SC Freiburg, DFB-Pokal

SC Freiburg schlägt Wolfsburg mit 3:2 in der Nachspielzeit

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 20:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der SC Freiburg steht nach einem turbulenten 3:2 gegen den VfL Wolfsburg im Achtelfinale des DFB-Pokals. Keisuke Goto entschied die Partie vor 32.000 Zuschauern mit seinem zweiten Treffer in der Nachspielzeit.

Freiburg dreht Partie in der Schlussphase

  • Igor Matanovic brachte den SC Freiburg in der 6. Minute per Kopf in Führung.
  • Kento Shiogai erzielte für Wolfsburg zwei Tore in der 8. und 43. Minute.
  • Keisuke Goto traf in der 75. Minute und in der Nachspielzeit zum 3:2.
  • Freiburg bejubelt die 1:0-Führung. - Bild: Philipp von Ditfurth/dpa
  • Heißer Pokaltanz in Freiburg: Wolfsburgs Cleiton (r) grätscht den Ball vor SC-Spieler Max Rosenfelder weg. - Bild: Philipp von Ditfurth/dpa
Freiburg bejubelt die 1:0-Führung.  - Bild: Philipp von Ditfurth/dpa Heißer Pokaltanz in Freiburg: Wolfsburgs Cleiton (r) grätscht den Ball vor SC-Spieler Max Rosenfelder weg. - Bild: Philipp von Ditfurth/dpa

SC Freiburg erreicht mit spätem Sieg das Pokal-Achtelfinale

Der SC Freiburg hat den VfL Wolfsburg in einer hitzigen Partie mit 3:2 (1:2) besiegt und das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht. Keisuke Goto erzielte in der zweiten Minute der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer vor 32.000 Zuschauern.

Frühe Tore auf beiden Seiten

Igor Matanovic brachte Freiburg in der 6. Minute per Kopf nach einer Flanke von Christian Günter in Führung. Wolfsburg glich nur zwei Minuten später durch Kento Shiogai aus, der einen weiten Abschlag von Torwart Timon Wellenreuther aufnahm und aus 15 Metern traf.

Noch vor der Pause drehte der Zweitligist die Begegnung. Nach einem Eckball von Muhammed Damar köpfte Shiogai in der 43. Minute zum 2:1 für Wolfsburg ein.

Videobeweis sorgt für Unruhe

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Schiedsrichter Sören Storks nahm einen Handelfmeter für Freiburg nach Videobeweis zurück, woraufhin die Heimfans lautstark protestierten.

Ein Treffer von Günter wurde wegen Abseits nicht anerkannt. Weil dennoch die Torhymne ertönte und die Anzeigetafel das 2:2 zeigte, herrschte im Stadion zunächst Verwirrung.

Goto entscheidet in der Nachspielzeit

Freiburg drängte weiter und wurde in der 75. Minute belohnt. Goto köpfte nach einer Ecke von Vincenzo Grifo zum Ausgleich ein.

Als bereits vieles auf eine Verlängerung hindeutete, nutzte Goto eine Unordnung in der Wolfsburger Defensive. Nach einem weiten Ball von Philipp Lienhart hob er den Ball über Wellenreuther und machte den Freiburger Sieg perfekt.

Der DFB-Pokal lebt von einzelnen Spielen, in denen sich die Kräfteverhältnisse zwischen Bundesligisten und ambitionierten Zweitligisten kurzfristig verschieben können. Freiburg ging als höherklassiger Gastgeber in die Partie, musste sich den Einzug ins Achtelfinale aber bis in die Nachspielzeit erarbeiten.

Für den SC besitzt der Erfolg zudem eine persönliche Vorgeschichte: Vor dem Spiel erinnerte Trainer Julian Schuster an das Pokalaus gegen Wolfsburg im Viertelfinale 2015. Damals verlor Freiburg 0:1 durch einen von Schuster verursachten Strafstoß. Das Wiedersehen fand nun unter anderen Voraussetzungen statt, blieb aber erneut eng.

Späte Entscheidung verändert die Ausgangslage

Der Sieg kann Freiburg nach drei Pflichtspielniederlagen in Serie zusätzlichen Auftrieb geben. Besonders bemerkenswert ist, dass der SC trotz Rückstands und eines aberkannten Treffers bis zum Schluss angriff und die Partie noch drehte.

Wolfsburg verpasste dagegen die Chance, als Zweitligist einen Bundesligisten aus dem Wettbewerb zu werfen. Die Partie zeigte zugleich, wie entscheidend individuelle Fehler in K.-o.-Spielen sein können: Freiburg profitierte in der Schlussphase von einer Unaufmerksamkeit der Wolfsburger Defensive.

Mit dem Achtelfinaleinzug bleibt Freiburg im Pokal und erhält eine weitere Möglichkeit, sich national gegen starke Konkurrenz zu behaupten. Wolfsburg kann aus der lange ausgeglichenen Partie dennoch ableiten, dass die Mannschaft auch gegen einen Bundesligisten konkurrenzfähig war.

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