Trassenpreise, Verkehrsministerkonferenz

Trassenpreise: Grüne fordern Bilger zu Lösung auf

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 15:41 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Der Grünen-Politiker fordert vom neuen Bundesverkehrsminister eine Finanzierungslösung für den Regionalverkehr. Zugleich kritisiert er geplante Kürzungen bei der Förderung niedrigwassertauglicher Schiffe.

Forderungen vor der Verkehrsministerkonferenz

  • Tarek Al-Wazir fordert Steffen Bilger vor der Verkehrsministerkonferenz zu einer Lösung für höhere Trassenpreise auf.
  • Die Verkehrsminister der Länder beraten ab Mittwoch im bayerischen Hohenschwangau über Schienenmaut und Niedrigwasser.
  • Al-Wazir verlangt eine Korrektur des Haushaltsentwurfs 2027, der die Förderung von 35 auf 17,6 Millionen Euro senken soll.
Zweigleisige Bahnstrecke (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Al-Wazir fordert Bilger zu Lösung für Regionalverkehr auf

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Tarek Al-Wazir (Grüne), fordert Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) angesichts steigender Trassenpreise im Regionalverkehr zum Handeln auf. Bilger müsse bei seiner ersten Verkehrsministerkonferenz eine Lösung für die höheren Schienenmautkosten präsentieren, sagte Al-Wazir dem Nachrichtenportal „T-Online“.

Grüne warnen vor weniger Regionalzügen

Al-Wazir fragte, ob Bilger der erste Verkehrsminister seit 30 Jahren werden wolle, in dessen Amtszeit nicht mehr, sondern wieder weniger Regionalzüge fahren. Die Verkehrsminister der Länder verlangen wegen der höher ausfallenden Schienenmaut für regionale Verkehrsunternehmen zusätzliches Geld vom Bund.

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EuGH-Urteil verschärft Finanzierungsdruck

Der Europäische Gerichtshof hatte im März die deutsche Preisbremse für die Nutzung des Schienennetzes im Nahverkehr gekippt. Vor diesem Hintergrund geht es bei der Konferenz auch um die Folgen für die Finanzierung des Regionalverkehrs.

Niedrigwasser ebenfalls auf Tagesordnung

Bei der am Mittwoch beginnenden Verkehrsministerkonferenz im bayerischen Hohenschwangau steht außerdem das Niedrigwasser auf der Tagesordnung. Al-Wazir forderte von Bilger eine langfristige Strategie für eine widerstandsfähige Binnenschifffahrt.

Kritik an geplanter Fördersenkung

Der Grünen-Politiker kritisierte, dass die schwarz-rote Bundesregierung die Förderung niedrigwassertauglicher Schiffe im Haushaltsentwurf 2027 von 35 auf 17,6 Millionen Euro nahezu halbieren wolle. „Das muss korrigiert werden“, forderte Al-Wazir.

Die Verkehrsministerkonferenz in Hohenschwangau fällt in eine Phase, in der Bund und Länder über die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs und die Anpassung der Infrastruktur an Wetterextreme beraten. Im Mittelpunkt der dts-Meldung steht die Schienenmaut: Steigende Trassenpreise verteuern den Regionalverkehr unmittelbar, weil Verkehrsunternehmen für die Nutzung des Netzes zahlen und diese Kosten in Bestellungen und Budgets der Länder einfließen.

Der Europäische Gerichtshof kippte im März die deutsche Preisbremse für die Nutzung des Schienennetzes im Nahverkehr. Damit steht die Finanzierung der Regionalzüge vor einer strukturellen Herausforderung. Ohne zusätzliche Mittel des Bundes könnten Länder entweder ihre Verkehrsverträge nachfinanzieren, Angebote neu ordnen oder Leistungen reduzieren. Welche Lösung Bilger vorlegt, ist deshalb nicht nur eine Frage der Tarifgestaltung, sondern berührt die Verlässlichkeit des Angebots für Pendler und Regionen.

Schiene und Wasserwege gemeinsam beraten

Parallel verweist Al-Wazir auf die Binnenschifffahrt und die Folgen von Niedrigwasser. Niedrige Pegelstände begrenzen Ladung und Transportkapazität und erhöhen den Anpassungsdruck bei Schiffen, Wasserstraßen und Förderprogrammen. Die Verkehrsminister müssen damit kurzfristige Finanzierungsfragen mit langfristigen Investitionen verbinden. Für Bürger und Unternehmen entscheidet sich in den Beratungen, ob Bund und Länder zusätzliche Kosten auffangen und Infrastruktur widerstandsfähiger machen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Deutschlandfunk: „Verkehrsminister - Beratungen über Finanzmittel für den Schienenverkehr und Folgen des Niedrigwassers“ (21.10.2026)

Der Beitrag bestätigt den Beginn der zweitägigen Konferenz in Hohenschwangau und nennt Finanzmittel für den Schienenverkehr sowie Niedrigwasser als Beratungsthemen. Der Schwerpunkt liegt auf der Tagesordnung der Minister, während die dts-Meldung die Forderungen der Grünen an den Bundesverkehrsminister hervorhebt.

Deutschlandfunk: „Beratungen über Finanzmittel für den Schienenverkehr und Folgen des Niedrigwassers“ (20.10.2026)

Die frühere Fassung ordnet die anstehenden Beratungen ebenfalls den Finanzmitteln für den Schienenverkehr und den Folgen des Niedrigwassers zu. Offen bleibt in beiden Perspektiven, welche konkrete Finanzierungslösung der Bund für die höheren Trassenpreise vorlegt.

Medienübergreifend steht damit die Verbindung von Schienenfinanzierung und Niedrigwasser auf der Tagesordnung. Unterschiedlich ist vor allem der Fokus: Während die Konferenzberichte die Themen und Beratungsabläufe beschreiben, richtet die dts-Meldung den Blick auf politischen Handlungsdruck und konkrete Fördermittel.

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