EU, Iran

Hardt drängt auf Terrorlistung der iranischen Revolutionsgarden

12.01.2026 - 00:00:00

Zur Unterstützung der aktuellen Proteste gegen das Regime im Iran fordert der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, einen neuen Anlauf zur Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation."Die EU muss die Aktivitäten der Revolutionsgarden des Iran in Europa unterbinden.

Die rechtlichen Möglichkeiten sind da", sagte Hardt dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Bislang würden zu wenige Kräfte eingesetzt, um das Vorgehen der iranischen Regierung gegen Exil-Iraner aufzudecken, zu verfolgen und zu bestrafen, kritisierte er. Das müsse sich schnellstmöglich ändern.

"Die jungen Männer auf der Seite der Herrschenden im Iran müssen erkennen, dass das Regime keine Zukunft hat", so der CDU-Politiker. "Wer in den Revolutionsgarden dient, muss wissen, dass er einer Terrororganisation angehört und sich dadurch seine Zukunft verbaut." So würden sie vielleicht in größerer Zahl auf die Seite der Bürger wechseln und der islamistischen Diktatur ein Ende bereiten, so Hardt.

Zudem müsse Europa die bestehenden Sanktionen gegen den Iran konsequenter durchsetzen, forderte der Außenpolitiker. Europa habe zu lange auf Verhandlungen mit dem Iran gesetzt, vor allem im Zug des Atomabkommens. "Das ist gescheitert", sagte Hardt dem RND. "Der damit verbundene Verzicht auf härtere Sanktionen hat nichts gebracht." Nun müssten "alle Programme für Wissenschaftsaustausch mit staatlich kontrollierten Institutionen eingestellt und iranische wirtschaftliche Tätigkeit komplett verboten werden", so Hardt, "denn beides stabilisiert das Regime".

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Sanktionszoff: Umgang mit Irans Revolutionsgarden spaltet EU. Eine Sitzung in Brüssel sorgt aber eher für Ernüchterung. Die Bundesregierung wirbt in der EU für eine Terror-Listung der iranischen Revolutionsgarden. (Ausland, 14.01.2026 - 15:38) weiterlesen...

Weber schlägt EU-Botschaften in Teheran als Schutzräume vor Die noch verbliebenen Botschaften der EU-Staaten im Iran sollen nach dem Willen von EVP-Chef und CSU-Vize Manfred Weber verfolgten Iranern Zuflucht gewähren. (Sonstige, 14.01.2026 - 14:43) weiterlesen...

Iran: Von der Leyen will weitere EU-Sanktionen vorschlagen. In der EU dürfte die Gewalt zunächst aber andere Folgen haben. Mit Blick auf die brutale Gewalt bei Protesten wird in der EU die Diskussion um die Terror-Listung von Irans Revolutionsgarden befeuert. (Ausland, 13.01.2026 - 15:00) weiterlesen...

Führende EU-Politiker fordern Terrorlistung der Revolutionsgarde Führende EU-Politiker haben die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten aufgefordert, die Islamische Revolutionsgarde im Iran auf die Terrorliste zu setzen."Die Revolutionsgarden sind das zentrale Machtinstrument dieses Systems - verantwortlich für schwere Menschenrechtsverletzungen, für Terror und für regionale Destabilisierung", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, David McAllister, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". (Politik, 12.01.2026 - 13:40) weiterlesen...

EU bereit für neue Sanktionen gegen Teheran Angesichts der Eskalation im Iran zeigt sich die EU bereit, neue Sanktionen gegen das Regime in Teheran zu verhängen.EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas sagte der "Welt": "Die EU hat bereits weitreichende Sanktionen gegen den Iran verhängt - und zwar gegen diejenigen, die für Menschenrechtsverletzungen, die Ausweitung des Atomprogramms und für Teherans Unterstützung von Russlands Krieg in der Ukraine verantwortlich sind. (Ausland, 11.01.2026 - 22:15) weiterlesen...

Röttgen will Einstufung der Revolutionsgarden als Terrororganisation Im Zuge der Massenproteste im Iran wächst in der Unionsfraktion der Druck auf die Bundesregierung, sich für eine Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation einzusetzen.Der "Bild" sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Norbert Röttgen: "Die Islamischen Revolutionsgarden des Iran gehören längst auf die Terrorliste der EU. (Politik, 10.01.2026 - 10:23) weiterlesen...