Borussia Dortmund, Bundesliga

Schlotterbeck feiert Comeback: BVB bleibt nach 3:0 gegen Paderborn makellos

Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 17:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Borussia Dortmund bleibt nach einem klaren 3:0 gegen Aufsteiger SC Paderborn ohne Punktverlust und feiert ein erfolgreiches Comeback von Nico Schlotterbeck sowie ein spektakuläres Fallrückzieher-Tor von Felix Nmecha. Zugleich gibt es Entwarnung bei Talent Konstantinos Karetsas.

  • Serhou Guirassy (l) und Fábio Silva harmonierten prächtig. - Bild: Bernd Thissen/dpa
    Serhou Guirassy (l) und Fábio Silva harmonierten prächtig. - Bild: Bernd Thissen/dpa
  • Fábio Silva (M) brachte den BVB früh in Führung. - Bild: Bernd Thissen/dpa
    Fábio Silva (M) brachte den BVB früh in Führung. - Bild: Bernd Thissen/dpa
  • Nico Schlotterbeck (l) bestritt erstmals seit der WM wieder ein Pflichtspiel. - Bild: Bernd Thissen/dpa
    Nico Schlotterbeck (l) bestritt erstmals seit der WM wieder ein Pflichtspiel. - Bild: Bernd Thissen/dpa
Serhou Guirassy (l) und Fábio Silva harmonierten prächtig. - Bild: Bernd Thissen/dpa Fábio Silva (M) brachte den BVB früh in Führung. - Bild: Bernd Thissen/dpa Nico Schlotterbeck (l) bestritt erstmals seit der WM wieder ein Pflichtspiel. - Bild: Bernd Thissen/dpa

Borussia Dortmund hat beim Comeback von Nico Schlotterbeck den SC Paderborn mit 3:0 besiegt und bleibt nach drei Liga-Partien mit neun Punkten vor dem FC Bayern München.

BVB setzt Serie mit klarem Heimsieg fort

Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac gewann im ausverkauften Dortmunder Stadion vor 81.365 Zuschauern verdient gegen den Bundesliga-Aufsteiger. Fábio Silva brachte den BVB bereits in der 5. Minute in Führung, Felix Nmecha erhöhte in der Schlussphase mit einem Doppelpack auf 3:0. Während Dortmund einen perfekten Saisonstart hinlegt, wartet Paderborn mit einem Punkt weiter auf den ersten Treffer in dieser Spielzeit.

Schlotterbeck zurück als Kapitän in der Startelf

Nationalspieler Nico Schlotterbeck, der sich bei der Weltmeisterschaft am Sprunggelenk verletzt hatte, stand 84 Tage nach der Verletzung wieder im Kader und kehrte direkt als Kapitän in die Startelf zurück. Kovac setzte zudem nach den zuletzt starken Leistungen erneut auf Fábio Silva, der gemeinsam mit Serhou Guirassy eine Doppelspitze bildete. Die Entscheidung zahlte sich früh aus: Guirassy spielte aus der eigenen Hälfte einen Steilpass, Paderborns Tjark Scheller verschätzte sich und Silva blieb vor Gästetorwart Nahuel Noll souverän.

Spektakulärer Fallrückzieher von Nmecha

Auch nach der Pause erarbeitete sich Dortmund gute Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen. Ethan Nwaneri und Guirassy scheiterten jedoch am starken Noll, ein Kopfball von Bellingham verfehlte das Ziel knapp. Weil der BVB die Vorentscheidung zunächst verpasste, blieb die Partie bis in die Schlussphase hinein spannend. Dann sorgte der eingewechselte Felix Nmecha mit zwei späten Treffern für klare Verhältnisse – sein zweites Tor erzielte der Mittelfeldspieler sehenswert per Fallrückzieher.

Gute Nachrichten um Talent Karetsas

Positives gab es auch von Konstantinos Karetsas, der das Spiel als Zuschauer im Stadion verfolgte. Der 18-Jährige war beim 3:2 in der Champions League gegen den FC Villarreal wegen Kreislaufproblemen ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht worden. Sportchef Lars Ricken berichtete, dass in drei Tagen intensiver Untersuchungen keine Auffälligkeiten festgestellt wurden. Karetsas soll im Laufe der kommenden Woche wieder ins Training einsteigen. Danach werde entschieden, ob er möglicherweise bereits in der nächsten Ligapartie gegen den VfB Stuttgart wieder spielen kann. Langfristige Gesundheitsschäden werden nicht befürchtet.

VAR-Eingriffe kosten Guirassy zwei Tore

Sportchef Ricken sah eine Partie, in der Dortmund trotz phasenweise viel Ballbesitz der Paderborner nur wenig zuließ und die klar besseren Chancen hatte. Joey Veerman scheiterte mit einem abgefälschten Distanzschuss an Noll. Serhou Guirassy traf zweimal ins Tor, doch beide Treffer wurden nach Eingriffen des Videoassistenten wegen Abseitspositionen zurückgenommen. Damit blieb es lange beim knappen Vorsprung, ehe Nmecha mit seinem Doppelpack den dritten Dortmunder Sieg im dritten Spiel endgültig sicherstellte.

Perfekter Start und starke Defensive

Der 3:0-Erfolg gegen Aufsteiger Paderborn festigt die Position von Borussia Dortmund an der Tabellenspitze der Bundesliga. Drei Siege aus drei Spielen und kein Gegentor verdeutlichen, dass die Mannschaft von Trainer Niko Kovac früh in der Saison Stabilität und Effizienz verbindet. Auffällig ist, dass der BVB trotz höherem Ballbesitz des Gegners defensiv kaum Chancen zulässt und im Umschaltspiel konsequent agiert.

Mit der Rückkehr von Nico Schlotterbeck wächst die defensive Qualität zusätzlich. Der Nationalspieler, der sich bei der Weltmeisterschaft am Sprunggelenk verletzt hatte, ist für die Statik des Dortmunder Spiels zentral: Als Kapitän organisiert er die Abwehrkette, eröffnet Angriffe und bringt Erfahrung ein. Die Null gegen Paderborn unterstreicht, dass er nach der langen Pause wieder voll belastbar ist und im Zusammenspiel mit seinen Nebenleuten eine stabile Achse bildet.

Offensive Variabilität und Bedeutung von Guirassy und Silva

Offensiv setzt Kovac auf eine Doppelspitze mit Serhou Guirassy und Fábio Silva. Auch wenn zwei Guirassy-Tore nach VAR-Eingriffen zurückgenommen werden, zeigt der Angreifer seine Gefährlichkeit. Der frühere Treffer von Silva und der späte Doppelpack von Felix Nmecha belegen, dass Dortmund aktuell von mehreren Torschützen lebt und nicht von einer Einzelperson abhängt. Das erhöht die Variabilität und erschwert die Vorbereitung für kommende Gegner.

Gesundheit von Karetsas und Ausblick für die kommenden Wochen

Die guten Nachrichten rund um Konstantinos Karetsas haben über das einzelne Spiel hinaus Bedeutung. Nach seinem Zusammenbruch mit Kreislaufproblemen in der Champions League ist entscheidend, dass umfangreiche Untersuchungen keine Auffälligkeiten ergeben. Die Aussicht auf einen zeitnahen Wiedereinstieg ins Training und einen möglichen Einsatz gegen Stuttgart nimmt dem Umfeld Sorgen und lässt den Fokus wieder stärker auf sportliche Themen rücken. Für den BVB bedeuten ein breiterer Kader und die Rückkehr wichtiger Spieler, dass die Belastung in Bundesliga und Europapokal in den kommenden Wochen besser verteilt werden kann.

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