Frauen, WM

Spanien zu stark: Bitterer WM-Start für Basketballerinnen

Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 19:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Das hatten sich die deutschen Basketballerinnen ganz anders vorgestellt. Die so ersehnte Heim-WM beginnt für die DBB-Auswahl vor den Augen von Kanzler Merz mit einem Debakel.

  • Bundeskanzler Friedrich Merz brachte den deutschen Basketballern kein Glück. - Bild: Andreas Gora/dpa
    Bundeskanzler Friedrich Merz brachte den deutschen Basketballern kein Glück. - Bild: Andreas Gora/dpa
  • Leonie Fiebich war beste deutsche Werferin, konnte die klare Niederlage aber nicht verhindern. - Bild: Andreas Gora/dpa
    Leonie Fiebich war beste deutsche Werferin, konnte die klare Niederlage aber nicht verhindern. - Bild: Andreas Gora/dpa
  • Bundestrainer Olaf Lange hatte mit seinen Spielerinnen viel Redebedarf. - Bild: Andreas Gora/dpa
    Bundestrainer Olaf Lange hatte mit seinen Spielerinnen viel Redebedarf. - Bild: Andreas Gora/dpa
Bundeskanzler Friedrich Merz brachte den deutschen Basketballern kein Glück. - Bild: Andreas Gora/dpa Leonie Fiebich war beste deutsche Werferin, konnte die klare Niederlage aber nicht verhindern. - Bild: Andreas Gora/dpa Bundestrainer Olaf Lange hatte mit seinen Spielerinnen viel Redebedarf. - Bild: Andreas Gora/dpa

Die deutschen Basketballerinnen haben den Start in die Heim-WM gründlich verpatzt. Gegen Vize-Europameister Spanien musste sich das Team von Bundestrainer Olaf Lange in Berlin nach einer von großer Nervosität geprägten Leistung klar mit 53:83 (24:50) geschlagen geben und erlebte damit vor den Augen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) einen heftigen Stimmungsdämpfer. Beste deutsche Werferin war WNBA-Profi Leonie Fiebich mit 13 Punkten.

Gruppensieg fast schon dahin

Schon an diesem Samstag (18.00 Uhr) hat die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes die Chance zur Wiedergutmachung. Dann geht es in der kleineren Max-Schmeling-Halle gegen Japan. Letzter Gruppengegner ist am Montag (17.50 Uhr) Mali.

Der Gruppenerste schafft es direkt ins Viertelfinale, der Zweite und Dritte spielen in den Play Ins um die letzten Tickets für die Runde der besten Acht. Deutschland hat sich eine Medaille zum Ziel gesetzt. Das dürfte nach den Eindrücken aus dem Spanien-Spiel sehr schwer werden. 

Auch, weil das Team bei seiner erst zweiten WM-Teilnahme überhaupt auf Topstar Satou Sabally verzichten muss. Die 28-Jährige fehlt wegen der Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung beim Turnier in ihrer Heimatstadt.

Deutsches Team sehr nervös

Das deutsche Team agierte vor 12.550 Zuschauern in der ausverkauften Uber Arena, darunter Merz und sein neuer Sportminister Ronald Rauhe, extrem nervös. Die große Kulisse und die hohen Erwartungen schienen die Gastgeberinnen zu hemmen statt zu beflügeln. Die routinierten Spanierinnen nutzten das gnadenlos aus und zogen schon im ersten Viertel zweistellig davon.

Vor allem defensiv war die deutsche Mannschaft nicht konkurrenzfähig. Nach nur fünf Minuten hatten die Spanierinnen bereits 21 Punkte erzielt. Besonders aus der Distanz traf der Mitfavorit fast nach Belieben und hatte nach dem ersten Viertel schon sechs erfolgreiche Dreier auf seinem Konto. Nach zehn Minuten lag Spanien mit elf Punkten vorn. Bei Deutschland hatten bis zu diesem Zeitpunkt nur Fiebich (8) und Alexis Peterson (3) getroffen.

Zur Halbzeit schon mit 26 Punkten zurück

Chefcoach Lange versuchte seine verunsicherte Mannschaft in mehreren Auszeiten zu beruhigen und dem Spiel Konturen zu geben. Doch Spanien blieb in allen Belangen überlegen. Zwar zeigte Nyara Sabally in einigen Szenen ihren Wert, doch insgesamt lief auch offensiv bei Deutschland nicht viel zusammen. 

Nur sieben von 30 Versuchen aus dem Feld fanden in der ersten Halbzeit den Weg in den Korb - viel zu wenig, um mit den abgezockten Spanierinnen mithalten zu können. Zur Pause lag Deutschland bereits hoffnungslos mit 26 Punkten zurück.

Neben der großen Nervosität machte sich die holprige Vorbereitung deutlich bemerkbar. Die Spielerinnen aus der WNBA waren erst spät zur Mannschaft gekommen. Als Letzte stieß Fiebich am Wochenende zum Team. Zudem war lange unklar, ob Nyara Sabally dabei sein konnte. Die jüngere der beiden Sabally-Schwestern hatte wochenlang wegen einer Wadenverletzung pausieren müssen, gewann aber den Wettlauf gegen die Zeit und war dabei.

So konnte sich die deutsche Mannschaft kaum einspielen. Das wurde gegen Spanien sichtbar. Zwar gaben Fiebich und Co. nie auf. Richtig gefährlich werden konnten sie den Spanierinnen, gegen die sie auch bei der EM im vergangenen Jahr in Hamburg verloren hatten, aber zu keiner Zeit.

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