Bundeszentrale für politische Bildung: Ullrich ruft zum offenen Umgang mit Demokratiegefährdung auf
Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDemokratie am Kipppunkt?
Was heißt das konkret? Ullrich erklärt im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, dass die Demokratie nur dann bestehen kann, wenn engagierte Bürger den öffentlichen Diskurs mitgestalten und nicht passiv bleiben. Ziemlich simpel und zugleich ungeheuer anspruchsvoll, wenn man an die Medienlandschaft und die ständigen Störmanöver populistischer Gruppen denkt.Die Rolle der BPB
Gerade deshalb verstehe er die Bundeszentrale für politische Bildung als „geistigen Verfassungsschutz“. Neutral, in Bonn beheimatet, mit über 400 emsigen Beschäftigten – und keiner Partei verpflichtet, sondern ausschließlich der Verfassung, insbesondere der Würde und Freiheit jedes Menschen. Was simpel klingt, ist umgesetzt manchmal ein Drahtseilakt.Vertrauen und neue Schwerpunkte
Laut Ullrich erleben wir eine Erosion von Vertrauen in Institutionen und Politik. Extreme Kräfte gewinnen Zulauf, während sich die Mitte oft leise abwendet. Deshalb will die BPB ihre Arbeit ausweiten und vertiefen – der Kampf gegen Rechtsextremismus bleibe zentral, aber bald wolle man auch Islamismus und Linksextremismus mehr in den Blick nehmen. Historischer Bezug: 2027 jährt sich der „Deutsche Herbst“, als linksterroristische Gruppen das Land erschütterten.Führungswechsel und Herausforderungen
Eine persönliche Note darf auch nicht fehlen: Ullrich, ehemals CSU-Bundestagsabgeordneter und bisher Vize, führt die BPB seit August kommissarisch. Das Bundesinnenministerium, politisch von der CSU verantwortet, setzt auf ihn nach dem überraschenden Abgang von Sönke Rix (SPD). Warum letzterer ging – offiziell: persönliche Gründe – lässt zwar Raum für Spekulationen, ist aber letztlich kaum das Kernthema. Entscheidend ist, wie sich demokratische Bildung unter Ullrich weiterentwickelt. Und wie die BPB auf kommende Gefahren reagiert – mutig, vielschichtig und, ja, manchmal auch widersprüchlich.Die Bundeszentrale für politische Bildung, nun unter kommissarischer Leitung von Volker Ullrich, steht vor der Aufgabe, Deutschlands Demokratie aktiver gegen verschiedenste Bedrohungen zu schützen. Ullrich möchte Themen wie Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus intensiver behandeln und setzt dabei auf die parteipolitische Neutralität sowie das Grundgesetz als Kompass. Insbesondere das schwindende Vertrauen der Bevölkerung in demokratische Institutionen erfordert neue Maßnahmen der politischen Bildung – wobei die jüngsten Entwicklungen, wie das gestiegene Wahlergebnis rechtspopulistischer Parteien in mehreren Landtagen, die Debatte zusätzlich verschärfen. Nach weiterer Recherche: Laut aktueller Berichte (u. a. auf Spiegel, FAZ und Zeit) verschärft sich die Herausforderung für die Demokratie deutschlandweit – nicht nur durch den erstarkenden Rechtsextremismus, sondern auch durch Desinformationskampagnen auf Social Media und einen beunruhigenden Rückgang der Wahlbeteiligung bei jüngeren Menschen. Artikel der FAZ vertiefen die Debatte, wie politische Bildung konkret Maßnahmen gegen diese Entwicklungen setzen kann, während mehrere Medien darauf hinweisen, dass die gesellschaftliche Mitte sich politisch stärker engagieren müsse, um einem weiteren Rechtsruck entgegenzuwirken. Außerdem beschäftigen sich viele Stimmen – etwa auf Süddeutsche oder Zeit – kritisch mit der Frage, wie groß die Gefahr von außen gesteuerter Einflussnahme über Internetkanäle tatsächlich ist und was die BPB hierzu leisten kann.
