YouGov-Umfrage: AfD bleibt mit 28 Prozent stärkste Partei
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 06:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSWahlabsichten und gesellschaftliche Wahrnehmung
- Die AfD erreicht in der Befragung 28 Prozent und liegt damit weiterhin vorn.
- CDU/CSU kommen auf 18 Prozent, die Grünen auf 16 Prozent und die SPD auf 14 Prozent.
- 2.202 Wahlberechtigte wurden zwischen dem 16. und 19. Oktober befragt.
YouGov sieht AfD weiter vorn
Die AfD bleibt laut der neuesten YouGov-Umfrage mit 28 Prozent stärkste Partei, verliert gegenüber September aber einen Prozentpunkt. CDU/CSU erreichen 18 Prozent, die Grünen 16 Prozent und die SPD 14 Prozent.
Parteien hinter der AfD
Die Linke kommt unverändert auf 10 Prozent, die FDP bleibt bei 5 Prozent. Das BSW verliert einen Punkt und liegt bei 3 Prozent, während sonstige Parteien auf 6 Prozent zulegen.
Anzeige | trading-house Börsenakademie
Kostenlose Trading-Webinare für Privatanleger
Live lernen, live fragen. Erfahrene Trader zeigen Dir ihre Strategien beim Handel mit Aktien, Indizes und Rohstoffen in Echtzeit und beantworten Deine Fragen direkt - zum Beispiel, wie Du Nachrichten wie diese für Deine Entscheidungen an der Börse richtig einordnest. 100 % kostenlos, live und interaktiv, jeden Mittwoch um 15:15 Uhr, von der trading-house Börsenakademie, die Privatanleger seit 28 Jahren ausbildet.
Vorurteile gegenüber Juden
Zusätzlich wurde nach der Wahrnehmung antisemitischer Vorurteile gefragt. 46 Prozent der Befragten sehen Vorurteile gegenüber Juden als Problem in der deutschen Gesellschaft.
Unter Grünen-Wählern teilen 64 Prozent diese Einschätzung, bei SPD-Wählern sind es 55 Prozent, bei Linken-Wählern 54 Prozent und bei CDU/CSU-Wählern 49 Prozent. Unter AfD-Wählern sehen 32 Prozent darin ein gesellschaftliches Problem.
Befragung im Oktober
YouGov befragte 2.202 wahlberechtigte Personen zwischen dem 16. und 19. Oktober. Die Angaben bilden damit die politische Stimmung in einem klar abgegrenzten Befragungszeitraum ab.
Die YouGov-Zahlen zeichnen ein weitgehend stabiles, zugleich ungewöhnliches Kräfteverhältnis ab. Die AfD bleibt mit 28 Prozent deutlich vor CDU/CSU, Grünen und SPD, verliert gegenüber September aber leicht. Union und Grüne verändern sich nicht, während die SPD geringfügig zulegt. Damit verschieben sich die Mehrheitsverhältnisse nur minimal.
Für die politische Einordnung ist entscheidend, dass Umfragen keine Wahlergebnisse vorwegnehmen. Sie bilden die aktuelle Stimmung unter den Befragten ab und können sich bis zu einer Wahl durch Ereignisse, Wahlkampf und Mobilisierung verändern. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass die AfD in dieser Erhebung ihre führende Position behauptet, während die Parteien dahinter deutlich auseinanderliegen.
Antisemitismus als zweiter Befund
Der zusätzliche Themenkomplex zu Vorurteilen gegenüber Juden weist auf eine starke Differenzierung nach Parteipräferenzen hin. Insgesamt sieht knapp die Hälfte der Befragten darin ein gesellschaftliches Problem. Zwischen Grünen-, SPD-, Linken-, Unions- und AfD-Anhängern bestehen dabei deutliche Abstände.
Diese Unterschiede machen sichtbar, dass die Wahrnehmung von Antisemitismus politisch unterschiedlich ausgeprägt ist. Sie sagen nicht automatisch etwas über individuelles Verhalten aus, markieren aber eine relevante gesellschaftliche Debatte. Für Parteien und Institutionen bleibt damit die Aufgabe bestehen, antisemitischen Vorurteilen unabhängig von ihrer jeweiligen politischen Einordnung entgegenzutreten.
