champion gekrönt und seinen zweiten Grand-Slam-Titel gefeiert.
Finale in New York
Der French-Open-Sieger bezwang den Amerikaner Ben Shelton mit 6:3, 7:6 (7:2), 5:7, 6:2 und triumphierte als zweiter Deutscher nach Boris Becker 1989 im Männer-Einzel. Nach 3:33 Stunden verwandelte Zverev seinen ersten Matchball und beendete damit ein Finale, das von Beginn an unter hoher Spannung stand.
Starker Auftritt gegen Shelton
Zverev dominierte die langen Grundlinienduellen über weite Strecken und ließ sich auch von der pro-amerikanischen Stimmung im Arthur Ashe Stadium nicht aus der Ruhe bringen. Shelton, der erstmals in einem Grand-Slam-Finale stand, geriet früh unter Druck und fand trotz einzelner starker Phasen nicht dauerhaft ins Spiel.
Kontrolle in den entscheidenden Momenten
Der Hamburger bestätigte damit seine Entwicklung auf höchstem Niveau. Nach dem Erfolg in Paris rundet der Titel in New York seine Saison bei den vier größten Turnieren ab und unterstreicht, dass er in den entscheidenden Momenten seine stärksten Leistungen abrufen kann.
Historischer Kontext
Alexander Zverev hat mit dem US-Open-Titel einen der wichtigsten Erfolge seiner Karriere erreicht und sich als zweiter deutscher Sieger im Männer-Einzel von New York in eine besondere Tennishistorie eingereiht. Der Erfolg knüpft an seinen French-Open-Triumph an und bestätigt, dass er auf Grand-Slam-Ebene inzwischen nicht nur phasenweise mithält, sondern Turniere über sieben Runden tragen kann.
Sportliche Bedeutung
Für Deutschland ist der Sieg mehr als ein Einzelresultat: Nach Jahren ohne einen Grand-Slam-Champion im Herreneinzel wächst damit die öffentliche Wahrnehmung des Tennissports wieder spürbar. Zugleich zeigt das Finale, wie eng Spitzenleistungen und mentale Stabilität bei Zverev zusammenspielen, denn in einem lauten, pro-amerikanischen Umfeld behielt er die Kontrolle über Tempo, Länge der Ballwechsel und die entscheidenden Punkte.
Ausblick
Der Titel verändert auch die Erwartungshaltung. Zverev wird künftig nicht mehr nur als Mitfavorit, sondern als Spieler mit nachweislicher Titelkompetenz gesehen, was seine Rolle bei den kommenden großen Hartplatz- und Sandplatzevents stärkt. Für Ben Shelton bleibt die Niederlage ein Rückschlag, zugleich aber ein weiterer Beleg dafür, dass er bereits in einem Grand-Slam-Finale konkurrenzfähig ist.
