VfB Stuttgart, Galatasaray Istanbul

VfB Stuttgart verliert 0:2 bei Galatasaray Istanbul

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 12:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der VfB Stuttgart verliert bei Galatasaray Istanbul erstmals in dieser Champions-League-Ligaphase. Neben zwei frühen Gegentoren sorgen ein Verletzungspech und eine Debatte über ungewöhnlich laute Pfiffe für Gesprächsstoff.

Stuttgarts Spielverlauf in Istanbul

  • Atakan Karazor verletzte sich in der 11. Minute und wurde sieben Minuten später ausgewechselt.
  • Aleksei Batrakov erzielte seine beiden Tore in der 12. und 15. Minute.
  • Jamie Leweling traf in der 8. Minute zweimal den Pfosten.
  • Nach hartem Kampf verloren: Auch der eingewechselte Dzenan Pejcinovic vergab eine gute VfB-Chance. - Bild: Mustafa Alkac/dpa
  • Geliebt und gefürchtet: die lautstarken Fans von Galatasaray Istanbul. - Bild: Mustafa Alkac/dpa
  • Stuttgarter Rudelführer: Deniz Undav (M). - Bild: Mustafa Alkac/dpa
Nach hartem Kampf verloren: Auch der eingewechselte Dzenan Pejcinovic vergab eine gute VfB-Chance. - Bild: Mustafa Alkac/dpa Geliebt und gefürchtet: die lautstarken Fans von Galatasaray Istanbul. - Bild: Mustafa Alkac/dpa Stuttgarter Rudelführer: Deniz Undav (M). - Bild: Mustafa Alkac/dpa

VfB Stuttgart verliert bei Galatasaray Istanbul

Der VfB Stuttgart hat bei Galatasaray Istanbul mit 0:2 verloren und damit im vierten Spiel der Champions-League-Ligaphase seine erste Niederlage kassiert. Die Schwaben bleiben bei sieben Punkten, haderten aber mit zwei frühen Gegentoren, vergebenen Chancen und der aufgeheizten Atmosphäre im Stadion.

Batrakov trifft doppelt

Jamie Leweling traf in der achten Minute zweimal den Pfosten und verpasste damit die mögliche Führung. Kurz danach musste Atakan Karazor nach einer Verletzung am Oberschenkel behandelt werden; während der Mittelfeldspieler noch auf dem Platz stand, erzielte Aleksei Batrakov in der 12. und 15. Minute beide Tore.

Stuttgart lässt Chancen liegen

Der VfB kämpfte sich trotz des Rückstands in die Partie, blieb vor dem Tor aber ohne Treffer. Nach der Pause vergaben unter anderem Chris Führich, Deniz Undav und der eingewechselte Dzenan Pejcinovic gute Möglichkeiten.

Bredlow wundert sich über Pfiffe

Torhüter Fabian Bredlow sagte, die Kommunikation sei wegen der ungewohnten Lautstärke schwierig gewesen. Besonders irritierten ihn Pfiffe, die während Gesängen eingesetzt hätten; er fragte sich, ob sie tatsächlich ausschließlich von Menschen erzeugt worden seien.

VfB löscht Stadionbild

Vor dem Spiel hatte die Social-Media-Abteilung des VfB ein Bild einer Lautsprecheranlage mit drei Grübel-Emojis veröffentlicht. Nach Reaktionen von Galatasaray-Anhängern löschte der Club den Beitrag und bat um Entschuldigung, die der Gastgeber annahm.

Undav bleibt trotzig

Kapitän Deniz Undav betonte, die Mannschaft habe gekämpft und alles versucht. Die Diskussion über die Pfiffe interessiere ihn nicht; zugleich rechnet er nach eigener Aussage nicht mit einer Nominierung für die kommenden Nations-League-Spiele.

Wohlgemuth sieht keinen Atmosphären-Grund

Sportvorstand Fabian Wohlgemuth machte die Stimmung nicht für die Niederlage verantwortlich. Für ihn sei sie eher motivierend gewesen; ausschlaggebend seien mehrere zusammengekommene Faktoren wie Chancenverwertung, Verletzungspech und schlechtes Timing gewesen.

Die Niederlage in Istanbul beendet für den VfB Stuttgart nicht den bislang erfolgreichen Start in die Ligaphase, verändert aber die Ausgangslage. Nach drei Spielen mit sieben Punkten bleibt die Mannschaft im Rennen um die nächste Runde, muss ihre Position in den weiteren Partien jedoch absichern.

Entscheidend war gegen Galatasaray weniger ein dauerhaftes Übergewicht der Gastgeber als die frühe Abfolge aus einer vergebenen Stuttgarter Großchance, der Verletzung von Atakan Karazor und zwei Gegentoren innerhalb weniger Minuten. Der VfB musste danach gegen eine tief stehende und von den Rängen angetriebene Mannschaft einem Rückstand hinterherlaufen.

Atmosphäre und sportliche Lehren

Das Spiel zeigte zugleich, wie stark äußere Faktoren und sportliche Fehler ineinandergreifen können. Die rund 50.000 Zuschauer erzeugten erheblichen Druck, doch die Stuttgarter Verantwortlichen machten die Atmosphäre nicht für die Niederlage verantwortlich. Für die Mannschaft bleibt vor allem die Chancenverwertung als Ansatzpunkt: Mehrere Möglichkeiten nach der Pause hätten das Spiel noch einmal öffnen können.

Für die kommenden Aufgaben bedeutet das Ergebnis, dass Stuttgart seine defensive Stabilität verbessern und verletzungsbedingte Ausfälle auffangen muss. Die Debatte über die Pfiffe dürfte den sportlichen Kern nicht überlagern: Galatasaray nutzte die frühen Stuttgarter Probleme konsequent, während der VfB trotz engagierter Leistung ohne Punkt blieb.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

SWR: „Pfiffe nicht von Fans? VfB-Keeper Fabian Bredlow hat einen Verdacht“ (04.11.2026)

Der Beitrag rückt Bredlows Irritation über die ungewöhnlich lauten Pfiffe und den gelöschten Social-Media-Post des VfB in den Mittelpunkt. Zugleich bestätige er die 0:2-Niederlage und ordne die Atmosphäre neben den sportlichen Gründen ein.

stern: „Champions League: Galatasaray bestraft Stuttgarter Patzer im Stimmungstempel“ (03.11.2026)

Der Artikel setze den Schwerpunkt auf die frühen Fehler und die vergebenen Chancen des VfB. Anders als der SWR stelle er die sportliche Ursache der Niederlage stärker heraus; beide Beiträge beschrieben die hitzige Atmosphäre als prägenden Rahmen.

Übereinstimmung besteht beim Ergebnis und beim frühen Doppelschlag von Aleksei Batrakov. Unterschiedliche Akzente liegen bei der Frage, ob die Atmosphäre oder die Stuttgarter Fehler den Spielverlauf stärker bestimmten.

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