Wien, Millionen

Wien investiert 400 Millionen Euro in Sportstätten

19.05.2026 - 14:14:45 | boerse-global.de

Wien treibt mit dem Plan Sport.Wien.2030 die Modernisierung von Sportanlagen voran. Neue Stadien und energieautarke Hallen entstehen.

Wien investiert 400 Millionen Euro in Sportstätten - Foto: über boerse-global.de
Wien investiert 400 Millionen Euro in Sportstätten - Foto: über boerse-global.de

Am heutigen Dienstag steht der Sportstätten-Entwicklungsplan „Sport.Wien.2030“ auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Erst gestern erfolgte der Spatenstich für die Modernisierung des Rennweger SV – ein zentrales Projekt des Sanierungsprogramms SPOSA II.

Modernisierungsschub für den Vereinssport

Das Bauvorhaben in der Grasbergergasse zeigt die Strategie der Stadt deutlich: Bestehende Anlagen werden technisch und ökologisch auf den neuesten Stand gebracht. Kernstück ist die Umwandlung des Naturrasen-Hauptspielfelds in einen ganzjährig bespielbaren Kunstrasenplatz. Dazu kommen ein kleineres Kunstrasenfeld und eine energieeffiziente LED-Flutlichtanlage.

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Die Fertigstellung ist für den kommenden Herbst geplant. Das Programm SPOSA II ist die direkte Fortsetzung einer ersten Sanierungswelle. Für die zweite Phase bis 2026 hat Wien rund 55 Millionen Euro bereitgestellt. Insgesamt 29 Vereinssportanlagen werden damit grundlegend erneuert.

Laut der Magistratsabteilung 51 (Sport Wien) entstehen multifunktionale Anlagen, die modernen Trainingsanforderungen entsprechen und dem Klimaschutz Rechnung tragen. Neben LED-Technik umfasst das häufig auch den Neubau von Funktionsgebäuden und die Sanierung von Sanitärräumen.

Sport-Club-Stadion: Neues Wahrzeichen in Hernals

Mitte April wurde das Sport-Club-Stadion in Hernals offiziell eröffnet. Der traditionsreiche Sport-Club-Platz an der Alszeile wurde in rund anderthalb Jahren Bauzeit in eine moderne Arena verwandelt. Rund 5.600 Zuschauer finden nun Platz – die Anlage erfüllt die Kriterien der UEFA-Kategorie 2.

Das macht sie für internationale Spiele der Frauen-Nationalmannschaft oder von Nachwuchsteams qualifiziert. Architektonisch blieb der charakteristische Charme erhalten: Die bekannte Friedhofstribüne wurde technisch saniert. Neu sind ein VIP-Bereich für bis zu 150 Gäste und moderne Gastronomiezonen.

Künftig soll das Stadion nicht nur für Fußball dienen. Auch American Football – etwa für die Vienna Vikings – und Rugby-Bewerbe sind geplant.

Sport Arena Wien: Energieautark und klimaneutral

Die im vergangenen Jahr eröffnete Sport Arena Wien in der Leopoldstadt gilt als internationales Vorzeigeobjekt. Sie ersetzte das veraltete Ferry-Dusika-Hallenstadion und wurde als erste energieautarke Sporthalle Österreichs konzipiert. Die Zertifizierung nach dem Standard „klimaaktiv Gold“ ist das Ziel.

Auf über 13.000 Quadratmetern bietet die Arena Platz für Leichtathletik, Turnen und verschiedene Ballsportarten. Das ökologische Konzept basiert auf Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie und Wärmepumpen. Das Gebäude wird weitgehend unabhängig von fossilen Energieträgern betrieben.

Zudem konnten erhebliche Mengen an entsiegelten Flächen gewonnen werden. Das verbessert das Mikroklima im dicht verbauten Gebiet der Leopoldstadt. Die Stadtverwaltung sieht solche Leuchtturmprojekte als Blaupause für künftige öffentliche Bauvorhaben in ganz Wien.

Soziale Teilhabe durch Sport

Über die baulichen Maßnahmen hinaus will Wien die soziale Teilhabe erhöhen. Der Projektfonds Sport wurde für 2026 erneut aufgestockt. Gefördert werden Initiativen für Trendsportarten, den Mädchen- und Frauensport oder den Zugang für Menschen mit Behinderung.

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Ziel ist es, Barrieren abzubauen. Sportliche Betätigung soll nicht am Einkommen oder an körperlichen Voraussetzungen scheitern. Viele Wiener Vereine betreuen Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Nationen – der Sport dient als Brücke für Integration.

Der „Wiener Sportgutschein“ hilft einkommensschwächeren Familien bei der Finanzierung von Mitgliedsbeiträgen. Die Stadtverwaltung sieht darin auch eine präventive Gesundheitsmaßnahme, die langfristig das öffentliche Gesundheitssystem entlastet.

Bäderbauprogramm und Ausblick

Die Infrastrukturoffensive geht weiter. In Liesing entsteht derzeit die Schwimmhalle im Höpflerbad. Bis 2027 soll dort ein modernes Hallenbad mit 25-Meter-Becken, Sprunganlagen und Lehrschwimmbecken für Schulen und Kindergärten eröffnen.

Das Projekt ist Teil des Wiener Bäderbauprogramms. Bis 2030 sind fünf neue Schwimmhallen und die Sanierung zahlreicher bestehender Standorte geplant. Insgesamt investiert die Stadt bis zum Ende des Jahrzehnts schätzungsweise über 400 Millionen Euro in ihre Sportstätten.

Die Verantwortlichen betonen: Die Geschwindigkeit der Umsetzung werde an die wirtschaftliche Lage angepasst – das grundsätzliche Bekenntnis zur Modernisierung sei unumstößlich. Wien positioniert sich damit als Stadt, die Tradition bewahrt und gleichzeitig technologische sowie ökologische Maßstäbe setzt.

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