Younes Ebnoutalib: Klopp gibt Ausschlag für DFB-Entscheidung
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 12:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWSYounes Ebnoutalib sieht Bundestrainer Jürgen Klopp als entscheidenden Faktor für seine Entscheidung zugunsten der deutschen Nationalmannschaft und nicht für Marokko.
Klopp überzeugt den Angreifer
„Es ist sehr, sehr krass, ein sehr schönes Gefühl. Klopp ist einer der besten Trainer der Welt. Und ja, es gibt schon positive Energie“, sagte der 23 Jahre alte Angreifer von Eintracht Frankfurt im Teamquartier in Herzogenaurach.
Ebnoutalib hätte auch für den WM-Viertelfinalisten Marokko spielen können. Mit Nationalcoach Mohamed Ouahbi habe es Gespräche gegeben. „Wenn Kloppo dich anruft, muss man hingehen“, sagte der Stürmer.
Debüt in Amsterdam möglich
Klopp berief Ebnoutalib für die ersten Länderspiele der Nations League gegen die Niederlande am Donnerstag um 20.45 Uhr in Amsterdam und drei Tage später gegen Griechenland in Augsburg. Der Angreifer ist neben Kai Havertz der einzige nominelle Stürmer im ersten DFB-Kader und kann auf sein Debüt im Nationaltrikot hoffen.
„Also ich weiß noch nichts. Ich versuche einfach, mein Bestes zu geben und hoffe, dass ich dann viel Spielzeit bekomme“, sagte Ebnoutalib zu seinen möglichen Einsatzzeiten.
Vier Tore für Frankfurt
Für Eintracht Frankfurt erzielte Ebnoutalib an den ersten vier Bundesliga-Spieltagen vier Treffer. Sein Sturmkollege Jonathan Burkardt wurde von Klopp in den zweiten Kader für die Spiele am 1. Oktober in München gegen Serbien und drei Tage später in Thessaloniki gegen Griechenland berufen.
Verbundenheit zu Marokko bleibt
Seine Verbindung zu Marokko sei trotz der Entscheidung für Deutschland ungebrochen. Im Sommerurlaub habe er auch die Weltmeisterschaft verfolgt. „Ich liebe beide Länder, es sind beide meine Herkunftsländer, und ich drücke Marokko weiterhin auch auf jeden Fall die Daumen“, sagte Ebnoutalib.
Neustart mit jungen Gesichtern
Younes Ebnoutalibs Berufung steht für den personellen Neustart der deutschen Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp. Der Bundestrainer hat für die erste Länderspielphase 44 Spieler in zwei Aufgebote geteilt, weil innerhalb kurzer Zeit vier Nations-League-Partien anstehen. Damit verbindet der DFB unmittelbare sportliche Belastung mit einem breiten Blick auf mögliche Spieler für die kommenden Turniere.
Für Ebnoutalib kommt die Nominierung nach einem auffälligen Saisonstart. Der 23-Jährige erzielte für Eintracht Frankfurt an den ersten vier Bundesliga-Spieltagen vier Tore und ist neben Kai Havertz der einzige nominelle Angreifer im ersten Kader. Ein Debüt in Amsterdam wäre deshalb nicht nur ein persönlicher Meilenstein, sondern könnte auch Hinweise darauf geben, wie Klopp die Sturmposition neben etablierten Kräften besetzen will.
Doppelte Bindung als Teil der Nationalmannschaft
Die mögliche Entscheidung zwischen Deutschland und Marokko verweist zugleich auf die Realität einer zunehmend vielfältigen Nationalmannschaft. Ebnoutalib beschreibt beide Länder als Herkunftsländer und hält seine Verbundenheit zu Marokko ausdrücklich aufrecht. Für den DFB ist seine Wahl sportlich und symbolisch bedeutsam: Ein aktueller Bundesliga-Toptorjäger entscheidet sich trotz einer realistischen Alternative für das deutsche Team.
Ob aus dem starken Saisonstart dauerhaft eine Rolle in der Nationalmannschaft entsteht, hängt von Leistung, Einsatzzeiten und der Konkurrenz im Angriff ab. Kurzfristig richtet sich der Blick auf das Spiel in Amsterdam und die anschließende Partie gegen Griechenland in Augsburg.
