DIW-Chef kritisiert Merz-Vorstoß zu Grenzkontrollen scharf
24.01.2025 - 19:22:17 | dts-nachrichtenagentur.de"Das Letzte, was die deutsche Wirtschaft jetzt braucht, ist eine kurzsichtige Politik, die auf dem Rücken von Unternehmen und Bürgern versucht, im Bundestagswahlkampf zu punkten", sagte der DIW-Chef. Auch der Präsident des Groß- und Außenhandelsverbands (BGA), Dirk Jandura, sieht die Pläne des CDU-Chefs kritisch. "Einschränkungen der Personenfreizügigkeit, wie von Friedrich Merz angekündigt, können für den Groß- und Außenhandel Verzögerung und damit auch Kostensteigerung bedeuten", sagte Jandura dem "Handelsblatt". Andererseits zeigte der BGA-Präsident auch Verständnis für die Überlegungen. "Der Schutz des menschlichen Lebens hat immer Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen." Der Speyrer Staatsrechtler Joachim Wieland warnte mit Blick auf das von Merz angestrebte "faktische Einreiseverbot" vor einem Rechtsbruch. Ein solches Verbot für Personen mit Schutzanspruch sei weder mit dem deutschen Grundrecht auf Asyl noch mit der Genfer Flüchtlingskonvention vereinbar, sagte Wieland dem "Handelsblatt". "Das Rechtsstaatsprinzip lässt es nicht zu, sich einfach über Rechtsnormen hinwegzusetzen, sondern erfordert gegebenenfalls deren Änderung."
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