Mehrwertsteuer, Spritpreise

Thorsten Frei fordert gesenkten Mehrwertsteuersatz auf Sprit

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 08:17 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Unionsfraktionschef Thorsten Frei drängt auf eine schnelle Entlastung der Autofahrer durch eine deutlich niedrigere Mehrwertsteuer auf Sprit oder einen neuen Tankrabatt. Die Maßnahmen sollen nach seinem Willen bereits zum 1. Oktober greifen.

Frei fordert Mehrwertsteuersenkung auf Sprit zum 1. Oktober
Tankstelle (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) fordert zur Entlastung der Autofahrer eine befristete Senkung der Mehrwertsteuer auf Sprit zum 1. Oktober. Der CDU-Politiker brachte daneben auch eine Neuauflage des Tankrabatts ins Gespräch und drängt auf schnelle Entscheidungen der Bundesregierung.

Frei kritisiert zusätzliche Steuermehreinnahmen

Frei sagte den Sendern RTL und ntv, der Staat profitiere von den steigenden Rohöl- und Verkaufspreisen, weil auf sie eine höhere Mehrwertsteuer erhoben werde. Davon etwas zurückzugeben und statt 19 nur 7 Prozent Mehrwertsteuer zu verlangen, sei aus seiner Sicht eine naheliegende Maßnahme. Eine gesonderte Gegenfinanzierung hält er nicht für erforderlich, da der Staat lediglich Mehreinnahmen aus der Mehrwertsteuer an die Steuerzahler zurückgebe.

Tankrabatt als weitere Option

Als zweite Möglichkeit nannte Frei eine Neuauflage des Tankrabatts. „Das ist natürlich eine Option, die man wählen kann“, sagte der Unionsfraktionschef. Angesichts der Lage im Nahen Osten sei nicht damit zu rechnen, dass sich die Situation schnell entspanne, weshalb man direkt an die Kraftstoffpreise heranmüsse.

Forderung nach Sofortmaßnahmen zum 1. Oktober

Frei drängt darauf, die Preise zügig zu senken und Sofortmaßnahmen bereits zum 1. Oktober in Gang zu setzen. Im Frühjahr beim Tankrabatt habe man eine Umsetzung in einem ähnlich kurzen Zeitraum geschafft, erinnerte er. „Die Menschen brauchen jetzt nicht die Aussicht auf Entlastung, sondern sie brauchen Entlastung – und deshalb muss man da auf die Tube drücken“, sagte Frei. Die Bundesregierung müsse sich nach seiner Auffassung „sehr, sehr schnell“ auf konkrete Schritte festlegen.

Die Forderung von Unionsfraktionschef Thorsten Frei nach einer befristeten Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe und einer möglichen Neuauflage des Tankrabatts zielt auf die spürbaren Belastungen vieler Pendler und Unternehmen durch gestiegene Spritpreise. Hintergrund sind deutlich erhöhte Rohölnotierungen und Verkaufspreise an den Tankstellen, auf die die reguläre Mehrwertsteuer von derzeit 19 Prozent erhoben wird. Frei argumentiert, dass der Staat dadurch zusätzliche Einnahmen erzielt, die er nun teilweise zurückgeben solle.

Politische und finanzielle Dimension

Die Debatte über Entlastungen beim Tanken berührt zentrale Konfliktlinien der aktuellen Finanz- und Energiepolitik. Einerseits stehen Haushaltsdisziplin und mittelfristige Klimaziele im Fokus, andererseits wächst der Druck, kurzfristig die Preislast für Verbraucher und Mittelstand zu mindern. Ein abgesenkter Mehrwertsteuersatz auf 7 Prozent oder ein Tankrabatt würde zwar Entlastung an der Zapfsäule bringen, aber zugleich das Signal senden, dass fossile Mobilität vorübergehend günstiger wird. Die Frage, ob eine Gegenfinanzierung nötig ist, wird politisch unterschiedlich bewertet, weil Mehreinnahmen aus der Mehrwertsteuer schwanken und anderen Ausgaben gegenüberstehen.

Konfliktlage im Nahen Osten und Ausblick

Frei verweist auf die Lage im Nahen Osten als einen Treiber für die Preisentwicklung und begründet damit den Handlungsdruck. Konflikte und Spannungen in der Region können sowohl das Ölangebot als auch die Erwartungen an die künftige Versorgungslage beeinflussen, was sich über die internationalen Märkte auf die hiesigen Spritpreise niederschlägt. Ob die Bundesregierung kurzfristig Maßnahmen zum 1. Oktober beschließt, hängt von der Mehrheitsbildung innerhalb der Ampelkoalition und der Einschätzung der finanz- und energiepolitischen Nebenwirkungen ab. Für viele Autofahrer steht dabei im Vordergrund, ob und wie schnell sich die Kosten für tägliche Fahrten und berufliche Mobilität spürbar reduzieren.

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