Russell Brand in London wegen Vergewaltigung schuldig gesprochen
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 15:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWSUrteil im Southwark Crown Court
- Die Jury sprach den 51-jährigen Russell Brand in vier Anklagepunkten schuldig.
- Der Schuldspruch betrifft eine Vergewaltigung und drei Fälle sexueller Nötigung.
- Das Verfahren fand im Londoner Southwark Crown Court statt.
Russell Brand in London schuldig gesprochen
Der britische Schauspieler und frühere Comedian Russell Brand ist in einem Prozess um sexuelle Gewalt in mehreren Anklagepunkten schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen im Londoner Southwark Crown Court befanden den 51-Jährigen der Vergewaltigung in einem Fall und der sexuellen Nötigung in drei Fällen für schuldig.
Jury entscheidet über mehrere Vorwürfe
Im Verfahren hatten sechs Frauen Vorwürfe gegen Brand erhoben. Die nun vom Gericht festgestellten Schuldsprüche beziehen sich auf vier Anklagepunkte.
Brand hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und auf nicht schuldig plädiert. Die Anklagepunkte standen im Zusammenhang mit mutmaßlichen Taten aus den Jahren 1999 bis 2009.
Strafmaß folgt gesondert
Mit dem Schuldspruch ist die Schuldfrage in den betreffenden Anklagepunkten entschieden. Das Strafmaß soll zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden.
Der Schuldspruch gegen Russell Brand markiert den Abschluss der Beweisaufnahme in einem Verfahren, das sich mit Vorwürfen sexueller Gewalt aus einem Zeitraum von 1999 bis 2009 befasst. Im Prozess standen mehrere Anklagepunkte im Zusammenhang mit sechs Frauen im Mittelpunkt. Die nun festgestellte strafrechtliche Verantwortung bezieht sich auf eine Vergewaltigung und drei Fälle sexueller Nötigung.
In England und Wales entscheidet eine Jury über die Schuldfrage. Im Verfahren vor dem Southwark Crown Court berieten vier Frauen und acht Männer über die Anklage. Das Strafmaß wird in einem gesonderten Schritt festgelegt, sodass der Schuldspruch noch keine Angabe über die konkrete Strafe enthält.
Strafrechtliche und öffentliche Folgen
Der Fall besitzt über das konkrete Verfahren hinaus Bedeutung, weil er die rechtliche Bewertung von Vorwürfen gegen eine bekannte öffentliche Person betrifft. Brands frühere Bekanntheit als Schauspieler und Comedian erhöhte die öffentliche Aufmerksamkeit; für das Gericht waren jedoch die einzelnen Tatvorwürfe und die Beweislage entscheidend.
Für Betroffene und die britische Debatte über sexualisierte Gewalt steht zudem die Frage im Raum, wie lange zurückliegende Vorwürfe strafrechtlich aufgearbeitet werden können. Der nun erfolgte Schuldspruch beendet die Schuldfrage in den genannten Punkten, lässt aber das separate Verfahren zur Festlegung des Strafmaßes als nächsten gerichtlichen Schritt offen.
