Deutschland, Automobilindustrie

Regierung einig: Heute Details zu E-Auto-Förderung

19.01.2026 - 06:54:25

Wer ein E-Auto kauft, kann bald wieder mit Zuschüssen rechnen. Welche Bedingungen für die neue Prämie gelten, will Umweltminister Carsten Schneider heute verraten.

Nach einer Einigung innerhalb der Bundesregierung am Sonntagabend will Umweltminister Carsten Schneider (SPD) wie angekündigt um 10.00 Uhr Details der neuen Elektroauto-Prämie vorstellen. Das sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Mit der Förderung will die Regierung den Verkehr klimafreundlicher machen.

Pressekonferenz war kurzfristig verschoben worden

Eigentlich sollten die neuen Förderbedingungen schon am vergangenen Freitag vorgestellt werden. Das Ministerium hatte die Pressekonferenz aber in letzter Minute auf diesen Montag verschoben und das mit Abstimmungsbedarf innerhalb der Bundesregierung begründet.

Die Bundesregierung hatte sich bereits im vergangenen Jahr auf Eckpunkte für die neue Förderung geeinigt. Einen Zuschuss sollen demnach Privatpersonen mit einem zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen von bis zu 80.000 Euro erhalten können.

Förderung für um die 800.000 Autos

Die «Bild»-Zeitung hatte in der vergangene Woche über weitere Einzelheiten berichtet. So soll die Prämie rückwirkend für E-Autos gelten, die seit dem Jahreswechsel neu zugelassen wurden. Je nach Einkommen, Familienstand und weiteren Kriterien sollen demnach Zuschüsse von 1.500 bis 6.000 Euro möglich sein.

«Die Mittel reichen für geschätzt 800.000 Fahrzeuge in den nächsten drei bis vier Jahren», sagte Schneider der Zeitung. Für Familien mit Kindern soll es demnach mehr Geld geben. Anträge sollen aber wohl erst ab Mai gestellt werden können, wenn ein entsprechendes Portal freigeschaltet ist. 

Auch für Plug-in-Hybride soll es Geld geben

Auch sogenannte Plug-in-Hybride sollen unter bestimmten Bedingungen gefördert werden. Das sind Fahrzeuge, die sowohl batteriebetrieben als auch mit Treibstoff fahren können.

Derzeit gibt es keine Förderung. Die damalige Koalition aus SPD, Grünen und FDP stellte sie Ende 2023 abrupt ein, um Haushaltslöcher zu stopfen.

@ dpa.de

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