VR-Brillen: Nutzung steigt in Deutschland auf 35 Prozent
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 11:38 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSVR-Nutzung nach Altersgruppen
- Bitkom Research befragte 1.164 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch.
- Unter den 16- bis 29-Jährigen haben 57 Prozent bereits eine VR-Brille genutzt.
- Von den bisherigen VR-Nutzern verwenden 63 Prozent die Brille nur einmal im Monat oder seltener.
VR-Brillen erreichen mehr Menschen in Deutschland
35 Prozent der Deutschen ab 16 Jahren haben inzwischen mindestens einmal eine VR-Brille genutzt, im Vorjahr waren es 28 Prozent. Weitere 43 Prozent würden Virtual Reality gerne ausprobieren, sodass insgesamt 78 Prozent grundsätzlich offen für die Technik sind.
Das ergab eine telefonische Umfrage von Bitkom Research unter 1.164 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 403 Nutzer von VR-Brillen. Die Befragung fand zwischen der 20. und 24. Kalenderwoche 2026 statt.
Jüngere nutzen VR deutlich häufiger
Bei den 16- bis 29-Jährigen hat eine Mehrheit von 57 Prozent bereits eine VR-Brille verwendet. In der Altersgruppe von 30 bis 49 Jahren sind es 45 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 30 Prozent und bei den Menschen ab 65 Jahren 14 Prozent.
Das Interesse reicht jedoch bis ins höhere Alter. Von den Menschen ab 65 Jahren haben 56 Prozent noch keine VR-Brille genutzt, würden dies aber gerne tun.
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VR-Brillen werden selten regelmäßig genutzt
Zur Alltagsroutine ist die Nutzung noch nicht geworden. Unter denjenigen, die bereits eine VR-Brille genutzt haben, setzen sie zwölf Prozent mindestens einmal pro Woche auf.
Weitere 17 Prozent verwenden sie mehrmals im Monat. Mit 63 Prozent bildet die Gruppe derjenigen, die höchstens einmal im Monat zur VR-Brille greifen, die mit Abstand größte Nutzergruppe.
Umfrage erfasst Nutzung und Interesse
Die Ergebnisse verbinden damit zwei Entwicklungen: Die Reichweite von VR wächst, doch die regelmäßige Nutzung bleibt begrenzt. Für Anbieter und mögliche Anwender entscheidet sich die weitere Verbreitung daran, ob Geräte und Anwendungen einen dauerhaften praktischen oder unterhaltenden Nutzen bieten.
Die Bitkom-Zahlen zeigen, dass Virtual Reality in Deutschland eine wachsende Reichweite erzielt, aber noch nicht zum regelmäßigen Bestandteil des Alltags geworden ist. Innerhalb eines Jahres stieg der Anteil der Menschen ab 16 Jahren mit eigener VR-Erfahrung von 28 auf 35 Prozent. Gleichzeitig signalisiert der Anteil der grundsätzlich Interessierten, dass das mögliche Nutzerpotenzial deutlich größer ist als die Gruppe der regelmäßigen Anwender.
Interesse trifft auf geringe Nutzungsfrequenz
Besonders ausgeprägt ist die Nutzung bei jüngeren Menschen. Mit zunehmendem Alter sinkt der Anteil derjenigen, die bereits eine VR-Brille verwendet haben, während das Interesse auch bei älteren Menschen bestehen bleibt. Dass 56 Prozent der Menschen ab 65 Jahren noch keine VR-Brille genutzt haben, dies aber gerne tun würden, deutet auf eine bislang nicht ausgeschöpfte Nachfrage hin.
Der entscheidende Abstand zwischen Bekanntheit und Routine zeigt sich bei der Häufigkeit. Nur zwölf Prozent der bisherigen Nutzer greifen mindestens wöchentlich zur Brille; 63 Prozent verwenden sie höchstens einmal im Monat. Für eine breitere Verankerung im Alltag müssen daher nicht nur Geräte verfügbar sein, sondern auch dauerhaft relevante Anwendungen entstehen. Dazu zählen etwa Spiele, Schulungen, virtuelle Besichtigungen und berufliche Anwendungen.
Markt bleibt von Anwendungen abhängig
Die Ergebnisse haben damit Bedeutung für mehrere Bereiche: Anbieter erhalten Hinweise auf ein wachsendes Interesse, Bildungseinrichtungen und Unternehmen auf ein noch nicht vollständig erschlossenes Einsatzfeld. Zugleich begrenzt die geringe Nutzungsfrequenz den direkten Vergleich mit etablierten digitalen Geräten. Ob aus der zunehmenden Offenheit eine regelmäßige Nutzung wird, hängt vor allem von Bedienkomfort, Preisen, Inhalten und konkretem Alltagsnutzen ab.

