Politbarometer: AfD steigt auf 28 Prozent, Union fällt auf 21
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 07:08 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDie AfD bleibt im aktuellen Politbarometer des ZDF stärkste politische Kraft. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, käme sie laut der Forschungsgruppe Wahlen auf 28 Prozent.
Union verliert einen Punkt
Damit legt die AfD gegenüber der vorherigen Erhebung um einen Prozentpunkt zu. CDU und CSU verlieren dagegen einen Punkt und erreichen zusammen 21 Prozent.
SPD gewinnt hinzu
Die SPD verbessert sich um einen Prozentpunkt auf 13 Prozent. Für die Grünen werden unverändert 14 Prozent ausgewiesen, die Linke bleibt bei 12 Prozent.
FDP fällt auf drei Prozent
Die FDP verliert einen Prozentpunkt und kommt auf 3 Prozent. Die sonstigen Parteien erreichen unverändert 9 Prozent.
Das Politbarometer misst die politische Stimmung unter der Annahme einer Bundestagswahl am kommenden Sonntag. Die Erhebung ist daher eine Momentaufnahme und keine Prognose des tatsächlichen Wahlergebnisses. Veränderungen um einen Prozentpunkt liegen zudem häufig im Bereich, in dem sich Zufalls- und Gewichtungseffekte bemerkbar machen können.
Politisch auffällig ist vor allem die Kombination aus Platz eins für die AfD und weiteren Verlusten der Union. Mit 28 Prozent liegt die AfD sieben Punkte vor CDU und CSU. Zugleich bleibt das Parteiensystem stark ausdifferenziert: Neben Union und AfD erreichen SPD, Grüne und Linke jeweils zweistellige Werte, während die FDP bei drei Prozent liegt.
Mehrere rechnerische Optionen
Aus den Umfragewerten ergeben sich unterschiedliche rechnerische Mehrheiten, deren politische Umsetzung von Koalitionsaussagen und der Sitzverteilung abhängen würde. Die Zahlen zeigen deshalb zunächst Kräfteverhältnisse, nicht automatisch mögliche Regierungsbildungen. Für die Union erhöht der Rückgang den Druck, die eigene Bindungskraft gegenüber AfD und anderen Parteien zu stärken; der SPD-Zuwachs fällt dagegen trotz des Pluspunkts begrenzt aus.
Bedeutung für die Parteien
Für Wähler bedeutet der Abstand zwischen AfD und Union, dass bundespolitische Debatten über Mehrheiten, Abgrenzung und programmatische Profile an Gewicht gewinnen. Ob sich der Trend fortsetzt, hängt von weiteren Umfragen, politischen Ereignissen und der Mobilisierung bis zur nächsten Wahl ab.
