Großkonzert-Träume am Tempelhofer Feld: Grünen-Spitzenkandidat wirbt für Mega-Bühne
Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 06:22 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Ehrlich gesagt, ein bisschen kitzelt mich das Bild schon: Adele, Taylor Swift oder eine andere Musik-„Wuchtbrumme“ gibt alles, während irgendwo der Abendwind über das Tempelhofer Feld streicht.
Fehlende Magnetkraft für die Hauptstadt?
Genau so sieht das auch Werner Graf. Im Gespräch mit dem 'Tagesspiegel' meinte er sinngemäß, „Berlin fehlt so ein Ort, an dem große Künstler und Künstlerinnen wirklich glänzen können.“ Olympiastadion? Geht so. Die Stars mögen’s laut Graf akustisch eher mau, was dazu führt, dass Berlin von den ganz großen Tourneen oft gerade mal eine Stippvisite abbekommt – oder eben ausgelassen wird.Eine Bühne mit Ausstrahlung
Grafs Idee: Vor dem Terminal des früheren Flughafens, da wo noch der Beton nostalgisch knirscht, ein richtiger Magnet für die internationale Pop-Größen. Ausgestattet mit allem, was wummert und blinkt – Bühnen-Technik, Anlagen, idealerweise sogar eine mobile Lösung, die man bei Bedarf ausfährt. Er denkt an die Ärzte, die letztes Jahr mit ihren Konzerten bereits bewiesen hätten, was der Ort musikalisch leisten kann.Schutz für das Feld
Was Graf aber klar festhält: Das Tempelhofer Feld selbst – als grüne Oase mitten in der Stadt – soll nicht angetastet werden. Also keine Wohnbauten oder massive Umgestaltung. Viel wichtiger sei das Weiterwachsen des offenen Charakters, inklusive Kleingärten, sportlichen Freiräumen und lauschigen Plätzen.Zwischen Anspruch und Wahltag
Ob daraus mehr wird als eine schillernde Vision, zeigt sich im September, wenn Graf als Spitzenkandidat der Grünen bei der Abgeordnetenhauswahl ins Rennen geht. Vieles dürfte davon abhängen, wie leidenschaftlich die Stadt für einen neuen Taktgeber auf dem Konzertmarkt schlägt.Werner Graf, der Spitzenpolitiker der Berliner Grünen, hat vorgeschlagen, eine moderne Konzert-Location am Rande des Tempelhofer Felds zu schaffen. Diese Arena könnte internationalen Megastars wie Adele oder Taylor Swift neue Anreize bieten, Berlin für Großkonzerte zu wählen, da es aktuell in der Stadt an attraktiven und akustisch geeigneten Großbühnen mangelt. Das eigentliche Tempelhofer Feld soll weiterhin als öffentliche grüne Fläche bestehen bleiben – für Erholung, Sport und gemeinschaftliches Leben.
Aktuelle Entwicklungen und Aspekte
Die Debatte um das Tempelhofer Feld – zwischen Freizeitidyll, kulturellem Experimentierfeld und Stadtentwicklungsschwerpunkt – bleibt hoch umstritten. Erst kürzlich gab es von SPD und CDU Überlegungen, Teile des Feldes für den Wohnbau zu nutzen, was sowohl die Grünen als auch zahlreiche Bürgerinitiativen scharf ablehnten. Mit seinem Vorschlag einer Konzertbühne bringt Graf nun einen alternativen Impuls in diese Diskussion, der auf Erhalt und sanfte Entwicklung statt Bebauung setzt. Aus Recherchen weiterer aktueller Beiträge geht hervor, dass ein hoher Bedarf an kulturellen Großveranstaltungen in Berlin immer wieder betont wird. Allerdings gibt es auch starke Bedenken hinsichtlich Lärmschutz, Erhaltung der Naherholungsqualität und Anwohnerinteressen – ein Dilemma, das bereits an Berliner Kulturbau-Projekten wie dem Neubau der Staatsoper sichtbar wurde.
- Die Süddeutsche Zeitung berichtet ausführlich über den laufenden Streit um die Zukunft des Tempelhofer Felds — hier prallen politische Visionen, wohnungspolitische Notwendigkeiten und der Wunsch nach Erhalt einzigartiger Grünflächen heftig aufeinander. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Berlin mit seinem wachsenden Bedarf an Wohnraum und Freizeitangeboten umgeht, ohne sein berühmtes Freiluft-Areal zu verlieren Quelle: Süddeutsche Zeitung.
- Bei der Berliner Zeitung findet sich ein ausführlicher Artikel zu neuen Ideen für kulturelle Nutzung öffentlicher Räume: Die Autoren werfen einen kritischen Blick auf die Machbarkeit und Nachhaltigkeit temporärer oder fester Bühnen und diskutieren die Auswirkungen größerer Events auf das soziale Gefüge im jeweiligen Kiez Quelle: Zeit Online.
- Spiegel Online analysiert, welche Chancen und Risiken mit der Schaffung neuer Kultur-Infrastruktur in Berlin verbunden sind. Dabei wird insbesondere auf die Herausforderungen bei Genehmigungsverfahren, Lärmschutzregeln und den erwarteten Mehrwert für die Stadtgesellschaft eingegangen Quelle: Spiegel Online.
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